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Volkswagen T-Roc in Portugal: ISV und 1.5 eTSI verteuern die neue Generation

Weißer VW T-Roc PT 2025 SUV im Showroom mit moderner Stadtansicht im Hintergrund am Abend.

In Portugal startet der Volkswagen T-Roc zwar als nationales Produkt, bekommt es im Handel aber mit einem sehr lokalen Problem zu tun: der portugiesischen Kfz-Besteuerung. Beim ISV (Imposto Sobre Veículos) hängt der Steueranteil zu 60% von der Hubraumklasse der Verbrennungsmotoren ab.

Die zweite Generation des T-Roc – ein Modell, das seit 2017 in Europa bereits über zwei Millionen Einheiten verkauft hat – wird deshalb in Portugal gegen genau dieses System laufen. Denn der bislang bekannte 1.0 TSI mit 116 PS, der bisher als Einstiegsantrieb diente, fällt aus dem Angebot.

An seine Stelle tritt eine neue Ausführung des 1.5 TSI mit gleicher Leistung, aber höherer Effizienz und zusätzlich mit einem 48-V-Mild-Hybrid-System. In der Praxis bedeutet das 125 g/km CO₂ – das sind 6 g/km weniger als beim bisherigen 1.0 TSI (131 g/km), der nun entfällt.

Ab Werk ist die Preisdifferenz zwischen beiden Motoren nicht besonders gross. Sobald jedoch die portugiesische Besteuerung auf den Basispreis aufgeschlagen wird, verändert sich das Bild deutlich: Allein durch die steuerliche Mehrbelastung verteuert sich die Einstiegsvariante des T-Roc um rund 2500 Euro.

Kommt dann noch hinzu, dass das Schaltgetriebe verschwindet – in den wichtigsten europäischen Märkten ohnehin immer weniger gefragt –, wird es zusätzlich teurer: Ein Doppelkupplungsgetriebe kostet naturgemäss mehr. Rechnet man ausserdem das Mild-Hybrid-System mit ein, könnte sich die Verteuerung des neuen Volkswagen T-Roc laut Verantwortlichen der Marke insgesamt auf 4000 Euro belaufen.

Autoeuropa und Importeur finden eine Lösung

Wie Verantwortliche von Volkswagen Portugal bei der Präsentation des neuen T-Roc für die portugiesische Presse erklärten, gab es eine abgestimmte Initiative zwischen dem Importeur (SIVA / PHS) und dem Werk (Autoeuropa), um einen Teil dieses Preisanstiegs abzufedern.

Damit ist die zweite Generation des deutschen SUV in der Einstiegsversion Trend, ausgestattet mit dem 1.5 eTSI mit 116 PS, ab 33 592 Euro erhältlich. Alle Preise:

Das vierte Opfer in wenigen Monaten

Die portugiesische Besteuerung macht weder vor Marken noch vor Segmenten halt. Weil kleine Motoren nach und nach verschwinden und durch effizientere Hybridantriebe mit grösserem Hubraum ersetzt werden, profitieren in erster Linie die portugiesischen Staatskassen.

Neben Volkswagen spüren auch Toyota, Dacia und Renault die Auswirkungen der portugiesischen Kfz-Steuer, deren letzte Anpassung vor 18 Jahren, im Jahr 2007, erfolgte.

So wird auch der neue Toyota Aygo X den 1,0-Liter-Dreizylinder verlieren und stattdessen mit einem 1,5-Liter-Hybridmotor angeboten werden. Dadurch rückt der Preis des günstigsten Toyota insgesamt in die Nähe der Marke von 20 000 Euro.

Ein ähnliches Schicksal trifft die neuen Modelle von Renault und Dacia: Ihre Hybridmotoren wachsen von 1,6 Litern auf 1,8 Liter Hubraum.

Allen gemeinsam sind niedrigere Verbräuche und geringere Emissionen. Weil die portugiesische Besteuerung jedoch zu einem grossen Teil am Hubraum ansetzt, gilt dort: In Portugal sind effizientere Autos teurer als stärker verschmutzende.

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