Die Stadtverwaltung von Guimarães und die Regierung haben Protokolle unterzeichnet, um am Fluss Ave eine Badezone einzurichten und den Garten Dom Afonso I aufzuwerten.
Protokolle mit dem Umweltministerium
Die Vereinbarungen wurden im Palácio Vila Flor formalisiert – im Beisein des Bürgermeisters Ricardo Araújo und der Umweltministerin Maria da Graça Carvalho. Bestandteil der Protokolle sind zwei Vorhaben: die Einrichtung der Flussbadezone Vaqueiro sowie die Sanierung und Umgestaltung des Gartens Dom Afonso I.
Erste zertifizierte Flussbadezone am Fluss Ave in Guimarães
Guimarães soll seine erste zertifizierte Flussbadezone im Gemeindegebiet erhalten: in der Freizeit- und Erholungszone Vaqueiro, in der União das Freguesias Souto Santa Maria, Souto São Salvador e Gondomar.
Das Projekt geht auf eines der jüngst zwischen der Stadtverwaltung und dem Umweltministerium unterschriebenen Protokolle zurück und soll bis 2027 abgeschlossen sein.
Ricardo Araújo betonte, dass mit der ersten zertifizierten Flussbadezone ein langjähriges Ziel des Gemeindegebiets endlich umgesetzt werde. „Es ist inakzeptabel, dass eine Gemeinde wie Guimarães, Europäische Grüne Hauptstadt, noch keine Flussbadezone hat. Aber sie wird eine haben“, versicherte er.
Nach Angaben des Bürgermeisters wird die Massnahme über den Umweltfonds finanziert – über die Portugiesische Umweltagentur (Agência Portuguesa do Ambiente) – und mache damit ein seit Langem vom Gemeindeverband gewünschtes Projekt möglich.
Auch die Ministerin hob die Bedeutung der künftigen Badezone hervor: „Eine Flussbadezone gibt es nur, wenn die Wasserqualität ausgezeichnet ist – eine Bedingung, die von der Portugiesischen Umweltagentur zertifiziert wird. Das zeigt, dass der Fluss Ave, der jahrelang unter der mit der industriellen Tätigkeit verbundenen Verschmutzung gelitten hat, wiederhergestellt wurde“, erklärte Maria da Graça Carvalho. Dabei erinnerte sie daran, dass sie in ihrer Kindheit in diesem Fluss gebadet habe.
Aufwertung des Gartens Dom Afonso I und neue Grünverbindungen
Das zweite Protokoll sieht die Requalifizierung des Gartens Dom Afonso I vor. Das Vorhaben ist in das Programm zur Wiederherstellung urbaner Ökosysteme eingebettet.
Mit der Intervention soll einer der wichtigsten Grünräume der Stadt umgestaltet werden. Geplant ist, die Verbindung zwischen dem historischen Zentrum, der Universität Minho und dem monumentalen Bereich rund um Burg, Palast der Herzöge (Paço dos Duques) und Campo de São Mamede zu stärken.
Ricardo Araújo zeigte sich überzeugt, dass das Projekt landesweit als Referenz gelten werde. „Es wird das beste Projekt von allen sechs Projekten dieser Art sein, die im Land finanziert werden“, sagte er und ergänzte, die Massnahmen würden diesen Raum der Stadt zurückgeben – durch die Anlage eines Waldparks, eines botanischen Gartens sowie neuer Grünflächen für Freizeit und Erholung der Bevölkerung.
Die Ministerin erläuterte zudem, dass die Umgestaltung neue Schattenbereiche umfassen werde, was dazu beitragen soll, die Temperaturen an besonders heissen Tagen zu senken.
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