Eine Plage aus Fliegen und Mücken an den Sandstränden von Porto und Matosinhos setzt den Badegästen zu – viele haben die Strände wegen der starken Belästigung bereits wieder verlassen.
Warum Fliegen und Mücken die Strände von Porto und Matosinhos überrennen
Ausgelöst wird das Phänomen durch Ansammlungen abgestorbener Algen, die an den Strand gespült werden und sich im Sand ablagern. Üblicherweise tritt dieses Problem zwischen Mitte August und September auf, in diesem Jahr kam es jedoch früher.
Grund dafür sind starker Wind und Unterschiede in der Lufttemperatur. Auch das Klimaphänomen El Niño spielt dabei eine Rolle.
Tote Algen am Strand: Erklärung des Hydrobologen Adriano Bordalo e Sá
Laut dem Hydrobologen Adriano Bordalo e Sá gibt es „keine andere Lösung als die physische Entfernung der Algen, die an Land gespült wurden“. Gegenüber dem JN erklärt der ordentliche Professor vom Institut für Biomedizinische Wissenschaften Abel Salazar, dass sich unter Wasser zahlreiche braune und grüne Algen an Felsen festsetzen.
Durch Küstenauftrieb – ausgelöst von starken Strömungen, die wiederum durch die Winde entstehen – lösen sich diese Algen schliesslich von den Felsen.
„Wegen der starken Strömungen, die mit dem Wind und den Temperaturunterschieden zusammenhängen, lösen sich die Algen und werden an den Strand getragen“, sagt Adriano Bordalo e Sá und betont, dass auch El Niño „Einfluss hat“.
Welche Massnahmen helfen gegen die Insektenplage
„Die Lösung ist die tägliche Entfernung der Algen bei Ebbe“, so der Hydrobologe. Er erinnert daran, dass die Strände von Porto – mit Ausnahme des Strands Internacional – in kommunaler Zuständigkeit sind.
„Bei diesen Temperaturen schlüpfen die Eier, die die Fliegen ablegen, wenn die Algenmassen nicht entfernt werden“, was dann zur Entstehung von Mücken führt.
Zusätzlicher Faktor: Möwen und Verunreinigungen
„Neben diesem Problem haben wir auch das mit den Möwen, die überall hinkoten. Die abgestorbenen Algen zusammen mit dem Möwenkot schaffen diesen Nährboden für die Entwicklung der Insekten“, ergänzt Bordalo e Sá.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen