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Toyota Aygo Crazy: Testbericht aus Top Gear 2008

Weißer Toyota Aygo fährt bei nassem Wetter auf einer Brücke in der Stadt.

Diese Rezension wurde erstmals in Ausgabe 185 des Top Gear-Magazins (2008) veröffentlicht.

Wie der Toyota Aygo Crazy entstand

In den letzten Jahren hatten es die armen Seelen, die bei Toyota in der FEcke fEr BPerformanceD eingesperrt sind, nicht gerade eilig. Seit Celica, MR2 und Supra das Zeitliche gesegnet haben, saBen sie kollektiv auf dem Hintern E vermutlich und falteten Origami-SchwEne.

Bis vor ein paar Monaten ein Toyota-Boss vorbeischlenderte E mit einem Aygo unter dem Arm.

EBDa habt ihrB4s, Jungs. Macht euer Schlimmstes daraus. Dreht durchA2.BC

EBWEas, ein Aygo? KFEnnen wir nicht wenigstens einen Auris bekommen?BC

EBNein. Sonst wEFrde das Wortspiel nicht funktionieren.BC

EBEinen Yaris?BC

EBAuch nicht E ihr bekommt einen Aygo. Aber passt auf: Ihr dFFrft machen, was ihr wollt. Wirklich alles.BC

EBOk, Deal. Wie viele bauen wir denn? Ein paar Tausend, oder?BC

EBC4hm, einen. Sorry. Ran an die Arbeit.BC

Technik: Mittelmotor, Turbo und Verzicht auf Helferlein

Und sie drehten durch E so richtig: Der kleine Aygo bekam Carbonfaser-Teile, Brembo-Bremsen, ein monstrFFses Bodykit, eine verbreiterte Spur und den 1,8-Liter-VVTi-Motor aus dem letzten MR2 E samt neuem Turbokit. Und weil das alles irgendwie schon wieder zu vernFFnftig klang, flogen die RFCkE sitze raus, und der Motor wanderte genau dorthin. Ja: Das hier ist ein mittel-motoriger, heckgetriebener Aygo. Mit 197bhp. So viel versprochenen Snap-Oversteer gab es nicht mehr seit dem Clio V6.

Mit dem Quatsch hFFrt es nicht auf. Die Ingenieure haben auch noch das ESP-System herausgerissen E und gleich die Servolenkung mit. Und den BremskraftverstEFrker. Sie nennen ihn EBein Kart mit DachBC. Wir nennen das: besorgniserregend.

FahrgefFChl im Toyota Aygo Crazy

Trotzdem lEEsst sich der Aygo Crazy erstaunlich manierlich fahren. Klar: Der Frontsplitter schwebt so knapp FCber dem Asphalt, dass du sogar auf gelben Linien Gefahr lEEufst, aufzusetzen. Doch Gas und Kupplung sprechen progressiv an und verzeihen Fehler. Sicher, im Nassen wird es etwas zappelig, wenn du ihn prFCgelst E aber er ist so leicht (der Aygo bringt eine Tonne auf die Waage) und so gesprEEchig, dass er sich gut auf Kurs halten lEEusst.

Das liegt vor allem an der Lenkung E zumindest, sobald du in Fahrt bist E und die ist wirklich ein kleines Wunder. Um die Mittellage herum gibt es einen winzigen Hauch Spiel, doch sobald du in eine Kurve drFCckst, ist sie komplett wach. Porsche-GT2-gut. Du schmeckst den Asphalt FCber die Fingerspitzen. Gut, zum Einparken brauchst du wahrscheinlich einen dreimal-wFFchentlichen Fitnessplan E aber ist es das nicht wert?

Der eigentliche Partytrick des Aygo ist allerdings das groteske Kichern des Turbo-Wastegates. Das ist kein dezentes Zwitschern E es ist ein gewaltiges Wusch, ein reflexartiger Lachanfall, jedes Mal, wenn du vom Gas gehst. Herrlich.

Und genau das ist dieses vFFllig FCberdrehte Auto in einem Wort: SpaDF. Nein, kaufen kannst du den Aygo Crazy nicht E Toyota hat ihn als EinzelstFCck gebaut, als Schaufensterprojekt. Aber er zeigt, dass der grFFDte Hersteller der Welt noch keine Entertainment-Lobotomie hinter sich hat. Als Gesamtpaket ist er viel zu viel E doch ein bisschen von dieser Albernheit wEFrde Toyotas Modellpalette gut tun.

Dann hEEtten diese armen Ingenieure auch wieder etwas zu tun.

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