Die zweite Generation des Hyundai KAUAI markiert eine klare Neuausrichtung: Das Modell ist in allen Abmessungen gewachsen, wirkt auf der Straße präsenter und vor allem deutlich erwachsener. Davon profitieren Platzangebot und Alltagsnutzen spürbar – und auch die wahrgenommene Qualität legt zu, sowohl bei den Materialien als auch bei der verfügbaren Technik.
Trotz dieses Entwicklungsschritts bleibt eine der größten Stärken erhalten: die breite Auswahl an Antrieben. Weiterhin gibt es den KAUAI als Benziner (T-GDI), als Hybrid (HEV) und als vollelektrische Variante (EV). Damit lässt sich ein und dasselbe Auto an sehr unterschiedliche Nutzungsprofile anpassen. Genau daraus ergibt sich die zentrale Frage: Welcher KAUAI ist der richtige für mich?
In diesem Kaufguide von Razão Automóvel haben wir die drei Antriebsvarianten des südkoreanischen SUV zusammen betrachtet, damit klarer wird, welcher KAUAI sich am sinnvollsten kaufen lässt.
Was alle Hyundai KAUAI verbindet
Unabhängig davon, welcher Antrieb gewählt wird, teilen sich alle drei Versionen wesentliche Stärken. Durch das Wachstum in der zweiten Generation gibt es in der zweiten Sitzreihe spürbar mehr Bewegungsfreiheit. Dazu kommt ein großzügiger Kofferraum mit 466 Litern – ein in dieser Klasse sehr konkurrenzfähiger Wert.
Beim Hyundai KAUAI EV (100% elektrisch) kommen zwei spezifische Vorteile hinzu: Es gibt keinen Mitteltunnel, was besonders dem mittleren Fondpassagier zugutekommt, und unter der Fronthaube stehen zusätzlich 27 Liter Stauraum zur Verfügung.
Auch der Innenraum folgt einem modernen Konzept, und die Verarbeitung liegt klar über dem Niveau des Vorgängers. Die Digitalisierung ist sichtbar: Das Cockpit wird von zwei nebeneinander angeordneten, panoramatisch wirkenden Displays geprägt, jeweils mit 12,3″. Gleichzeitig hat Hyundai die physischen Tasten für häufig genutzte Funktionen – etwa die Klimatisierung – nicht gestrichen.
Serienmäßig an Bord sind zudem kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, das Assistenzpaket Hyundai Smart Sense sowie Over-the-Air-Updates.
Ebenfalls für alle KAUAI (und andere Hyundai-Modelle) gilt eine allgemeine Garantie von sieben Jahren – eine der längsten am Markt. Beim KAUAI EV ist die Batterie für acht Jahre oder 160 000 km abgesichert.
Natürlich unterscheiden sich die Ausstattungen je nach Version, etwa bei Design-Details oder bestimmten Verkleidungen. Im Kern ist das Angebot jedoch bei allen gleich ausgerichtet: Komfort, moderne Technik und insgesamt ein deutlich reiferes Gesamtgefühl.
Antriebe und Preise im Vergleich
Die Unterschiede zwischen den drei Hyundai KAUAI liegen vor allem unter der Haube – und entsprechend beim Preis. Dass Hyundai die Wahl zwischen mehreren Antriebsarten ermöglicht, ist kein neues Konzept: Schon die erste KAUAI-Generation bot diese Bandbreite, und sie bleibt auch in Generation zwei erhalten.
Den Einstieg bildet der Hyundai KAUAI 1.0 T-GDI (Benziner mit Handschaltung) ab 28 170 Euro. Das ist die unkomplizierte Option für alle, die ein kompaktes SUV für gemischte Nutzung suchen – ohne sich mit Laden oder dem Umstieg auf neue Antriebskonzepte beschäftigen zu müssen. Die angegebenen Verbräuche fallen moderat aus (5,7 l/100 km angegeben), und der geringere Anschaffungspreis ist ein wichtiges Argument.
Als besonders vielseitig positioniert sich der KAUAI HEV, der bei 34 050 Euro startet. Sein Hybridantrieb spielt vor allem im Stadtverkehr seine Stärke aus, wo sich der Verbrauch deutlich senken lässt (4,7 l/100 km angegeben). Gleichzeitig bleibt die volle Flexibilität für längere Fahrten erhalten. Damit ist er vor allem für Menschen interessant, die viel in der Stadt unterwegs sind, aber nicht – oder nicht zuverlässig – von Steckdosen abhängig sein möchten.
Der Hyundai KAUAI EV beginnt bei 36 150 Euro und ist die technologischste sowie effizienteste Auslegung. Zur Wahl stehen zwei Batterien mit 48,4 kWh oder 64,8 kWh; in der Version mit dem größeren Akku sind bis zu 509 km Reichweite möglich. Schnelles Laden mit 100 kW Gleichstrom sowie die niedrigeren Betriebskosten machen ihn besonders attraktiv für alle, die einfach Zugang zu Lademöglichkeiten haben und regelmäßig Kilometer abspulen.
Welche Version würden wir wählen?
Auf den ersten Blick wirken die drei Hyundai KAUAI sehr ähnlich – in der Realität trennen sie jedoch deutliche Charakterunterschiede. Wie ihr im Video oben sehen könnt, haben wir nach den Fahrten mit allen drei Varianten den KAUAI EV bevorzugt. Ja, er ist die teuerste Option und bringt für manche auch deutliche Einschränkungen mit, zugleich ist er aber am kultiviertesten, liefert die besten Fahrleistungen und kommt dabei mit den niedrigsten Verbräuchen aus.
Mit der größeren Batterie ist die Reichweite inzwischen komfortabel genug, um auch längere Strecken realistischer anzugehen – damit wird der KAUAI EV zur rundesten Lösung für den Alltag. Zusätzlich punktet er bei den Nutzungskosten… und zwar mit großem Abstand.
Das liegt einerseits an der Befreiung von der IUC (jährliche portugiesische Kfz-Steuer) und andererseits an den sehr niedrigen Ladekosten – vorausgesetzt, es kann zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden. Wird das Fahrzeug über ein Unternehmen angeschafft, kann der elektrische Hyundai KAUAI zudem sämtliche verfügbaren steuerlichen Vorteile nutzen, was ein klarer Pluspunkt ist.
Dennoch bleibt der KAUAI HEV eine ausgesprochen rationale Wahl für alle, die effizient unterwegs sein wollen, ohne Gewohnheiten ändern zu müssen. Und der KAUAI als Benziner ist weiterhin stimmig für Käuferinnen und Käufer, die vor allem auf einen günstigen Einstiegspreis und maximale Einfachheit setzen.
Am Ende ist genau das die große Stärke des Hyundai KAUAI: Für nahezu jede Art der Nutzung gibt es eine passende Version. Entscheidend ist weniger das Auto selbst als die Frage, wie man es im Alltag wirklich einsetzen möchte.
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