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Mazda CX-30 e-Skyactiv-X im Test: Sparsam wie ein Diesel?

Roter Mazda CX-30 X SUV steht in hellem Showroom vor großen Fenstern mit Stadtblick.

Nachdem wir den Mazda CX-30 bereits mit den Skyactiv-G-Motoren in den Varianten mit 122 PS und 150 PS getestet haben, ist nun das „revolutionäre“ e-Skyactiv-X an der Reihe.

Als „ein Benzinmotor, der wie ein Diesel funktioniert“ beschrieben, bleibt der e-Skyactiv-X eine echte „Ansage“ in einer Zeit, in der viele Hersteller bei Verbrennern eher auf die Bremse treten.

Wer verstehen möchte, wie der stärkste Motor im CX-30 technisch arbeitet, sollte diesen Artikel lesen. Hier geht es jedoch vor allem darum, ob er im „echten Leben“ tatsächlich so sparsam ist, wie es das Konzept verspricht.

Wie ein Diesel? Eher nicht

Schon beim Starten wird klar: Unter der Haube steckt ein Benziner. Das verrät vor allem das fehlende, typische Nageln, das man von Dieselmotoren kennt.

Sobald der CX-30 rollt, wirkt der e-Skyactiv-X im Charakter wie ein Saugmotor – auch wenn ein kleiner Kompressor an Bord ist.

Die 186 PS liegen bei 6000 rpm an, das maximale Drehmoment von 240 Nm bei 4000 rpm. Das sind Drehzahlbereiche, die man eher von Motoren ohne klassische Aufladung erwartet. Der Motor dreht willig hoch und klingt dabei angenehm – aber „es ist nicht alles Gold, was glänzt“.

Der Grund: Die sehr lange Übersetzung des handgeschalteten Sechsganggetriebes nimmt dem Motor spürbar Spontaneität. Während die ersten beiden Gänge noch passend abgestuft sind, fallen die Übersetzungen ab dem dritten Gang besonders lang aus. Dadurch wirkt der e-Skyactiv-X im Alltag weniger kräftig, als er tatsächlich ist.

Am deutlichsten zeigt sich das bei den Zwischenspurts. Mehr als einmal musste ich für Überholmanöver um mehr als eine Fahrstufe zurückschalten – und dabei mehr „rechnen“ als man es in einem Auto mit fast 200 PS erwarten würde.

Unterm Strich gibt es jedoch keinerlei Kritik am Getriebe selbst: Das mechanische Gefühl und die kurzen Schaltwege sind hervorragend und machen diese Handschaltung zu einer der Referenzen der Branche.

Verbraucht er wirklich so wenig wie ein Diesel?

An dieser Stelle liegt der Gedanke nahe: Die lange Übersetzung hilft doch beim Verbrauch. In der Praxis hat sich das für mich nicht ganz bestätigt. Weil man öfter zum Schalthebel greifen muss, läuft der Motor gerade im Stadtverkehr häufig nicht im optimalen Bereich – und das sieht man beim Verbrauch.

In der Stadt pendelte sich der Schnitt trotz 24-V-Mild-Hybrid-System bei 7-7,5 l/100 km ein. Auch auf kurvigen Strecken zeigte sich, dass die lange Abstufung es dem Getriebe nicht leicht macht, den e-Skyactiv-X schnell „aufzuwecken“.

Am besten passte dieses „Zusammenspiel“ dann auf der Autobahn und auf den Landstrassen im Alentejo.

Dort konnte der e-Skyactiv-X dank der langen Übersetzung bei niedrigeren Drehzahlen laufen – leise, ruhig und angenehm. Gleichzeitig waren Verbräuche von 5-5,5 l/100 km möglich.

Der Test bestand allerdings nicht nur aus „freien Strecken“ und Autobahnetappen. Entsprechend stand am Ende im Bordcomputer ein Gesamtschnitt von 6,6 l/100 km.

Das ist kein schlechter Wert – zumal für einen Benzin-Crossover mit über 180 PS –, er liegt aber nicht so nah an dem, was ein Diesel unter vergleichbaren Bedingungen erreichen kann.

Typisch kompetent

Blendet man den konkreten Motor in diesem Mazda CX-30 einmal aus, bleibt der Japaner in den übrigen Disziplinen „ganz er selbst“.

Der Innenraum tritt weiterhin zurückhaltend und elegant auf, wirkt modern und stimmig und wird von einer Verarbeitungs- und Materialqualität begleitet, die sehr nah an Premium-Angebote heranreicht. Beim Platzangebot im Innenraum liegt der CX-30 dagegen unter dem Segmentdurchschnitt.

Seine stärksten Argumente bleiben aber Fahrgefühl und Handling. Mit einer präzisen, direkten Lenkung und einem sehr interaktiven Fahrwerk gehört der CX-30 zu den fahraktivsten und zugleich reizvollsten Angeboten seiner Klasse.

Und das, ohne auf den Komfort zu verzichten, den ein Fahrzeug bieten muss, das (fast immer) auch Familienpflichten erfüllen soll.

Ist das das richtige Auto für Sie?

Der Mazda CX-30 setzt stärker auf Stil als auf maximale Variabilität und bleibt dennoch ein überzeugendes Angebot im Segment: Er fährt dynamisch sehr stark, auch wenn das Platzangebot unter dem Klassenschnitt liegt.

Gleichzeitig ist die Qualität, die Mazda bei den jüngsten Modellen etabliert hat, klar spürbar. In Bereichen wie Materialanmutung und Solidität der Montage rückt der CX-30 nahe an Premium-Modelle heran und positioniert sich damit als Alternative, die man auf dem Zettel haben sollte.

Zum Schluss bleibt festzuhalten: Trotz der langen Getriebeübersetzung kann der e-Skyactiv-X durchaus sparsam sein – vor allem auf der Autobahn.

Damit ist er besonders interessant für alle, die viele Kilometer abspulen und Diesel nicht „über alles lieben“. Zumal Benzin- und Dieselpreise inzwischen immer näher beieinanderliegen.

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