Ende des vergangenen Jahres vorgestellt, ist der Opel Astra ST Electric nun auch auf dem portugiesischen Markt angekommen – als Ergänzung zu den reinen Verbrennern und den Plug-in-Hybriden.
Der Astra als 100% Elektroauto war bereits als Schrägheck erhältlich (Video unten). Jetzt bekommt er den Kombi an die Seite – und genau diese Karosserieform hält Opel für die wichtigste: Nach Einschätzung der Marke sollen rund 60% der Verkäufe auf den ST entfallen.
Karosserie und Kofferraum der Opel Astra ST Electric
Der zentrale Unterschied zum Schrägheck liegt beim Laderaum. Der Astra ST Electric bietet 516 l Kofferraumvolumen beziehungsweise 1553 l bei umgeklappten Rücksitzen. Zum Vergleich: Das Schrägheck kommt auf 352 l.
Der Zugewinn erklärt sich durch die größeren Abmessungen: Der Kombi ist 27 cm länger und bietet zudem 6 cm mehr Radstand.
Trotzdem fällt die elektrische Variante bei der Zuladung hinter die Verbrenner zurück. Beim Kombi bedeutet das konkret: Der ST Electric hat 81 l weniger Kofferraumvolumen als die übrigen ST-Versionen.
Bis zu 413 km Reichweite
Technisch übernimmt der Astra ST Electric die gleiche Antriebseinheit wie das elektrische Schrägheck. An der Vorderachse arbeitet ein Elektromotor mit 115 kW (156 PS) und 270 Nm, gespeist von einer Batterie mit 54 kWh (Gesamtkapazität). Opel nennt 413 km Reichweite und 15 kWh/100 km im kombinierten WLTP-Zyklus.
Auch wenn ich den neuen Familienkombi bereits kurz fahren konnte, war die Runde zu knapp, um sicher beurteilen zu können, wie leicht sich diese Werte im Alltag tatsächlich erreichen lassen.
Fahrgefühl und Fahrmodi im Astra ST Electric
Was sich am Steuer allerdings sofort zeigte, ist der spritzige Eindruck. Trotz 1.760 kg Leergewicht – hoch, aber auf dem Niveau der Plug-in-Hybridvariante – wirkt er subjektiv schneller, als es die Werksangabe von 9,3 s für 0–100 km/h vermuten lässt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h.
Die volle Leistung steht jedoch nur im Modus Sport ohne Umwege bereit. In Normal und Eco sind jeweils nur 136 PS (250 Nm) beziehungsweise 108 PS (220 Nm) freigeschaltet. Über die Kick-down-Funktion des Gaspedals lassen sich die 156 PS aber jederzeit abrufen – hilfreich etwa bei einem Überholmanöver.
Zusätzlich legt der Sportmodus der Lenkung mehr Gewicht auf – genau so, wie ich es als Standardabstimmung erwarten würde; in Normal ist die Lenkung zumindest nach meinem Geschmack zu leicht.
Die Sitzposition ist schnell gefunden. Geräuschkomfort und Federungsabstimmung liegen über dem Durchschnitt – selbst mit einer strafferen Dämpfung als bei der „Cousine“ Peugeot 308 SW. Stabilität und Präzision prägen den Fahreindruck.
Damit bleibt er eine sehr gute Wahl für lange Autobahnetappen – wobei sich erst noch zeigen muss, wie schnell die Batterie in diesem Szenario tatsächlich „leer“ wird.
In Portugal
In Portugal wird der neue Opel Astra ST Electric in zwei Ausstattungslinien angeboten: Edition und GS. In beiden Fällen ist die Ausstattung umfangreich.
Serienmäßig an Bord sind 18″-Leichtmetallfelgen, vollständige LED-Beleuchtung sowie das volldigitale Pure Panel-Cockpit mit zwei 10″-Displays. Dazu kommt ein ganzes Paket an Assistenzsystemen, darunter Frontkollisionswarnung, Verkehrszeichenerkennung und ein Geschwindigkeitsassistent mit Stopp-Funktion.
Die sportlicher auftretende GS-Version ergänzt unter anderem Sportsitze (mit AGR-Zertifizierung) sowie mehrere schwarze Akzente: Spiegelkappen, Dach in Karbon-Schwarz, Dachhimmel innen, Opel-Emblem und der „Astra“-Schriftzug in Schwarz Hochglanz.
Preislich startet der Opel Astra ST Electric bei 41.270 Euro:
- Astra ST Electric Edition - 41.270 Euro;
- Astra ST Electric GS - 44.570 Euro;
Zum Marktstart gibt es eine Kampagne, die an einen Kauf mit Finanzierung gekoppelt ist: Damit sinkt der Preis auf 38.620 Euro; enthalten ist zudem ein Inzahlungnahme-Bonus von 2.000 Euro. Für Geschäftskunden nennt Opel außerdem eine monatliche Rate ( 60 Monate/50.000 km ) ab 405 Euro.
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