EU-Vorgaben treiben die Elektrifizierung bei Dacia
Mit den zunehmend strengeren Emissionszielen der Europäischen Union sind alle Autobauer gezwungen, ihre Elektrifizierungsstrategien auszubauen – und Dacia bildet dabei keine Ausnahme.
Aktuell hat die rumänische Marke nur ein einziges Modell, das zu 100 % elektrisch fährt: den Dacia Spring. In den kommenden Jahren sollen jedoch weitere 100 % elektrische Dacia auf den Markt kommen. Das hat Denis Le Vot, CEO der Marke, in einem Gespräch mit Autocar bekräftigt.
Nach Angaben von Le Vot steht Dacia kurz vor einer neuen Phase mit „viel Elektrifizierung“. Konkretere Informationen zu diesem Plan sollen im November folgen. Eine künftige Neuheit hat der Dacia-Chef allerdings bereits vorab bestätigt: einen 100 % elektrischen Duster.
Warum ein 100 % elektrischer Duster für portugiesische Firmen attraktiv ist
Eine solche Variante dürfte den Dacia Duster für Unternehmen in Portugal noch interessanter machen. Zur Erinnerung: Das portugiesische Steuer- und Abgabensystem – insbesondere für Firmen – ist bei 100 % Elektroautos sehr vorteilhaft: vollständiger Abzug der Mehrwertsteuer, eine attraktivere autonome Besteuerung (sie zahlen bis zu 62.500 € + MwSt. nicht) sowie eine Befreiung von der IUC.
Einen Termin für die Markteinführung nannte Denis Le Vot bislang nicht, betonte jedoch, der Duster Elektro „wird rechtzeitig kommen“. Zur Einordnung: Anfang 2024 wurde die dritte Generation des Bigster vorgestellt – mit Verbrennern (Benzin und Bifuel) sowie einer Hybridvariante.
Das deutet darauf hin, dass die aktuelle Generation noch viele Jahre im Programm bleiben dürfte. Ein elektrischer Duster wäre damit eher eine Ergänzung innerhalb der Modellpalette als ein Ersatz für die übrigen Antriebsvarianten.
Was ist bereits bekannt?
Voraussichtlich wird der elektrische Dacia Duster auf eine bestehende Architektur des Renault-Konzerns zurückgreifen: die Ampr Small (neue Bezeichnung der CMF-BEV), die auch beim Renault 5 und Renault 4 zum Einsatz kommt.
Die Ampr-Small-Wurzeln liegen in der CMF-B – jener Plattform, auf der derzeit alle Dacia-Modelle basieren (mit Ausnahme des Spring). Genau deshalb könnte ein Duster Elektro relativ kosteneffizient realisierbar sein, weil sich Synergien mit dem Verbrenner-Modell nutzen lassen. Tatsächlich gehört es zu den Grundpfeilern von Dacia, niedrige Preise über maximale Synergien zu sichern – etwa durch die gemeinsame Nutzung von Komponenten über mehrere Modelle hinweg.
Zukünftige Pläne
Bei Dacia endet die Elektrifizierung nicht beim Duster. Bestätigt ist bereits der Start des Spring-Nachfolgers, der 2026 vorgestellt werden soll und auf dem neuen Renault Twingo basieren wird.
Auch die nächste Sandero-Generation dürfte eine elektrische Version erhalten, die für 2027 erwartet wird. Wie beim Duster soll die E-Variante neben den klassischen Antrieben angeboten werden, ohne diese sofort zu ersetzen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen