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Volvo V60 Plug-In Hybrid: Familienkombi mit 49 g/km CO2

Weißer Volvo fährt auf kurviger Landstraße mit grüner Landschaft und blauem Himmel im Hintergrund.

Warum der Volvo V60 Plug-In Hybrid trotzdem ein „normales“ Auto ist

Egal, was manche Öko-Aktivisten behaupten: Autos wie der Volvo V60 Plug-In Hybrid zeigen, dass wir noch viele Jahre ganz selbstverständlich „normale“ Fahrzeuge fahren können. Denn hier steht ein echter Familienkombi, der den Sprint von 0 auf 100 km/h in 6,9 Sekunden schafft, dabei aber nur 49 g/km CO2 ausstösst und auf einen Verbrauch von etwa 1,9 l/100 km (rund 150 mpg) kommen soll.

Antriebskonzept: Diesel vorn, E-Motor hinten

Wer sich bei Elektroautos vor der Reichweite fürchtet, bekommt beim V60 eine kurze Nachhilfestunde. Das System kombiniert zwei Antriebe: vorn arbeitet ein klassischer D5-2,4-Liter-Diesel, dazu sitzt an der Hinterachse ein 69-PS-Elektromotor – im Prinzip wie bei einem üblichen Hybrid.

Der entscheidende Unterschied: Das kräftige Batteriepaket lässt sich zusätzlich über das Stromnetz laden. Ist der Akku voll, kann der V60 rein elektrisch bis zu 97 km/h fahren – und das über 48 km.

Elektrisch fahren: leise, aber nicht langsam

Genau hier wird der Schwede besonders überzeugend. Im Elektrobetrieb bleibt der V60 nicht nur komplett leise, er lässt sich auch ordentlich beschleunigen, ohne dass der Diesel sofort anspringt. Rechts neben den Instrumenten zeigt ein übersichtliches Diagramm, wie viel Leistung im reinen E-Modus möglich ist: Solange man in der blauen Eco-Zone bleibt, fährt der V60 ausschliesslich elektrisch.

Mit zunehmender Strecke nimmt die Batterieleistung naturgemäss ab – entsprechend schrumpft die blaue Zone Schritt für Schritt, bis sie am Ende ganz verschwindet. Dann muss der Diesel übernehmen.

Wenn der Diesel übernimmt: Leistung da, Kultur weniger

Früher greift der Selbstzünder ein, wenn man per Kick-down im Automatikgetriebe volle Leistung abruft und die kombinierten 272 PS sowie 472 lb ft (640 Nm) Drehmoment nutzt. Die zentrale Botschaft bleibt trotzdem: Anders als bei vielen Hybriden kann man diesen V60 weitgehend im gewohnten Fahrstil bewegen, ohne dabei Kohlenwasserstoffe zu verbrennen.

Weniger beeindruckend ist allerdings der Moment, in dem der Diesel tatsächlich aufwacht. Der D5 wirkt dafür schlicht nicht kultiviert genug. Er war noch nie das geschmeidigste Aggregat, doch hier fällt der Kontrast stärker aus, weil auf lautloses Elektrofahren ein brummiger Diesel folgt.

Details im Alltag: kaum auffällig, aber mit Zusatztechnik

Optisch gibt es kaum Hinweise darauf, dass man etwas Besonderes fährt. Auffällig ist vor allem ein zusätzlicher Tankdeckel für den Anschluss des Ladekabels. Eine vollständige Ladung dauert 4,5 Stunden an einer normalen Steckdose.

Im Innenraum kommen drei zusätzliche Tasten am Armaturenbrett hinzu, über die man den Betriebsmodus wählt: Pure, Hybrid oder Power.

Preisfrage und Markteinführung

Und damit bleibt das nicht ganz kleine Problem des Preises. Volvo wollte damals keinen konkreten Betrag nennen – was insofern nachvollziehbar ist, als der Hybrid-V60 erst im November 2012 in den Verkauf gehen sollte. Die Schweden dürften zunächst genau beobachten wollen, wie sich die Hybrid-Diesel von Peugeot und Citroën schlagen, bevor sie sich endgültig festlegen.

Schätzungen gingen von rund £40.000 aus: teuer, aber das gilt auch für andere Öko-Autos. Ein Nissan Leaf liegt bei £30.990 – und mit einem Leaf in der Familie braucht man zusätzlich ein zweites, konventionelles Auto. Der V60 soll dagegen zumindest das eine Fahrzeug sein, das man wirklich allein haben kann.

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