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Naval Group: HS Nearhos (F-602) startet erste Seetests der zweiten FDI-Fregatte für Griechenland

Moderner Kriegsschiff mit griechischer Flagge und Helikopter fliegt über dem Meer nahe Küste.

Die französische Werftengruppe Naval Group hat bekanntgegeben, dass die zweite für die Griechische Marine gebaute FDI-Fregatte einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung spätere Übergabe gemacht hat: Nach der Bestätigung, dass die HS Nearhos (F-602) den Werftstandort von Naval Group in Lorient (Frankreich) verlassen hat, begann das Schiff seine ersten Seetests. Damit erreicht das umfassende Modernisierungsprogramm der griechischen Überwasserflotte einen neuen Meilenstein.

Erste Seetests der HS Nearhos (F-602)

Mit dem Start der initialen Erprobung auf See soll bei der FDI-Fregatte HS Nearhos überprüft werden, ob die zentralen Systeme für Antrieb, Navigation sowie das Kontroll- und Manövrier-/Steuerungssystem wie vorgesehen funktionieren. Gleichzeitig wird das allgemeine Seeverhalten des Schiffes unter realen Einsatzbedingungen bewertet. Diese Testphase gilt als wesentliche Voraussetzung, bevor nach und nach die anspruchsvolleren Sensor- und Gefechtssysteme integriert werden.

FDI-Fregatten für die Griechische Marine: Rollenprofil und Thales-Systeme

Die FDI-Fregatten, die derzeit in den Bestand der Griechischen Marine aufgenommen werden, verfügen über einen Verdrängungsumfang von etwa 4.500 Tonnen. Konzipiert sind sie als Mehrzweckplattformen, die Aufgaben der Luftverteidigung, der U-Boot-Jagd, der Überwasserkriegführung sowie der Unterstützung und Projektion von Spezialkräften übernehmen können – mit einem besonderen Fokus auf der Bekämpfung asymmetrischer Bedrohungen.

Das Design setzt dabei auf aktuelle Lösungen von Thales in den Bereichen Radar, Sonar und elektronische Kampfführung. Dadurch erhält die Klasse ein hohes Mass an Situationsbewusstsein.

Technische Daten, Abmessungen und Bordbetrieb

Bei den Abmessungen und Kerndaten wird für die Fregatte eine Länge von rund 122 Metern und eine Breite von 18 Metern angegeben; die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 27 Knoten. Zusätzlich besitzt das Schiff Einrichtungen für den Betrieb von Bordhubschraubern bis zu 10 Tonnen sowie von unbemannten Luftfahrzeugen mit senkrechtem Start und Landung (VTOL). Das erweitert Reichweite sowie Aufklärungs- und Kampffähigkeiten deutlich.

Programmfortschritt: HS Formion (F-603) und weitere Einheiten

Parallel zum Fortschritt der HS Nearchos zeigt das griechische FDI-Programm weiterhin stabile Entwicklungsschritte. Die dritte Einheit, die HS Formion (F-603), schloss die Montage ihres Rumpfes im August 2025 ab, nachdem der erste Block des Kiels im April desselben Jahres gelegt worden war. Die Auslieferung ist für 2026 vorgesehen. Zur Einordnung: Die Stapellauf-Zeremonie der HS Nearchos fand im September 2024 statt und leitete damit die abschliessende Bauphase ein.

Zudem erfolgen diese Seetests der zweiten Fregatte nur wenige Wochen nach dem Eintreffen der ersten Einheit der Klasse in Griechenland, der HS Kimon (F-601). Das passt in einen breiteren Rahmen zur Stärkung der Hellenischen Marine, die bereits die Option für den Bau einer vierten FDI-Fregatte bestätigt hat: Sie soll den Namen HS Themistocles (F-600) tragen. Griechenland festigt damit eines der bedeutendsten Marineprogramme im östlichen Mittelmeer, das auf eine Erneuerung der Überwasserfähigkeiten in einem zunehmend anspruchsvollen regionalen Umfeld zielt.

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