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Xpeng G6: 451 kW Laden und 42 990 € – unsere Erwartungen vor dem Test

Weißes Elektroauto XPeng G6 vor Ladestation in moderner, heller Ausstellungshalle

Xpeng macht seinen SUV G6 noch attraktiver: Neben einem dezent überarbeiteten Auftritt verspricht der Chinese blitzschnelles Laden und setzt bei Software konsequent auf künstliche Intelligenz. Für 42 990 € bleibt der Einstiegspreis dabei weiterhin knapp kalkuliert. Das sind unsere Erwartungen vor dem Test.

Ein „Stromtank“ in weniger als 12 Minuten klingt wie Wunschdenken – genau damit wirbt jedoch der neue Xpeng G6. In der aufgefrischten Version soll der chinesische SUV am DC-Schnelllader bis zu 451 kW aufnehmen können. Damit wären 10 bis 80 % Akkustand im Handumdrehen erreicht. Auf dem europäischen Markt wäre das ein echter Bestwert – und könnte dem Tesla Model Y umso mehr wehtun, weil auch der Preis konkurrenzfähig wirkt.

Stormtrooper-Optik und Minimalismus: Xpengs Design-Wette gegen Tesla

Dass sich der Xpeng G6 optisch bei Tesla bedient, lässt sich kaum leugnen. Trotzdem setzt er eigene Akzente, um nicht als Kopie dazustehen. Vorne trägt er ein schmales Leuchtband; die glatte, aufgeräumte Front erinnert stark an das „Gesicht“ eines Stormtroopers. Auch die Seitenflächen bleiben sauber gezeichnet und verzichten weitgehend auf scharfe Kanten. Hinten geht es ähnlich weiter: besonders schmale Rückleuchten prägen das Heck.

Dieses „Space“-Thema zieht sich in den Innenraum hinein, der bewusst maximal entschlackt wurde. Alles wirkt sehr minimalistisch – teils so sehr, dass es auch etwas langweilig rüberkommen kann. Geboten werden ein geradliniges Armaturenbrett, ein zentraler Touchscreen, ein digitales Kombiinstrument, eine schwebende Mittelkonsole, ein Panoramadach und viel Platz. Positiv: Die Verarbeitungsqualität macht insgesamt einen guten Eindruck. Weniger schön: Es gibt kein Handschuhfach.

800V-Laden: So gewinnt der Xpeng G6 in 15 Minuten rund 350 km Reichweite

Wenn der G6 beim Look nicht bei jedem sofort Begeisterung auslöst, dann spätestens an der Schnellladesäule. Dank 800V-Plattform und bis zu 451 kW DC-Ladeleistung soll er im Alltag fast so unkompliziert sein wie ein Verbrenner. Wir haben das bereits an einem Rasthof erlebt – und tatsächlich: Das Tempo ist regelrecht beeindruckend, zumal die Ladekurve kaum einbricht. Selbst ein Tesla Model Y wirkt daneben abgehängt.

Das entspräche nahezu 350 km Autobahn-Reichweite, die in einer Viertelstunde nachgeladen werden… Voraussetzung ist allerdings, dass man überhaupt Lader findet, die die vom Hersteller genannten Werte annähernd ausreizen können. Ionity installiert aktuell Standorte mit bis zu 600 kW pro Ladepunkt, doch solche Säulen sind bislang noch ausgesprochen selten. Heisst: Für das volle Potenzial der Ultra-Schnellladung braucht es noch etwas Geduld – dann könnte die Sorge um „verlorene Zeit“ am Schnelllader deutlich schrumpfen.

Xpeng G6 und Tesla Model Y: der Zahlenvergleich

Merkmal Xpeng G6 Grande Autonomie Tesla Model Y Grande Autonomie
Leistung 295 PS Rund 300 PS
Reichweite 525 km 609 km
Max. DC-Ladeleistung 451 kW 250 kW
Preis 46 990 € 46 990 €

Xmart OS: Kann chinesische KI Teslas Autopilot wirklich vergessen machen?

Xpeng investiert massiv in Software, um sich über Technik und Funktionen zu profilieren. Der aktuelle G6 bringt dafür Xmart OS mit, eine Oberfläche, die sich an Nutzergewohnheiten anpassen soll. Mit künstlicher Intelligenz im Rücken kann die Sprachsteuerung viele Aufgaben übernehmen und per Over-the-Air-Updates weiter verbessert werden – genauso wie die Assistenz für automatisiertes Fahren, Xpilot Assist. Das ist auch nötig, denn wir fanden das System bislang eher… ausbaufähig.

Im Test werden wir das offen ansprechen, weil die teils wenig vertrauenerweckenden Reaktionen nicht unter den Tisch fallen dürfen. Mit Teslas Autopilot ist das nicht vergleichbar. Bis dahin bleibt festzuhalten: Der 15,6-Zoll-Touchscreen läuft mit dem Qualcomm Snapdragon 8155, was für ansehnliche Grafik und hohe Bedienflüssigkeit sorgt. Die Menüvielfalt ist allerdings riesig – was die Bedienung komplizierter machen kann, zumal physische Tasten Mangelware sind.

Der Kampfpreis von 42 990 €: Warum die Serienausstattung des G6 die Konkurrenz alt aussehen lässt

Neben dem Schnellladen ist der Preis der zweite klare Trumpf des Xpeng G6. Das besonders straffe Niveau dürfte viele Interessenten anziehen. Schon die Basisversion für 42 990 € wirkt keineswegs spartanisch: Die Reichweite liegt bei 470 km, und die Schnellladeleistung erreicht 382 kW am DC-Lader. Bei der Ausstattung wird es dann richtig auffällig – denn Aufpreise sind laut Konzept nicht nötig. Bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie gern andere Hersteller selbst Kleinigkeiten extra berechnen.

Zur Serienausstattung zählen Nappa-Leder, vorne beheizte, massierende und belüftete Sitze, die autonome Fahrfunktion, schlüsselloser Zugang und Start, ein Panoramadach, eine 360°-Kamera, 20-Zoll-Felgen, ein Audiosystem mit 16 Lautsprechern und mehr. Die weiteren Varianten steigen in 4 000-€-Schritten: 46 990 € für die Version Grande Autonomie, danach 50 990 € für das Performance-Modell mit 485 ch…

Würden Sie den Schritt wagen und das Tesla Model Y zugunsten der Blitzladung dieses Xpeng G6 links liegen lassen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung – wir greifen sie in unserem Test auf, der am Sonntag um 12 Uhr erscheint!

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