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Jaguar Land Rover wird zu JLR: neuer Name, neues Logo und neue Markenstrategie

Elektro-SUV in Grün mit schwarzem Kühlergrill und Kupferakzenten in modernem Ausstellungsraum.

JLR: Neuer Auftritt von Jaguar Land Rover

In Coventry weht ein kräftiger Wind der Veränderung – und selbst der Konzernname Jaguar Land Rover bleibt davon nicht unberührt: Künftig tritt die Gruppe unter dem deutlich kompakteren Kürzel JLR auf.

Hinter dem Akronym steht weiterhin die Bezeichnung Jaguar Land Rover, doch in der Unternehmenskommunikation soll die ausgeschriebene Form nicht mehr verwendet werden. Stattdessen setzt der Konzern konsequent auf JLR.

Mit der Umstellung wurde zugleich ein neues Logo vorgestellt. Erstmals werden die Logos von Jaguar und Land Rover nicht mehr gemeinsam geführt; an ihre Stelle tritt eine einheitliche Markenidentität.

Typografisch setzt das neue Signet auf eine klare, lineare und minimalistische Gestaltung, die zugleich stilisiert und elegant wirkt – passend zum Anspruch des Konzerns, „Modern Luxury“ zu verkörpern.

Das Ende von Land Rover?

Die Neuausrichtung bei Name und Logo wird unter anderem damit begründet, dass JLR die Strahlkraft der Marken Range Rover, Defender, Discovery und Jaguar gezielt ausbauen will.

Richtig gelesen: Marken. Range Rover, Defender und Discovery sollen im Status aufgewertet werden und künftig als eigenständige Marken auftreten. Die naheliegende Frage lautet daher: Was bleibt dann noch von Land Rover – ist das das Aus?

Laut JLR nicht. Land Rover soll weiter bestehen, allerdings in einer veränderten Rolle und weiterhin auf „Fahrzeugen, Online-Plattformen und an Verkaufsstellen“ sichtbar bleiben. Die Marke fungiert künftig eher als eine Art „Vertrauenssiegel“ für die SUV- und Geländewagen-Marken des Konzerns.

Warum wird Land Rover damit eher in den Hintergrund gerückt? Gerry McGovern, Kreativdirektor bei JLR, liefert dazu in Aussagen gegenüber der Autocar eine Einordnung.

„Die Realität ist, dass Range Rover eine Marke ist, ebenso wie Defender. Kunden sagen, sie hätten einen Range Rover und nicht einen Land Rover Range Rover SV Autobiography. Im Luxus braucht es absolute Klarheit.“
Gerry McGovern, Kreativdirektor bei JLR

McGovern ergänzt, dass man Land Rover zwar liebe, die Marke jedoch nicht dieselbe Markenstärke wie Range Rover habe. „Und (die Marke) Defender steigert (ihren Wert) deutlich“, so sein Fazit.

Jaguar steht für elektrischen Luxus

Während Range Rover, Defender und Discovery – Land Rover, pardon – in den vergangenen Jahren die wichtigsten Umsatztreiber für JLR gewesen sind, befand sich Jaguar zuletzt gewissermassen in einer Übergangsphase.

Die angekündigte Neuausrichtung steht bevor und soll für die traditionsreiche britische Marke ein echtes „Alles-oder-nichts“-Projekt werden. Jaguar will sich im Markt deutlich weiter nach oben positionieren und dabei eher Marken wie Bentley oder Porsche ins Visier nehmen – statt wie bisher primär das übliche deutsche Premium-Trio (Mercedes-Benz, Audi und BMW).

Den ersten Schritt dieser Transformation will JLR 2024 zeigen; in den Handel soll das Ergebnis dann 2025 kommen. Details dazu sollen noch folgen.


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