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Mazda CX-7 Diesel: Neustart mit Feinschliff

Roter Mazda CX-7 Diesel SUV in einem hellen Autohaus mit glänzendem Lack und modernen Scheinwerfern.

2007, als der Crossover-Markt plötzlich explodierte wie eine neu entdeckte Galaxie, brachte Mazda den CX-7 an den Start. Dumm nur, dass er sich mit seiner reinen Benziner-Ausrichtung eine ziemlich spezielle Nische suchte – und zwar eine, die sowohl beim Verbrauch als auch beim Geldbeutel kräftig zulangte. Jetzt, zu Beginn eines neuen Jahrzehnts, hat Mazda umgedacht: Der Benziner ist komplett gestrichen, an seine Stelle tritt diese Dieselversion – und nebenbei wurde die Optik noch leicht nachgeschärft.

Antrieb: 2,2-Liter-Diesel aus dem Mazda6

Der 2,2-Liter-Motor stammt aus dem Mazda6. Beim ersten Kontakt klingt er anfangs etwas rau und kantig, wird aber mit zunehmender Fahrt kultivierter. Direkt nach dem Start gibt’s ein deutliches, hartes Nageln, das sich mit steigender Temperatur spürbar beruhigt.

Nach dem Hochschalten kann der CX-7 kurzzeitig zäh wirken, und die Gangwechsel fühlen sich nicht so geschmeidig an, wie man es sich wünscht. Bleibt man jedoch vor allem im dritten und vierten Gang, wirkt der Antrieb ziemlich schnell wacher und insgesamt lebendiger.

Fahrverhalten und Komfort im Mazda CX-7

Wie schon beim Vorgänger fährt sich der CX-7 eher wie ein normales Auto als wie ein typischer Geländewagen. Der hohe Fahrzeugboden und das vergleichsweise niedrige Dach halten Fahrer und Passagiere angenehm „eingepackt“, sodass sich der Wagen nicht schwerfällig anfühlt.

Auch in Bewegung kaschiert er seine Abmessungen ordentlich: Vorne arbeitet eine Einzelradaufhängung, hinten ein Multilenker-Setup – und genau diese Kombination sorgt dafür, dass er komfortabel federt, ohne dabei schwammig zu wirken. Gleichzeitig verträgt er auch ein zügigeres Tempo.

Ausstattung: alles serienmässig, kaum Optionen

Über Motor und Fahrwerk zu reden, verfehlt fast die eigentliche Nachricht: die Aufpreisliste – oder besser gesagt, ihre Abwesenheit. Statt sich durch Extras zu klicken, ist praktisch alles bereits Serie: Ledersitze rundum (beheizt und elektrisch verstellbar), Tempomat, elektrisch anklappbare Aussenspiegel, Bluetooth, eine Rückfahrkamera sowie ein Navigationssystem.

Ganz perfekt ist nicht jedes Detail: Die Spracherkennung von Bluetooth verlangt womöglich nach Ihrem allerbesten Akzent, und die am Lenkrad sitzenden Tasten fürs Navi sind so knifflig wie das Cockpit eines Jumbojets. Das sind aber genau die Eigenheiten, die man mit der Zeit in den Griff bekommt, wenn das Auto zum Alltag gehört.

Preis und Konkurrenz

Entscheidend ist: Mazda ruft dafür £25,785 auf. Wer Wettbewerber in vergleichbarer Weise ausstattet – etwa einen Land Rover Freelander oder vielleicht einen BMW X1 – landet schnell in Regionen um £30k.

Klar, die Materialien wirken nicht so edel wie bei BMW, doch billig kommt der CX-7 keineswegs rüber. Es ist ein bisschen wie der Unterschied zwischen einem Pullover von M&S und einem Kaschmirpulli: beides ist ziemlich schick, und beides schlägt einen günstigen, glänzenden Fummel von Primark deutlich.

Design-Update und Absatz

Die Änderungen am Exterieur lassen sich schnell abhaken, weil sie den Aufwand kaum wert sind: ein grösserer Kühlergrill, hier und da etwas mehr Chrom, ein grösserer Spoiler und ein neues Felgendesign.

Trotz dieser eher lustlosen Modellpflege sieht es so aus, als hätte Mazda den CX-7 erfolgreich „defibrilliert“, bevor er peinlich unterging. Vom alten Benziner wurden in zwei Jahren gerade einmal 1,350 Exemplare verkauft. In seinem ersten Monat im Handel haben bereits 110 dieser neuen Diesel einen Käufer gefunden. Hält das Tempo, könnte er die Verkäufe des Vorgängers problemlos verdoppeln – und sich in diesem vollen, gnadenlosen Markt wieder einen Platz erarbeiten.

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