Noch hatte ich keine Gelegenheit, den Denza Z9 GT zu fahren. Ein kurzer statischer Eindruck hat jedoch gereicht, um zu merken: Dieses Modell könnte für Gesprächsstoff sorgen. Nicht so sehr wegen der Optik, die vor allem durch ihre Abmessungen auffällt, sondern vor allem wegen der Technik. Doch der Reihe nach.
Denza ist eine Marke, die gemeinsam von BYD und Mercedes-Benz aufgebaut wurde. Über fast 10 Jahre hinweg fand ein Technologietransfer zwischen beiden Unternehmen statt. Da Denza jedoch lange Zeit nicht die erhofften Ergebnisse lieferte, verkaufte die deutsche Marke ihren Anteil – möglicherweise zu früh.
2024 präsentierte Denza den Z9 GT. Ein Modell, das noch in diesem Jahr auf europäischen Strassen auftauchen könnte – vollgepackt mit Technologien, die die Konkurrenz auf dem „Alten Kontinent“ in dieser Form noch nicht anbietet:
Das beste chinesische Auto der Gegenwart
Wie ich im hervorgehobenen Video erläutere, hat mich vor allem die Art beeindruckt, wie konsequent die Technik in diesem Fahrzeug zusammengeführt wird. Der Z9 GT ist mit einer ganzen Batterie an Sensoren ausgerüstet: LiDAR, 360°-Kameras, Gesichtserkennung sowie Kurz- und Langstreckenradare. In dieser Dichte ist das vermutlich das Beste, was die chinesische Autoindustrie aktuell auf die Räder stellt.
Denza Z9 GT: Sensorik und Fahrassistenz im Verbund
All das mündet in ein Fahrerassistenzpaket, das eine teilautomatisierte Fahrt (Level 2+) in Aussicht stellt. Dazu kommen eine Luftfederung mit elektronischer Regelung und ein automatischer Parkmodus.
Komfortdetails, die auffallen
Ebenfalls an Bord: automatische Türen – und zwei Kühlschränke. Ja, zwei Kühlschränke.
Supercar-Performance
Beim Europa-Start soll der Denza Z9 GT in zwei Ausführungen angeboten werden: 100% elektrisch sowie als Plug-in-Hybrid (PHEV). Die vollelektrische Variante nutzt drei Motoren und kommt insgesamt auf 965 PS.
Mit dieser Konfiguration und einer Blade-Batterie (LFP) mit 100,1 kWh beschleunigt der Z9 GT in 3,4s von 0 auf 100 km/h und erreicht 630 km Reichweite – gemäss dem eher grosszügigen CLTC-Zyklus.
Beim Plug-in-Hybrid (PHEV) mit der Bezeichnung „Super DM“ wird ein 2.0 Turbo (207 PS) mit drei Elektromotoren kombiniert, was in 860 PS Systemleistung resultiert.
Hier fällt die LFP-Batterie mit „nur“ 38,5 kWh aus. Das reicht für rund 201 km elektrische Reichweite, erneut nach CLTC – was sich nach europäischen Standards voraussichtlich in etwa 160 km übersetzen dürfte.
Mit knapp 1 000 PS in der E-Version und 860 PS im PHEV dürfte dieses Premium-Modell aus dem BYD-Universum auf der Strasse Eindruck hinterlassen. Solche Werte waren bislang vor allem Hochleistungsfahrzeugen vorbehalten.
Schon bald sollen wir den Z9 GT fahren können – bleibt auf dem YouTube-Kanal von Razão Automóvel dran.
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