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Toyota Supermotor: neue Hybrid-Verbrennungsmotoren frühestens 2027

Weißer Toyota H2 Hybrid Elektroauto vor Ladestation in modernem Showroom.

Toyota hat bereits angekündigt, mehr als 13 Milliarden Euro in die Digitalisierung und Elektrifizierung der eigenen Modellpalette zu investieren. Dennoch behalten Verbrennungsmotoren mit Hybrid-Technologie (wie im Aufmacherbild) einen zentralen Platz im Angebot – und vor allem in der Ergebnisrechnung des japanischen Herstellers, der kürzlich für das Geschäftsjahr 2023 Rekordwerte bei Gewinn und Absatz gemeldet hat (in Japan endet das Fiskaljahr im März).

Gegenüber Automotive News hat Hiroki Nakajima, Technikchef der Toyota Motor Corporation, diese Bedeutung erneut unterstrichen und zugleich zusätzliche Einblicke in eine kommende Motorengeneration gegeben.

Die Ankündigungen fallen groß aus: Nakajima spricht von einer vollständig neuen Technologie, die „die Spielregeln ändern kann“. Gemeint ist dabei kein „Supermotor“ im Sinne maximaler Leistung, sondern ein „Supermotor“ mit Fokus auf Effizienz.

Toyota Hybrid-Verbrennungsmotoren bleiben strategisch wichtig

Die aktuelle Ausrichtung zeigt: Trotz hoher Investitionen in neue Antriebe setzt Toyota weiterhin darauf, dass Hybrid-Verbrenner kurzfristig wie mittelfristig ein entscheidender Bestandteil der Marke bleiben. Genau in diesem Kontext ordnen sich die Aussagen Nakajimas zu den neuen Aggregaten ein.

Wasserstoff bringt Toyota neue Ideen bei

In seinem Gespräch mit Automotive News nannte Hiroki Nakajima erstmals konkrete Hubraumgrößen: 1,5 und 2,0 Liter.

Das sind zwei durchaus klassische Größen, die laut Nakajima jedoch „potenziell revolutionäre Lösungen“ erhalten sollen – „völlig anders als heutige Verbrennungsmotoren“.

Der Ursprung dieser „Revolution“ liegt, so die Darstellung, in Erkenntnissen aus dem Toyota Mirai. Weil Toyota das thermische Verhalten von Wasserstoff in der Brennstoffzelle intensiv analysiert hat, konnten die Ingenieure daraus Wissen ableiten, das sich auf den „alten“ Verbrennungsmotor übertragen lässt.

Was sich bei den neuen Toyota-Motoren ändern soll

Zur Einordnung: Toyotas aktuelle Hybridmotoren werden mit einer Energieeffizienz von rund 40% angegeben. Wenn der Hersteller nun von einem „Ändern der Spielregeln“ spricht, deutet das entsprechend auf einen weiteren Schritt bei der Effizienz hin – etwa über optimierte Verbrennungsprozesse.

Technische Ansätze: kürzerer Hub, Hybrid als Ausgleich

Konkrete Details sind noch rar, aber die Richtung wird sichtbar. Nakajima erklärte, dass die neuen Motoren einen deutlich kürzeren Kolbenhub erhalten sollen. Das unterstützt zwar eine höhere Leistung bei höheren Drehzahlen, kann jedoch die Drehmomentabgabe im unteren Drehzahlbereich beeinträchtigen. Um diesen Verlust an Durchzug in den frühen Drehzahlbereichen auszugleichen, betont Nakajima die Bedeutung der Kombination mit Hybrid-Systemen.

Der größte Fortschritt dürfte daher vor allem in zwei Punkten liegen: in der Steuerung des Zündzeitpunkts sowie in der Abstimmung (dem „Matching“) zwischen Verbrennungseinheit und Elektromotor. Nakajima sagt, diese neue Motorenfamilie biete „viel Freiheit zum Spielen“ – ein Hinweis darauf, dass Toyota noch nicht alle technischen Kniffe offengelegt hat.

Zeitplan: frühestens 2027

Mit Blick auf den Zeitrahmen ist Geduld gefragt: Nach Aussage des Toyota-Managers gilt 2027 als frühester Termin, zu dem diese neue Generation von Toyota-Verbrennungsmotoren in Modellen der Marke eingeführt werden könnte.

Quelle: Automotive News

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