Der Denza Z9 GT ist erst vor Kurzem in Europa aufgetaucht, doch die Premium-Marke von BYD bringt im Heimatmarkt bereits ein Update. Weiterhin gibt es zwei Ausführungen – eine rein elektrische und eine Plug-in-Hybrid-Variante –, die nun spürbar bei Reichweite und Leistung zulegen.
Bei der Elektroversion kommt künftig wahlweise ein 122,5-kWh-Akku (zuvor 101,1 kWh) oder eine 102,3-kWh-Batterie zum Einsatz. Das Ergebnis: bis zu 1036 km Reichweite (820 km mit dem kleineren Akku) – BYD positioniert den Denza Z9 GT damit als das Elektroauto mit der grössten Reichweite weltweit.
Dabei sind zwei Punkte zu beachten: Erstens beziehen sich die Reichweitenangaben auf den CLTC-Zyklus; ein WLTP-Wert (in Europa üblich) wurde bislang nicht genannt. Aktuell gilt im WLTP-Zyklus der Lucid Air Touring als Reichweiten-Spitzenreiter und nennt 960 km im kombinierten Zyklus. Zweitens ist offen, welches Z9-Elektromodell tatsächlich die höchste Reichweite bietet: Laut Daten des MIIT (chinesisches Ministerium für Industrie und Informationstechnologie) existiert ein Z9 mit mehr Reichweite als der Z9 GT – 1068 km gegenüber 1036 km.
Was hat sich sonst noch geändert?
Nicht nur der Akku wächst – auch die Leistung. In der Tri-Motor-Variante (ein Motor vorn, zwei hinten) liefert der Denza Z9 GT jetzt 850 kW (1156 PS) statt 710 kW (965 PS) beim Vorgänger, also 189 PS mehr als zuvor. Zusätzlich gibt es eine Version mit nur einem Elektromotor und Hinterradantrieb, die 370 kW (503 PS) bereitstellt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h für die Allradversion und bei 240 km/h für die Variante mit Hinterradantrieb.
Beim Plug-in-Hybrid wurde der Z9 GT ebenfalls deutlich überarbeitet: Die Batterie wächst auf 63,8 kWh und ist damit nahezu doppelt so gross wie zuvor, was bis zu 400 km (CLTC) rein elektrisches Fahren ermöglichen soll. Angetrieben wird diese Ausführung von einem 2,0-Liter-Turbobenziner mit 207 PS in Kombination mit drei Elektromotoren. In Summe stehen 640 kW (870 PS) an, die Spitze liegt bei 230 km/h.
An den Abmessungen ändert sich kaum etwas: 5180 mm Länge (5195 mm beim Hybrid), 1990 mm Breite, 1480 mm Höhe sowie 3125 mm Radstand.
Technologie im Überfluss
Die überarbeiteten Z9 und Z9 GT behalten eine sehr umfangreiche Ausstattung an Fahrerassistenzsystemen und stellen teilautomatisiertes Fahren (Level 2+) in Aussicht: LiDAR, 360°-Kameras, Gesichtserkennung sowie Kurz- und Langstreckenradare. Wie bisher setzt Denza auf eine Luftfederung mit elektronischer Regelung – inklusive autonomem Parkmodus und automatischen Türen.
Wann kommt er nach Europa?
Z9 und Z9 GT wurden nun in China vorgestellt; wann die aktualisierten Varianten nach Europa kommen, ist bislang offen. Denza hat seine Aktivitäten in Europa erst im vergangenen Jahr gestartet und ist aktuell noch nicht in Portugal im Verkauf.
Den Z9 GT konnten wir vor diesem Update bereits statisch ansehen – und er hinterliess einen starken Eindruck. Zur Erinnerung:
Stella Li, Vizepräsidentin von BYD, erklärte kürzlich, dass für die Marke zunächst die Festigung der Präsenz in Europa im Vordergrund steht, bevor weitere Labels folgen. „Denza, die bereits eine Verbindung zu Mercedes-Benz hatte, startet in einigen Märkten als Premium-Marke. Yangwang muss dagegen noch etwas länger warten“, so ihr Fazit.
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