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Hyundais Europa-Plan: IONIQ 3 und Tucson als Schlüssel bis 2027

Zwei moderne Elektroautos von Hyundai in Weiß und Blau stehen auf einer Messe vor städtischem Hintergrund.

Hyundai verfolgt in Europa einen klaren Kurs: wachsen dort, wo der Markt am grössten ist. Genau in den Segmenten B und C – also bei Kleinwagen und kompakten Familienmodellen – werden mehr Fahrzeuge verkauft als in jeder anderen Klasse.

Das Ziel ist bereits gesetzt: Bis Ende 2027 sollen fünf neue elektrifizierte Modelle in eben diesen Segmenten kommen. Die Strategie stützt sich auf zwei sauber getrennte Säulen: bezahlbarere Elektroautos und Hybride, die die Stückzahlen der südkoreanischen Marke auf dem Kontinent absichern.

Der Startschuss für diese Offensive fällt schon in diesem Jahr – mit zwei klaren Hauptdarstellern. Zum einen kommt ein kompakter Stromer, der innerhalb der IONIQ-Familie zum günstigsten Modell werden soll. Zum anderen steht eine neue Generation des Tucson an, auf der besonders viel lastet: Er ist schliesslich das meistverkaufte Hyundai-Modell in Europa.

Zwei sehr unterschiedliche Fahrzeuge, aber mit derselben Aufgabe: Hyundai soll in einem der anspruchsvollsten Automärkte der Welt weiter zulegen.

Der kompakte Elektro, der bisher gefehlt hat

Als erstes Debüt ist der neue IONIQ 3 vorgesehen. Er wurde vom Hyundai Concept Three vorweggenommen und schliesst eine wichtige Lücke im Angebot – zwischen dem Inster und dem IONIQ 5.

Die Einordnung ist eindeutig: Hyundai zielt direkt auf das Zentrum des europäischen Markts, wo der IONIQ 3 gegen Modelle wie den Volkswagen ID.3 oder den Renault Megane antreten muss. Die Enthüllung ist bereits für April geplant.

Ein zentrales Verkaufsargument soll das Design werden. Mit dem IONIQ 3 führt Hyundai die neue Designsprache „Art of Steel“ (also „Kunst des Stahls“) ein, behält aber Merkmale bei, die von Anfang an zur IONIQ-DNA gehören – etwa die Pixel-Lichtsignatur.

Unter der Karosserie – mit Anklängen an den Veloster – steckt die E-GMP-Plattform, die auch bei den übrigen IONIQ-Modellen sowie in der EV-Familie von Kia genutzt wird. Vieles spricht dafür, dass der IONIQ 3 technisch eng am Kia EV3 liegt: 400-V-System, Akkus mit 58,3 kWh und 81,4 kWh sowie ein vorn platzierter Elektromotor mit 150 kW (204 PS).

Das Modell, das nicht patzen darf

Wenn der IONIQ 3 für Hyundais elektrische Zukunft steht, ist der Tucson das Fundament der Marke in Europa. Der SUV ist seit Jahren das meistverkaufte Hyundai-Modell auf dem Kontinent – und bleibt ein zentraler Baustein der europäischen Strategie.

Man könnte erwarten, dass Hyundai nach dem Motto „An einem Team, das gewinnt, wird nichts geändert“ vorgeht, so wie es viele Wettbewerber tun. Doch genau das passiert nicht.

Stattdessen will die Marke beim Design erneut „Porzellan zerschlagen“ – was beim Tucson fast schon Tradition hat. Auch die aktuelle Generation war ein radikaler Bruch mit dem Vorgänger. Und dennoch litten die Verkäufe nicht unter dieser Veränderung. Bereits gesichtete Prototypen deuten auf ein kantigeres, robusteres Auftreten hin, näher am Hyundai Santa Fe: gerade Linien und flächigere Oberflächen sollen dem SUV auf der Strasse eine markantere Präsenz geben.

Bei den Antrieben wird es erwartungsgemäss konservativer. Der Fokus auf Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Versionen bleibt bestehen – und dürfte sogar ausgebaut werden –, während Diesel aus dem SUV-Programm verschwinden wird. Mehr Details im nächsten Artikel:

Noch mehr Elektrifizierung auf dem Weg

Neben diesen beiden Schlüsselmodellen bringt 2026 weitere Neuheiten bei Hyundai. Eine davon ist der IONIQ 6 N, die Hochleistungsvariante der elektrischen Limousine. Er übernimmt praktisch alles vom IONIQ 5 N – inklusive 650 PS Leistung und simulierten Gangwechseln –, unterscheidet sich aber dennoch in vielen Punkten. Alle Details:

Ein weiterer wichtiger Neuzugang ist der Hyundai Staria Electric, die rein elektrische Version des futuristisch gezeichneten Vans. Der Staria ist bereits seit einigen Jahren am Markt, doch erst diese Variante soll seine Einführung in Portugal gegen Ende des Jahres ermöglichen.

Damit ist Hyundais Elektrifizierungsplan noch nicht ausgeschöpft. Bis Ende 2027 wird jedes Modell der Marke in Europa auch als Hybrid oder Elektroversion angeboten. Das liefert zugleich klare Hinweise darauf, was bei den nächsten Generationen von i20, Bayon und i30 zu erwarten ist, die im kommenden Jahr erscheinen werden.

Das Ziel bleibt, die Elektrifizierung weiter voranzutreiben – nicht zuletzt wegen einzuhaltender Emissionsvorgaben – und zugleich dort zu wachsen, wo es am meisten zählt: im Kern des europäischen Markts.

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