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Singer DLS Turbo bringt den Porsche 934/5 als modernen 911 zurück

Weißer Porsche 911 mit schwarzem Spoiler in moderner Ausstellungshalle, seitliche Frontansicht.

Singer ist seit Langem für seine Restomod-Interpretationen des Porsche 911 bekannt – und sorgt nun erneut für Aufsehen: Mit dem DLS Turbo holt die US-Manufaktur den Rennwagen-Geist des Porsche 934/5 in die Gegenwart.

Singer wurde 2009 in Kalifornien (USA) gegründet und hat seine Mission nie verheimlicht: neu zu denken, wie der „perfekte“ Porsche 911 aussehen könnte. Genau in diese Linie ordnet sich auch der neue DLS Turbo ein.

Optisch nimmt er sich den Porsche 934/5 zum Vorbild – jenes Wettbewerbsmodell, das in den 1970er-Jahren in den USA die SCCA Trans Am Series prägte und sechs von acht Rennen gewann.

Schon die extrem breiten hinteren Radhäuser lassen daran kaum Zweifel. Hinzu kommen die seitlichen Lufteinlässe sowie der massive Heckflügel, der wirkt, als stamme er direkt aus einem kompromisslosen Track-only-Konzept.

Zwei Modelle in einem

Als Basis diente ein 911 der Baureihe 964, den Singer von Grund auf umgebaut hat. Herausgekommen ist ein regelrechtes Kunstwerk: Die Karosserie besteht vollständig aus Carbon, und ein 3,8-Liter-Flat-Six leistet 710 PS, die über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Hinterräder gehen.

Bevor es an die Details dieses DLS Turbo (Dynamics and Lightweighting Study - Turbo) geht, lohnt der Blick auf das radikale Erscheinungsbild – denn das Modell wird in zwei klar voneinander abgegrenzten Ausführungen angeboten: eine konsequent auf die Rennstrecke ausgelegte Variante (Bilder des orangefarbenen Autos) und eine Version, die stärker auf den Einsatz auf der Straße zielt (Bilder des grauen Autos).

Beide Interpretationen sind für ein straßenzugelassenes Fahrzeug extrem – unterscheiden sich aber deutlich. Die Track-Variante setzt auf einen riesigen Heckflügel, einen markanter ausgeformten Frontdiffusor und größere Lufteinlässe. Die straßenorientierte Ausführung wirkt etwas weniger aggressiv, kombiniert einen zurückhaltenderen Frontdiffusor mit einem Heckspoiler im Ducktail-Stil.

Wer sich zwischen beiden Set-ups nicht entscheiden kann, muss es nicht: Auf Wunsch lassen sich beide Konfigurationen ordern – die zusätzlichen Front- und Heckkomponenten werden separat mitgeliefert, sodass je nach Anlass zwischen „zwei Welten“ gewechselt werden kann.

Flat-six, 710 PS und Handschaltung

Unabhängig von der gewählten Aerodynamik bleibt der Antrieb identisch: Ein 3,8 Liter großer, biturboaufgeladener Flat-Six mit sechs Zylindern, der 710 PS bereitstellt und über 9000 rpm hinausdrehen kann.

Anders als beim Singer 911 DLS ist dieses Aggregat jedoch nicht vollständig luftgekühlt: Die Zylinderköpfe werden wassergekühlt. Der Kühlventilator sitzt vertikal und wird elektrisch angetrieben.

Ebenfalls neu im Vergleich zum 911 DLS ist das manuelle Sechsganggetriebe. Es wurde vom britischen Unternehmen Ricardo entwickelt und leitet das Drehmoment ausschließlich an die beiden Hinterräder.

Vom 911 DLS übernommen wurden dagegen Fahrwerk und Bremsanlage: Zum Einsatz kommt eine speziell abgestimmte Aufhängung mit maßgefertigten Dämpfern (per Fernverstellung einstellbar) sowie eine Bremsanlage mit carbokeramischen Scheiben.

Bei den Rädern setzt Singer auf 19 Zoll vorn und 20 Zoll hinten. Die Felgen sind aus Magnesium geschmiedet, verfügen über Zentralverschluss – alternativ kann der DLS Turbo auch mit einem BBS-Radsatz bestellt werden.

Was kostet er?

Singer nennt weder einen Preis für den DLS Turbo noch eine geplante Stückzahl. Legt man jedoch zugrunde, dass jeder der 75 kürzlich gebauten Singer 911 DLS rund 1,5 Millionen Euro kostete, liegt die Vermutung nahe, dass der DLS Turbo darüber rangiert – zumal er als bislang spektakulärster Aufbau der Kalifornier gelten kann.

Und selbst wenn der Betrag astronomisch ausfällt: Laut den britischen Kollegen von TopGear reicht die Warteliste für eine Singer-Kreation bereits bis ins Jahr 2027.

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