Zum Inhalt springen

Rosafarbenen Papierführerschein bis 19. Januar 2033 ins Scheckkartenformat umtauschen

Person hält Ausweis und Karte vor einem Bildschirm mit Nummernsystem in einer Behörde.

Wenn Sie noch den rosafarbenen Papierführerschein besitzen, müssen Sie ihn austauschen, damit er künftig gültig bleibt. Der Staat hat dafür eine klare Frist gesetzt: Bis zu diesem Stichtag ist der Umtausch verpflichtend – sonst droht ein Verstoss.

Für französische Fahrerinnen und Fahrer mit dem rosa Führerschein aus Karton steht damit eine grosse Umstellung an: Das Dokument, das seit 1922 im Umlauf ist, wird schrittweise durch einen Führerschein im „Scheckkartenformat“ ersetzt. Diese modernere und vor allem deutlich besser geschützte Version ist zwar seit über 10 Jahren der Standard, wird aber von vielen langjährigen Führerscheininhabern noch nicht genutzt.

Ein Dokument, das überholt ist

Der rosafarbene Führerschein aus Karton wurde bis 2013 ausgestellt, entspricht heute jedoch nicht mehr den Standards, die in anderen westlichen Ländern (und generell weltweit) üblich sind. Er ist empfindlich (oft ist er zumindest teilweise eingerissen), relativ leicht zu fälschen und wird im Ausland nicht immer akzeptiert – insbesondere, wenn Sie ein Fahrzeug mieten möchten.

Ausserdem lässt sich damit der aktuelle Punktestand nicht einfach online abrufen: Um den Punktestand in Echtzeit zu prüfen, müssen Sie ein eher umständliches Verfahren auf mespoints.permisdeconduire.gouv.fr durchlaufen.

Ein deutlich sichereres Format

Der neue Führerschein im „Scheckkartenformat“ ist ein laminierter Ausweis in der Grösse einer Bankkarte. Im Vergleich zum Papier-Kartonformat ist er robuster und schwerer zu kopieren. Vor allem ist er im Alltag praktischer: Er passt einfach ins Portemonnaie, direkt neben die Bankkarte.

Zudem ermöglicht er, den Punktestand online einzusehen. Wichtig: Seit Anfang 2024 kann der Führerschein ausserdem über die App France Identité direkt auf dem Smartphone hinterlegt werden.

Wann läuft er ab?

Auch wenn der rosafarbene Papierführerschein offiziell kein Ablaufdatum trägt, gilt er ab dem Jahr 2033 nicht mehr. Inhaberinnen und Inhaber des Retro-Formats haben bis zum 19. Januar 2033 Zeit, den Ersatz durch das neue Format zu beantragen.

Nach diesem Termin ist der rosa Führerschein ungültig. Dann droht zunächst ein Bussgeld von 11 Euro, das später auf 38 Euro erhöht werden kann. Wird kein gültiger Führerschein (im Scheckkartenformat) vorgelegt, kann die Strafe bis zu 135 Euro betragen – zudem kann das Fahrzeug stillgelegt werden.

Damit bleiben weniger als 10 Jahre, um den Umtausch zu erledigen. Der Schritt ist unkompliziert und sorgt dafür, dass Sie den aktuellen Vorgaben entsprechen – auch im Ausland. Zu beachten ist ausserdem: Der neue Führerschein ist 15 Jahre gültig, während der rosa Führerschein unbegrenzt galt. Künftig müssen Sie ihn also regelmässig erneuern lassen, damit das Passfoto aktuell bleibt.

Was ist bis dahin zu tun?

Derzeit ist ein Umtausch nicht zwingend erforderlich – ausser bei Verlust, Diebstahl oder Beschädigung. Ein eingerissener Führerschein wird nicht akzeptiert, daher ist ein Ersatz in solchen Fällen empfehlenswert. Der Antrag für diese Situationen läuft über die Website der ANTS (Agence nationale des titres sécurisés) und kostet 25 Euro.

Ansonsten gilt: Für Inhaberinnen und Inhaber des historischen rosa Kartonmodells ist der neue Führerschein kostenlos. Das Innenministerium hat zudem klargestellt, dass bisher keine Entscheidung getroffen wurde, einen verpflichtenden Austausch vor 2033 einzuführen.


Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen