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# Neuer Hyundai Santa Fe: Erste Fahrt und alle Details

Weißer Hyundai Santa Fe-7 SUV im modernen Showroom von vorne rechts sichtbar.

Fest steht: Den neuen Hyundai Santa Fe kann man weder mit seinem Vorgänger noch mit irgendeinem direkten Rivalen verwechseln. Hyundai schlägt beim Exterieur-Design erneut einen unerwarteten Weg ein – und zwar bei einem seiner weltweit bekanntesten Modelle.

Seine Optik wird wohl wie kaum eine andere polarisieren, während Platzangebot und Komfort an Bord eher das Potenzial haben, viele wieder zu versöhnen.

Zu uns kommt der neue Hyundai Santa Fe erst irgendwann im Jahr 2024. Im Rahmen der World Car Awards konnte ihn Guilherme Costa (der einzige Juror aus Portugal) jedoch bereits fahren – und berichtet, was man über die neue Generation des südkoreanischen SUV wissen muss.

Exterior des Hyundai Santa Fe polarisiert, Innenraum überzeugt

Das Aussendesign des neuen Santa Fe dürfte die Meinungen spalten. Statt der rundlicheren Linien des Vorgängers steht nun ein Fahrzeug, das wirkt, als wäre es mit Lineal und Winkel konstruiert worden.

Gerade das Heck sorgt am ehesten für Diskussionen – vor allem wegen der sehr tief platzierten Leuchten. Dahinter steckt allerdings ein praktischer Zweck: Der Zugang zum Kofferraum fällt grosszügiger aus, denn die Breite der Öffnung ist grösser als zuvor.

Auch sonst gibt es draussen einige funktionale Details zu entdecken. Besonders auffällig ist die Öffnung in der C-Säule: Man kann dort die Hand ansetzen und sie als Tritt- bzw. Haltepunkt nutzen, um leichter aufs Dach zu gelangen und dort verstautes Gepäck zu erreichen.

Während das Exterieur polarisiert, dürfte der Innenraum deutlich mehr Zustimmung finden. Die Gestaltung des Armaturenbretts kommt einem von Hyundai bereits bekannt vor: zwei horizontale Bildschirme – Kombiinstrument und Infotainment – direkt nebeneinander. Trotz der klaren Digital-Ausrichtung setzt Hyundai weiterhin auf ein paar klassische Bedienelemente, etwa für die Klimatisierung.

Das zentrale Thema im neuen Hyundai Santa Fe ist jedoch das Raumangebot. Es gibt reichlich Platz für Gepäck und Passagiere – die kantigere, „kubische“ Karosserieform dürfte dazu ihren Teil beitragen. Und das gilt unabhängig von der Sitzreihe – selbst in der dritten Reihe, die üblicherweise eher für Kinder gedacht ist.

Neben dem Platzangebot machte der Innenraum bei dieser ersten Begegnung einen robusten Eindruck – obwohl es sich um ein Vorserienfahrzeug handelte – und er ist mit hochwertig wirkenden Materialien verkleidet.

Dazu kommen mehrere ungewöhnliche Funktionen: etwa ein Audiosystem, mit dem man bis zu den Passagieren in der dritten Reihe sprechen kann, oder ein Fach zur Hygiene-Reinigung von Gegenständen. Im Video zeigt Guilherme diese und weitere Besonderheiten des neuen Hyundai Santa Fe noch genauer.

Kein Sportler, doch die Dynamik überrascht

Der von Guilherme gefahrene Santa Fe war mit einem Hybridantrieb (nicht als Plug-in) unterwegs – im Prinzip derselbe, der auch im Tucson und im aktuellen Santa Fe eingesetzt wird. Er kombiniert einen 1,6 l grossen Vierzylinder-Benziner mit Turbolader mit einem Elektromotor; zusammen ergibt das eine maximale Systemleistung von 230 PS.

Ob dieser Wert beim neuen Santa Fe so bleibt, ist noch offen, denn die Homologation ist noch nicht abgeschlossen. Auf der Angels Crest Highway bei Los Angeles – einer Bergstrasse mit vielen Kurven und Steigungen – machte der Antrieb jedoch eine überzeugende Figur.

Am meisten sticht dennoch die Fahrdynamik hervor. Präzision, direkte Reaktionen und kontrollierte Bewegungen sind Eigenschaften, die man nicht automatisch mit einem siebensitzigen SUV verbindet.

Gleichzeitig schafft er es, diese Direktheit mit hohem Komfortniveau zu vereinen – ein Spagat, der in dieser Fahrzeugklasse nicht selbstverständlich ist.

Endgültiges Urteil muss warten

Diese erste dynamische Ausfahrt mit dem neuen Hyundai Santa Fe hinterliess einen sehr positiven Eindruck und steigert die Erwartungen für einen ausführlicheren Test in Portugal – dann mit mehr Zeit am Steuer.

Ein finales Urteil gibt es vorerst dennoch nicht, weil zwei entscheidende Punkte noch fehlen. Erstens: Welche Verbräuche sind mit diesem gross dimensionierten Hybrid-SUV tatsächlich möglich? Beim Tucson Hybrid fallen sie zwar moderat aus, doch der Santa Fe ist grösser und schwerer.

Zweitens: Wie wird er preislich positioniert sein? Als Orientierung dient der aktuell noch angebotene Hyundai Santa Fe, dessen Hybrid-Version preislich etwas oberhalb von 64.000 Euro startet. Kommt die neue Generation zu einem vergleichbaren Preis?


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