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Kalte Butter in der Pfanne: Steak wie im Steakhouse

Person gießt geschmolzene Butter auf ein gegrilltes Steak in einer Pfanne auf dem Herd.

Beim Steakbraten zu Hause tauchen oft Fragen auf – besonders dann, wenn das Ergebnis möglichst nah an ein Steakhouse herankommen soll. Unter den aktuellen Methoden setzt sich der Trick mit kalter Butter in der Pfanne immer stärker durch: Er fördert eine goldbraune, aromatische Kruste, ohne dass das Fleisch trocken wird – vorausgesetzt, Hitze und Garzeit werden sauber gesteuert.

Was ist der Trick mit kalter Butter in der Pfanne?

Der Trick mit kalter Butter in der Pfanne funktioniert so: Zuerst wird das Steak ausschliesslich mit einem Öl mit hohem Rauchpunkt scharf angebraten. Erst wenn sich die erste Kruste gebildet hat, kommen Stücke sehr kalter Butter dazu. In der heissen Pfanne schmilzt die Butter sofort, verbindet sich mit dem austretenden Fleischsaft und ergibt eine sämige, intensiv schmeckende Butter-Jus, die Farbe und Aroma verstärkt.

Weil die Butter erst in der Schlussphase eingesetzt wird, verbrennt sie deutlich weniger schnell – damit bleiben Bittertöne und eine zu dunkle Oberfläche eher aus. Zusätzlich kann die sehr kalte Butter die Pfannentemperatur minimal abfangen, was das Risiko verringert, die Aussenseite zu verkohlen, und gleichzeitig hilft, das Innere zarter zu halten.

Sieh dir dazu ein Video auf dem YouTube-Kanal Patricio Carvalho an, in dem die Technik gezeigt wird, ein Steak in der Pfanne mit kalter Butter zu vollenden, um eine Steakhouse-Kruste zu erzeugen:

https://www.youtube.com/watch?v=R9_mD-XN9U0

Wann kommt die kalte Butter beim Steak in die Pfanne?

Damit der Trick zuverlässig klappt, ist die Reihenfolge entscheidend. Das Fleisch sollte Zimmertemperatur haben, aussen gut trocken sein und nur leicht mit Öl benetzt werden. Parallel heizt eine Gusseisenpfanne oder eine Pfanne mit sehr dickem Boden so lange auf, bis eine leichte Rauchentwicklung sichtbar ist – das sorgt für die hohe Anfangshitze, die für das erste Anbraten nötig ist.

Nach einigen Minuten auf der ersten Seite – sobald sich das Steak leicht löst und bereits gut gebräunt ist – gibst du die kalte Butter in Würfeln oder dünnen Stücken dazu, bei mittlerer bis hoher Hitze. Ab diesem Moment blubbert das Fett, und du nutzt es, um das Steak bis zum gewünschten Gargrad zu übergiessen. Dabei möglichst wenig am Fleisch herumbewegen, damit nicht unnötig Saft verloren geht.

  • Steak zuerst nur mit Öl bei hoher Hitze scharf anbraten.
  • Erst wenden, wenn sich eine Kruste auf der ersten Seite gebildet hat.
  • Kalte Butter erst nach dem ersten Bräunen hinzufügen.
  • Hitze leicht reduzieren, damit die Butter nicht verbrennt.

Wie übergiesst man das Steak in der Pfanne mit Butter und eigenem Fleischsaft?

Sobald die Butter geschmolzen ist, verbindet sie sich mit dem Öl und dem Fleischsaft – in der Pfanne entsteht ein kleiner Pool aus aromatisiertem Fett. Um diese heisse Flüssigkeit optimal zu nutzen, kippst du die Pfanne leicht, sodass sich die Butter-Jus an einer Seite sammelt und mit einem Löffel leichter aufgenommen werden kann.

In dieser schrägen Position schöpfst du mit einem Löffel immer wieder die heisse Flüssigkeit und gibst sie in gleichmässigen Bewegungen über die Oberseite des Steaks, ohne das Fleisch einzustechen. Dieses Übergiessen – auch „Basten“ genannt – gart die Oberseite sanfter mit, unterstützt die Bräunung, verteilt die Hitze besser und macht häufiges Wenden meist überflüssig.

  1. Pfanne leicht ankippen, damit sich Fett und Saft am Rand sammeln.
  2. Mit einem Löffel Butter und Fleischsaft aufnehmen.
  3. Die Oberseite des Steaks übergiessen, ohne das Fleisch zu verletzen.
  4. Wiederholen, bis der gewünschte Gargrad erreicht ist.

Wie gelingt ein Steakhouse-Ergebnis mit kalter Butter?

Wenn du ein Ergebnis wie im Steakhouse anstrebst, zählt vor allem das Zusammenspiel aus passendem Zuschnitt, sehr hoher Hitze und dem richtigen Einsatz der kalten Butter. Schnitte mit guter intramuskulärer Fettstruktur reagieren besonders dankbar auf kräftiges Anbraten und anschliessendes Übergiessen mit Butter und Bratensaft – etwa Rumpsteak, Rib-Eye, Striploin oder Entrecôte.

Nach dem intensiven Bräunen und dem Basten sollte das Steak ausserhalb der Pfanne noch einige Minuten ruhen, am besten an einem leicht warmen Ort. In dieser Zeit verteilen sich die Fleischsäfte wieder im Inneren, statt beim Anschneiden direkt auszutreten. Genau dieses Ruhen sorgt für ein saftiges, zartes Inneres – und macht den Trick mit kalter Butter zu einem praktischen Mittel, um Steak zu Hause spürbar aufzuwerten.


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