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Autoeuropa in Palmela: Anabel Andión Lomero übernimmt ab 1. März die Führung

Blaues Volkswagen ID.5 GTX Elektroauto in moderner Ausstellungshalle vor Glasfenstern.

Ab heute, dem 1. März, steht das Autoeuropa-Werk in Palmela unter neuer Führung: Anabel Andión Lomero übernimmt die Leitung und tritt damit die Nachfolge von Thomas Hegel Gunther an, der den Standort seit 2021 geführt hatte.

Mit der Entscheidung schreibt das Werk Geschichte, denn Andión Lomero ist die erste Frau an der Spitze der Fabrik. Zuvor verantwortete sie in Spanien das Vorserienzentrum von SEAT und CUPRA.

Wer ist Anabel Andión Lomero?

Andión Lomero bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung innerhalb des Volkswagen Konzerns mit. Ihren Einstieg hatte sie 2001 bei SEAT; 2018 wurde sie an der Audi-Zentrale in Ingolstadt zur Direktorin für digitale Produktion berufen.

2020 kehrte sie nach Spanien zurück, um das Vorserienzentrum von SEAT & CUPRA zu leiten. Diese Einheit ist dafür zuständig, sämtliche neuen Modelle vor dem Start der Serienfertigung zu validieren. Dort wurden auch die jüngsten Elektro-Neuheiten von CUPRA für ihren Markteintritt vorbereitet.

Die neue Aufgabe in Palmela übernimmt Andión Lomero in einer strategisch wichtigen Phase: Die ersten Fahrzeuge des Volkswagen T-Roc laufen bereits vom Band, zugleich richtet sich das Werk auf die künftige Serienversion des ID. Every1 aus. Dabei handelt es sich um das erste rein elektrische Modell, das bei Autoeuropa gefertigt werden soll – geplant ab 2027. Damit steht ein anspruchsvoller Schritt an, der gut zu Andión Lomerós Erfahrung mit Elektromobilität und industrieller Digitalisierung passt.

Strategische Reorganisation

Der Führungswechsel fällt in eine zentrale Phase der Neuaufstellung des Volkswagen Konzerns. Der Automobilkonzern hat beschlossen, seine Produktionsstandorte weltweit neu zu ordnen und sogenannte „Produktionsregionen“ zu schaffen. In diesem Modell werden mehrere Werke einer geografischen Zone zentral gesteuert. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.

Die Iberische Halbinsel – Spanien und Portugal – ist die erste Region, die nach diesem Ansatz arbeitet. Die neu geschaffene Position des Produktionsdirektors für die Iberische Halbinsel hat zu Beginn dieses Jahres André Kleb übernommen, zuvor Direktor für Produktionsplanung und -technologie bei Volkswagen.

Über Autoeuropa

Seit der Gründung im Jahr 1991 hat Autoeuropa mehr als vier Millionen Fahrzeuge produziert. Das Werk steht für rund 1,7 % des portugiesischen BIP und für 5 % der nationalen Warenexporte.

2025 fertigte Autoeuropa 240.000 Einheiten – ein Plus von 1,9 % gegenüber 2024 – und verantwortete damit 70 % der nationalen Automobilproduktion. Zum Vergleich: Stellantis Mangualde, das sich aktuell auf Nutzfahrzeuge und Derivate konzentriert, produzierte im selben Jahr 91.662 Einheiten.


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