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Luftwaffe erhält 52. Airbus A400M von Airbus Defence & Space – Modernisierungsprogramm kurz vor Abschluss

Militärische Mitarbeiter laden Fracht aus einem großen Transportflugzeug auf einer sonnigen Startbahn.

Die Luftwaffe steht kurz davor, eines der ehrgeizigsten Modernisierungsvorhaben der jüngeren Vergangenheit abzuschliessen: Nach der Übergabe des 52. Transportflugzeugs Airbus A400M, gefertigt von Airbus Defence & Space, fehlt nur noch eine Maschine, um die ursprünglich bestellten 53 Luftfahrzeuge vollständig zu übernehmen. Damit wird eine taktische Transportflotte weiter gefestigt, die für Logistik- und Schnellverlegeoperationen von NATO und Europäischer Union von zentraler Bedeutung ist.

Lieferung und Fähigkeitsstand (SOC 1 und SOC 2)

Die Auslieferung von Flugzeug Nummer 50, die im August 2025 erfolgte, gilt als wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung des Musters innerhalb der Luftwaffe. Diese Maschine war die erste, die das vollständige Fähigkeitsbündel SOC 1 und SOC 2 an Bord hatte. Dazu zählen Verbesserungen bei Avionik, gesicherter Kommunikation und Missionsführung, kompatibel mit Link 16, sowie Ausrüstung zur Luftbetankung über das Hose Drum Unit-System und Pods an den Tragflächen.

Im November 2025 folgte die Übergabe von Flugzeug Nummer 51, das in Wunstorf eintraf, dem Hauptstandort der deutschen A400M-Flotte. Seit dem Zugang des ersten A400M im Dezember 2014 unterstützt der europäische Hersteller den Betrieb mit umfassender technischer Betreuung, Instandhaltung, Ersatzteilmanagement und Lufttüchtigkeitsüberwachung, um die dauerhafte Verfügbarkeit der Flugzeuge sicherzustellen.

Leistungsdaten und Einsatzspektrum des Airbus A400M

Der A400M bildet das Rückgrat der taktischen Lufttransportfähigkeit der Luftwaffe. Angetrieben von vier TP400-D6-Turboprop-Triebwerken mit zusammen 44.000 PS erreicht er Geschwindigkeiten von bis zu 750 km/h und verfügt über eine Einsatzreichweite von mehr als 8.700 km. Er kann bis zu 37 Tonnen Fracht oder 116 vollständig ausgerüstete Soldatinnen und Soldaten transportieren und ist in der Lage, auch von unbefestigten Pisten mit Längen von nur 750 Metern zu starten und zu landen.

Diese Vielseitigkeit ermöglicht schnelle Verlegeoperationen in Osteuropa und im Baltikum ebenso wie humanitäre Einsätze oder Nachschubmissionen in Regionen wie der Sahelzone, dem Mittelmeerraum oder am Horn von Afrika.

Selbstschutz: J-MUSIC DIRCM von Elbit Systems

Parallel zu den letzten Auslieferungen treibt die Luftwaffe die Integration neuer, in Israel entwickelter Selbstschutzsysteme voran. Im Juli 2025 unterzeichnete Elbit Systems einen Vertrag im Wert von 260 Millionen US-Dollar mit Airbus Defence and Space, um 23 A400M mit dem DIRCM-System (Directional Infrared Countermeasures) J-MUSIC auszurüsten. Nach Freigabe durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) nutzt diese Ausstattung bildgebende Sensoren und Hochleistungslaser, um wärmesuchende Flugkörper zu erkennen und abzulenken. Damit bietet sie eine aktive Abwehr gegen Bedrohungen wie MANPADS.

Ausblick auf A400M Nummer 53 und Rolle in NATO und EU

Mit der bevorstehenden Lieferung des A400M Nummer 53 wird die Luftwaffe eine moderne, interoperable Flotte mit hochmoderner Technologie komplettieren. Das stärkt Deutschlands strategische Lufttransportfähigkeit im Rahmen von NATO und Europäischer Union und unterstreicht die Rolle als wichtiger Bündnispartner für schnelle Reaktionsoperationen und humanitäre Unterstützung angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen der aktuellen internationalen Lage.

Bildnachweis: Airbus Defence and Space.

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