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Renault: 800 Ingenieursstellen in Frankreich sollen wegfallen

Weißer Renault Vision Elektroauto mit futuristischem Design in modernem Showroom.

Renault wirkt angesichts der chinesischen Konkurrenz zunehmend unter Druck. Vor einigen Monaten stellte der französische Autobauer seinen Strategieplan vor und kündigte an, weltweit 15% der Ingenieursstellen abzubauen – das entspricht 1600 bis 2400 Personen bei insgesamt 1100 bis 1200 betroffenen Beschäftigten.

Freiwilligenplan vor dem Hintergrund chinesischer Konkurrenz

Am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, hat Renault nun seinen Plan für freiwillige Abgänge offengelegt: In den kommenden zwei Jahren sollen 800 Ingenieurstellen von derzeit 5500 wegfallen. Der Konzern betont dabei, dass es weder Kündigungen noch erzwungene Abgänge geben werde. Auch wenn der Schritt für die Beschäftigung bei Renault eindeutig ein harter Einschnitt ist, soll er den Hersteller in einem so wettbewerbsintensiven Markt wie heute schneller, agiler und leistungsfähiger machen.

Renault streicht 500 Stellen für Ingenieure in Frankreich

Frankreich soll zwar weiterhin das zentrale Drehkreuz der Ingenieurarbeit bei Renault bleiben, dennoch will der Konzern 800 französische Ingenieurinnen und Ingenieure gehen lassen – das sind etwas mehr als 14% von ihnen. Renault setzt dabei vor allem auf Lösungen am Ende des Berufslebens sowie auf kollektive einvernehmliche Aufhebungsvereinbarungen und versichert erneut: Es sind keine Kündigungen und keine unfreiwilligen Abgänge vorgesehen.

Gleichzeitig sollen 500 weitere Ingenieurinnen und Ingenieure innerhalb des Konzerns in andere Aufgabenfelder versetzt werden, während Renault 150 bis 200 Neueinstellungen plant.

So will Renault die Ingenieurorganisation beschleunigen

Während chinesische Autohersteller in Europa an Boden gewinnen und ihre Marktanteile ausbauen, will Renault „noch weiter gehen“. Mit kleineren Teams erhofft sich der französische Konzern, Entwicklungsarbeit schneller, flexibler und effizienter umzusetzen.

Drei Hebel laut Philippe Brunet

Das neue Transformationsprogramm für die Ingenieurorganisation bei Renault stützt sich laut Philippe Brunet, dem Leiter der Ingenieurabteilung, auf drei Hebel: eine Anpassung des operativen Modells, den Ausbau der Kompetenzen sowie die Führung.

Um zusätzlich Tempo zu gewinnen, kündigt er ausserdem an, die Zahl der Zwischenberichte in einem bestimmten Projekt um 30% zu senken und die Meetingzeiten um 20% zu reduzieren.

Gewerkschaften, Verhandlungen und Weiterbildung

Auch wenn die Gewerkschaften von der Ankündigung zum Abbau der 800 Stellen enttäuscht sind, will Renault ab dem 2. Juli die Verhandlungen über eine Transformationsvereinbarung aufnehmen.

Darüber hinaus verweist der französische Autobauer auf Qualifizierung und berufliche Neuorientierung: 2500 Personen sollen geschult und umgeschult werden, und über das Jahr hinweg sollen 20000 Ausbildungsstunden angeboten werden.

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