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Aston Martin Valkyrie fährt Bestzeit auf der Top-Gear-Strecke

Grüner Aston Martin Valkyrie Supersportwagen in einem modernen, hellen Showroom.

Ein Auto wie den Aston Martin Valkyrie als „Straßenauto“ zu bezeichnen, ist streng genommen eine ziemlich weit gedehnte Definition. Trotzdem bleibt die nüchterne Tatsache: Das Hypercar aus Gaydon trägt Kennzeichen und darf ganz regulär auf öffentlichen Straßen bewegt werden.

Bestzeit bei den Stig Laps in Dunsfold

So sehr er für den Straßenverkehr zugelassen ist, so klar ist auch, wo er sich wirklich zu Hause fühlt: auf der Rennstrecke – egal auf welcher. Um genau das zu untermauern, musste der Aston Martin Valkyrie in einer weiteren Folge der Stig Laps in Dunsfold auf dem Top-Gear-Kurs zeigen, was er kann.

Dabei ließ der Valkyrie unter anderem den Koenigsegg Jesko Attack und den Ferrari SF90 Stradale hinter sich und sicherte sich am Ende sogar die beste jemals gemessene Zeit für Straßenautos. Mehr noch: Er war damit auch schneller als einige reine Track-Fahrzeuge wie der Caparo T1 oder der Ferrari FXX.

Am Steuer saß der Stig. Für eine komplette Runde auf dem 1,75 Meilen langen Layout (rund 2,8 km) brauchte der Aston Martin Valkyrie lediglich 1min09,6s – und setzte den Jesko Attack damit um 1,3s auf Abstand. Das Ergebnis zeigt eindrucksvoll: Auch wenn er auf der Straße legal ist, wurde dieses britische Hypercar in seinem Wesen eindeutig für die Piste gebaut.

Technik und Aerodynamik des Aston Martin Valkyrie

Unter der Haube arbeitet ein frei saugender 6,5-l-V12, den Cosworth entwickelt hat und der bis 11 000 U/min dreht. Zusätzlich unterstützt ein Elektromotor – zusammen liefern beide Antriebe maximal 1155 cv (und 924 Nm).

Dass Adrian Newey für das Konzept verantwortlich zeichnet, erklärt auch den kompromisslosen Charakter der Form: Die extremen Linien sind nicht Show, sondern funktional – bis zu 1100 kg Abtrieb (downforce) sind der Grund dafür.

Doch selbst mit viel Erfahrung am Lenkrad ist der Aston Martin Valkyrie alles andere als ein gutmütiges, leicht zu fahrendes Auto. Er wirkt ständig am Rand des Chaos und klebt dennoch am Asphalt – mit dieser besonderen Atmosphäre, dass jede Kurve zugleich ein Versuch an den Grenzen der Physik und am eigenen Mut ist.

Rekordtabelle

Unweigerlich stellt sich die Frage, was die reine Streckenversion – der Valkyrie AMR Pro – auf genau diesem Kurs anstellen könnte. Zu den wenigen Modellen, die überhaupt realistisch versuchen könnten, den Valkyrie zu entthronen, zählen der Mercedes-AMG One, aber auch der Ferrari F80.

Trotz dieses Meilensteins bleibt der Abstand zum absoluten Rekord auf der Top-Gear-Strecke jedoch deutlich. Bereits 2004 fuhr der Formel-1-Renault R24 mit V10-Motor eine Zeit von 59 Sekunden. Diese Marke liegt für Straßenautos – selbst für die extremsten – weiterhin außerhalb der Reichweite.

Ein weiterer „Kandidat“ jenseits der üblichen Regeln ist der McMurtry Spéirling: ein kleines elektrisches Einsitzer-Fahrzeug, das überall für Aufsehen sorgt, ob beim Goodwood Hillclimb oder auf beliebigen Rennstrecken.

Vorerst gehört der Titel des Königs der Strecke unter den Straßenautos dennoch – völlig verdient – dem Aston Martin Valkyrie, einer echten technischen Meisterleistung, die das Konzept „Straßenauto“ auf ein neues Niveau hebt.


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