Seit die Vorbestellungen zu Jahresbeginn gestartet sind, treffen nun die ersten Exemplare des Volkswagen Tayron in unserem Markt ein.
Als neues, stärker auf Familie ausgerichtetes SUV positioniert Volkswagen den Tayron gegenüber dem Tiguan, mit dem er sich die Plattform teilt, vor allem über mehr Platz an Bord und – je nach Ausführung – eine maximale Bestuhlung mit sieben Sitzen.
Der Tayron soll den Tiguan Allspace als Nachfolger beerben und dabei näher am europäischen Angebot bleiben. Anders als sein Vorgänger, der in Mexiko gebaut wurde, läuft der Volkswagen Tayron im Stammwerk der Marke in Wolfsburg vom Band.
Den Einstieg bildet eine Variante mit dem 1,5‑Liter‑Benziner 1.5 eTSI (150 PS), kombiniert mit DSG-Automatik und Frontantrieb. Welche weiteren Versionen angeboten werden, ist in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Klasse 1 oder Klasse 2?
Nach Darstellung der Marke ist der neue Volkswagen Tayron nicht einfach nur ein „verlängerter Tiguan“. Bei den Abmessungen zeigt sich das deutlich: Gegenüber dem kompakteren Verwandten legt der Tayron 25 cm in der Länge zu, davon entfallen 11 cm auf den Radstand. In Breite und Höhe fallen die Unterschiede hingegen nur gering aus.
Optisch bleiben die Abweichungen dennoch überschaubar. Sie beschränken sich im Wesentlichen auf das Design von Stossfängern und Leichtmetallrädern sowie auf die Motorhaube. Gerade diese Änderung ist klein, aber entscheidend: Beim Tiguan liegt die Haube tiefer und bleibt damit einen Zentimeter unter der Schwelle, die bei Mautsystemen zwischen Klasse 1 und Klasse 2 trennt.
Beim Tayron sitzt die Motorhaube höher – damit liegt er einen Zentimeter über dieser Grenze und fällt entsprechend in Klasse 2; wer jedoch Via Verde nutzt, wird als Klasse 1 eingestuft.
Sieben Sitze – aber nicht in jeder Version
Ein zentraler Pluspunkt des Volkswagen Tayron (im Vergleich zum Tiguan) ist die Option auf bis zu sieben Sitzplätze im Innenraum. Diese Konfiguration steht allerdings nicht für alle Antriebe zur Verfügung.
Bei den Plug-in-Hybriden verhindert die Position der Systembatterien – sie sitzen unter dem Kofferraumboden – den Einbau einer dritten Sitzreihe. Damit bleibt es dort grundsätzlich bei fünf Plätzen, wie man es auch vom Tiguan kennt, allerdings mit deutlich mehr Raum für Passagiere und Gepäck.
Je nach Sitzkonfiguration lässt sich das Kofferraumvolumen des Tayron von 345 l bis auf 1.915 l variieren. Werden zudem die zweite Sitzreihe umgeklappt und die Lehne des Beifahrersitzes nach vorn gelegt, entsteht Platz für den Transport von Gegenständen mit rund drei Metern Länge.
Motoren für (fast) jeden Geschmack
Beim Volkswagen Tayron reicht die Motorenpalette von Benzin bis Diesel. Je nach Variante sind die Antriebe mit Plug-in-Hybridtechnik oder einer einfacheren 48‑V‑Mild-Hybrid-Lösung kombinierbar. Eine rein elektrische Version wird nicht angeboten – und es gibt auch keine Hinweise darauf, dass eine solche geplant ist.
Leistungsmässig spannt sich der Bogen von 150 PS (1.5 eTSI und 2.0 TDI) bis 272 PS beim stärksten Plug-in-Hybrid der Baureihe. Die zweite Plug-in-Hybrid-Variante kommt auf 204 PS. Beide nutzen eine 25,7‑kWh-Batterie, die eine elektrische Reichweite von bis zu 120 km ermöglicht – oder knapp 850 km kombinierte Reichweite.
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