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US Navy treibt Columbia-Klasse voran: USS District of Columbia (SSBN-826) erreicht 65 % bei WEST 2026

Ingenieur mit Schutzhelm überprüft Baupläne an schwarzem U-Boot in Werfthalle mit US-Flaggen.

Fortschritt beim Bau der USS District of Columbia (SSBN-826)

Das ehrgeizige Vorhaben der US Navy, die nächste Generation nuklear angetriebener ballistischer Raketen-U-Boote der Columbia-Klasse zu bauen, kommt weiterhin planmäßig voran. Damit werden zentrale Meilensteine erreicht, die die Klasse als künftiges Rückgrat der seegestützten nuklearen Abschreckung der USA untermauern. Wie auf der Marinekonferenz WEST 2026 in San Diego bekannt gegeben wurde, liegt das erste Boot, die künftige USS District of Columbia (SSBN-826), inzwischen bei 65 % Fertigstellungsgrad.

Dieser Stand steht zugleich für die Stabilisierung des industriellen Tempos nach zuvor aufgelaufenen Verzögerungen. Er verdeutlicht außerdem die gemeinsame Leistung der US Navy, von General Dynamics Electric Boat sowie von HII Newport News Shipbuilding – mit dem klaren Ziel, das erste U-Boot 2028 zu übergeben und damit die Kontinuität der maritimen Komponente der US-Nuklearabschreckung sicherzustellen.

„A-26“-Beschleunigungsplan und Lieferkette

Als maßgeblicher Treiber für die jüngste Beschleunigung gilt die Umsetzung des sogenannten „A-26“-Beschleunigungsplans, der im vergangenen Jahr abgearbeitet wurde. Konteradmiral Todd Weeks, Executive Officer des Strategic Submarines Program, erläuterte, dass der Plan darauf ausgerichtet war, die 26 Module, aus denen der Rumpf der District of Columbia besteht, zu bündeln und an die Endmontagewerft in Groton zu liefern. Mit dem Eintreffen und dem Zusammenführen dieser Module konnte die Fertigung von einer bislang stärker fragmentierten Produktion in eine Phase der vollständigen strukturellen Integration übergehen – ein Schritt, den Weeks als Wendepunkt bezeichnete, der dem Programm wieder einen stabilen industriellen Takt verschafft habe.

Die anfänglichen Verzögerungen waren vor allem auf verspätet gelieferte Schlüsselbaugruppen zurückzuführen, insbesondere auf Bug- und Hecksektionen, die von HII gefertigt werden, sowie auf Rückstände bei der Zulieferung von Turbinen und Generatoren durch Northrop Grumman. Das machte eine engere Überwachung und eine intensivere Abstimmung entlang der Lieferkette erforderlich. Als sichtbares Zeichen des industriellen Fortschritts gilt der Transport der letzten Bugsektion per Lastkahn von Newport News zu den Anlagen von Electric Boat – eine Operation, die den Übergang in die umfassende Rumpfendmontage markierte.

Nächste Meilensteine bis zur Indienststellung

Nach dem aktuellen Zeitplan soll in den kommenden Monaten der Druckkörper geschlossen werden – einer der wichtigsten technischen Meilensteine im Bauablauf. Dabei werden die inneren Sektionen endgültig zusammengefügt, sodass die Struktur entsteht, die dem Wasserdruck im getauchten Zustand standhält. Dieser Schritt ist Voraussetzung für nachfolgende Dichtheitsprüfungen und Tests der strukturellen Integrität.

Nach Abschluss dieser Arbeiten wird erwartet, dass das U-Boot 2027 zu Wasser gelassen wird und anschließend in die Phase der Systemintegration sowie der Erprobungsfahrten eintritt. Die endgültige Auslieferung ist für 2028 vorgesehen, die erste operative Patrouille wird derzeit um 2030 herum erwartet.

Fähigkeiten der Columbia-Klasse und strategische Bedeutung

Das Programm wurde formell 2022 gestartet und stellt die größte Erneuerung der strategischen U-Boot-Komponente der USA seit mehr als vier Jahrzehnten dar. Jedes Boot wird eine Verdrängung von etwa 21.000 Tonnen aufweisen, 16 vertikale Startrohre für Trident II D5LE-Flugkörper mitführen und über einen turboelektrischen Antrieb verfügen, der darauf ausgelegt ist, die akustische Signatur zu verringern.

Der Nuklearreaktor ist so ausgelegt, dass er über die gesamte erwartete Dienstzeit des Schiffes – veranschlagt mit 42 Jahren – betrieben werden kann. Dadurch entfällt eine Brennstoffneubeladung zur Lebensmitte, was die operative Verfügbarkeit erhöht und die Wartungskosten reduziert.

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