Der 911 galt bereits als einer der effektivsten Sportwagen der Welt. Mit dem Porsche 911 Dakar kommt nun eine Version hinzu, die ihn zugleich zu einem der vielseitigsten Modelle macht.
Das Sondermodell ist auf 2500 Exemplare limitiert und erinnert an den ersten Porsche-Sieg bei der Rallye Dakar. Betrachtet man die veröffentlichten technischen Details, wirkt es fast so, als könnte er dieses Kunststück erneut schaffen.
Angetrieben wird der 911 Dakar von einem 3,0-l-Flat-Six-Biturbo, der 480 cv (353 kW) und 570 Nm liefert. Die Kraftübertragung übernimmt ein Achtgang-PDK (Doppelkupplungsgetriebe) in Kombination mit Allradantrieb.
Beim Sprint von 0–100 km/h vergehen 3,5s. Die Höchstgeschwindigkeit ist hingegen auf 240 km/h begrenzt – damit ist es der langsamste 911 seit den 80er-Jahren. Verantwortlich dafür sind die geländetauglichen Reifen.
Auf die Waage bringt der 911 Dakar 1605 kg, also 10 kg mehr als ein 911 Carrera 4 GTS mit PDK.
Der höchste 911 von allen
Während sich der Antriebsstrang des 911 Dakar mit anderen 911 teilt, gilt das nicht für das Fahrwerk: Es baut 50 mm höher als beim 911 Carrera.
Reicht diese Bodenfreiheit nicht aus, lässt sich der 911 Dakar per Chassis-Liftsystem um weitere 30 mm anheben.
Die maximale Fahrwerkshöhe ist dabei nicht nur für das langsame Überwinden von Hindernissen gedacht. Sie gehört zu einer neuen Abstimmung und kann bis 170 km/h aktiv bleiben; oberhalb dieses Tempos senkt sich das Fahrwerk wieder auf das „normale“ Niveau.
Zum Technikpaket des Porsche 911 Dakar zählen ausserdem eine mitlenkende Hinterachse sowie Motorlager aus dem 911 GT3. Besonderes Augenmerk verdienen jedoch die zwei neu entwickelten Fahrmodi.
Der Modus „Rallye“ ist für lose und unebene Untergründe ausgelegt und priorisiert die Verteilung des Drehmoments an die Hinterräder.
Der Modus „Offroad“ ist für Fahrten auf Untergründen wie Sand gedacht, maximiert die Traktion und aktiviert automatisch das Liftsystem des Fahrwerks.
Beide Fahrmodi arbeiten zudem mit dem neuen System „Rallye Launch Control“, das die Anfahrperformance auf losem Untergrund verbessern soll.
Mit der Vergangenheit verbunden und für (fast) alles bereit
Wie bereits erwähnt, versteht sich der 911 Dakar als Hommage an den 953, der die Rallye Dakar 1984 gewann. Um diese Verbindung weiter zu betonen, bietet Porsche das Rallye-Design-Paket an: Es greift die Farbgebung der von Rothmans unterstützten 953 auf, bringt eine Startnummer zwischen 0 und 999 an den Türen mit und kombiniert im Innenraum Leder mit Race-Tex.
Damit der 911 Dakar auch abseits befestigter Strassen vorbereitet ist, spendiert der Hersteller aus Stuttgart zusätzlich Abschleppösen, Verbreiterungen an den Radhäusern sowie Edelstahlschutz an der Unterseite der vorderen und hinteren Stossfänger und an den Seitenschwellern. Auch die Lufteinlässe wurden überarbeitet und mit einem Schutzgitter aus Stahl versehen.
Hinzu kommen eine 12-V-Steckdose auf dem Dach zum Anschluss zusätzlicher Leuchten sowie die Option auf einen Dachträger. Darauf lassen sich vom jerricans bis hin zu Schaufeln oder Bergeboards verschiedene Ausrüstungsgegenstände transportieren.
Was kostet er und wann kommt er?
Der 911 Dakar ist auf 2500 Einheiten limitiert; wie viele davon für den portugiesischen Markt vorgesehen sind, ist bislang nicht bekannt.
Fest steht jedoch: In Portugal kann der 911 Dakar bereits bestellt werden, die Preise beginnen bei 264 041 Euro.
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