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Ford Mustang GTD: der radikalste Mustang aller Zeiten

Blauer Ford Mustang GTD Sportwagen mit großen Felgen und Heckspoiler in einer Ausstellungshalle.

Ford Performance überlässt seine Lorbeeren selten anderen – egal ob als Pocket Rocket wie der Fiesta ST, als Supersportler wie der GT oder als nahezu unverwüstlicher Pick-up wie der Ranger Raptor: Der Mustang GTD bringt alles mit, um eine aussergewöhnliche Maschine zu werden.

Beim bislang extremsten Mustang bleibt es nicht bei ein bisschen Optik. Die Eingriffe am Mustang GTD gehen richtig tief – auf einem Niveau, das man etwa von einem 911 GT3 RS kennt – und sind geeignet, „die Wellen zu schlagen“ und die Porsche-Ingenieure im Kopf rechnen zu lassen.

Guilherme Costa konnte im Rahmen seiner Rolle als Juror bei den World Car Awards auf der Los Angeles Auto Show mit dieser Maschine „auf Tuchfühlung“ gehen. Im Video gibt es die Details.

Was ist der Ford Mustang GTD?

Der Mustang GTD ist die ultimative Ausbaustufe des Pony Car und verwischt die Grenze zwischen Strassenauto und reinem Track-Tool – Ford meint es ernst.

Ford hat dem Chassis die besten verfügbaren Komponenten gegönnt. Vom „normalen“ Mustang ist im Grunde nur noch das (stark überarbeitete) Erscheinungsbild übrig geblieben – alles andere? Abgehakt.

Wer die vollständigen technischen Daten will, schaut sich das Video oben an oder liest den Artikel weiter; in den nächsten Absätzen gibt es eine Zusammenfassung, die Lust auf mehr machen soll.

Fahrwerk und Technik des Ford Mustang GTD

Schon beim Chassis wird klar, dass hier nichts beim Alten bleibt: Es wurde komplett neu gedacht. Die Vorderradaufhängung lässt kaum noch Rückschlüsse auf die Basis zu – doch besonders hinten zeigt sich der Aufwand der US-Marke. Dort kommt ein Pushrod-System zum Einsatz, wie man es beispielsweise aus der Formel 1 kennt. Zusätzlich ist das Fahrwerk nun aktiv ausgelegt.

Getriebe, Gewichtsverteilung und Transaxle-Konzept

Auch beim Antriebslayout hat Ford umgebaut: Das Getriebe sitzt nicht mehr direkt am Motor, sondern ist an die Hinterachse gewandert, um die Gewichtsverteilung zu optimieren – es handelt sich jetzt um ein Transaxle.

Eine „Handschaltung“ kann man dabei vergessen: In einem Auto, das auf der Rennstrecke funktionieren soll, zählt jede Zehntel. Entsprechend setzt der Mustang GTD auf ein Achtgang-Doppelkupplungsautomatikgetriebe.

Kompressor-V8: 5,2 l, über 800 cv und 7500 rpm

Das Sahnehäubchen – oder besser: das, was unter der Haube steckt – ist der V8 mit Kompressoraufladung. Etwas anderes kam praktisch nicht infrage. Er hat 5,2 l Hubraum und leistet über 800 cv.

Dazu dreht das Aggregat bis 7500 rpm und liefert eine Klangkulisse, in der das Pfeifen des Kompressors und eine Titan-Abgasanlage die Hauptrollen übernehmen.

Geradeaus schnell – aber was passiert in den Kurven?

Mit dieser Leistung bleiben auf der Geraden kaum Fragen offen: Der Ford Mustang GTD dürfte dem Porsche 911 GT3 RS spürbar in den Rücken fallen. Entscheidend ist nun, ob das Gesamtpaket, das Ford Performance diesem Super-Mustang mitgegeben hat, in den Kurven ebenfalls mithalten kann.

Aber das Schlimmste …

Wie zu erwarten, hat dieser Super-Mustang auch einen Super-Preis: In den USA startet er bei 275 mil euros. Würde er nach Portugal kommen, würde er mit dem grossen 5,2-l-V8 die Marke von 400 mil euros überschreiten.

Und selbst das ist noch nicht das eigentliche Problem. Denn der Preis des Ford Mustang GTD ist nicht das Bitterste – bitter ist vielmehr der Preis dafür, dass dies sehr wahrscheinlich der letzte Ford Mustang mit Verbrennungsmotor sein wird. Und selbst mit einem Koffer voller Geld ist es womöglich nicht getan.

Preis, Stückzahl und Auslieferungszeitraum

Der Grund: Die Produktion soll auf rund 1000 Exemplare limitiert werden (noch zu bestätigen), und Ford will die künftigen Besitzer selbst auswählen. Die ersten Fahrzeuge werden erst Ende 2024 oder Anfang 2025 ausgeliefert.

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