Die neue Generation des Volkswagen Multivan T7 ist sehr wahrscheinlich die bedeutendste innerhalb der gesamten Multivan-Reihe. Der Grund: Er wurde erstmals von Grund auf als reines Passagierfahrzeug (MPV) entwickelt.
Zwar entsteht er weiterhin bei Volkswagen Nutzfahrzeuge – wie bislang auch –, doch zum ersten Mal basiert er nicht auf einem Nutzfahrzeug. Stattdessen nutzt er den MQB-Baukasten, der auch Modellen wie Golf und Tiguan als technische Grundlage dient.
Das bringt zwangsläufig höhere Ansprüche an seine Qualitäten als Reisefahrzeug mit sich. Ob der neue Multivan diesen Erwartungen gerecht wird, zeigt das Video unten:
Mit 4,973 Metern Länge ist dieser Multivan das grösste Modell des Volkswagen Konzerns in Europa, das auf dem MQB aufbaut. Dazu kommen 1,941 m Breite, 1,903 m Höhe sowie ein grosszügiger Radstand von 3,124 m.
Platzangebot und Isofix auf jedem Sitz
Diese Abmessungen erklären das Raumangebot und die Flexibilität, die er bietet – und genau das zählt zu seinen grössten Stärken. Allerdings bleibt es nicht dabei.
Je nach Konfiguration sind bis zu sieben Sitze möglich. Die beiden Sitzreihen hinter Fahrer und Beifahrer lassen sich längs auf Schienen verschieben, die sich über nahezu den gesamten ebenen Boden erstrecken. Die nutzbare Innenhöhe liegt bei 1,31 m, wodurch man von der ersten in die zweite Reihe wechseln kann, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Zusätzlich können die Sitze der zweiten Reihe gedreht werden, sodass sie den Sitzen der dritten Reihe gegenüberstehen.
Alle Sitze sind Einzelsitze; die Sitze in der zweiten und dritten Reihe lassen sich ausbauen. Volkswagen gibt an, dass sie 25% leichter sind als zuvor, dennoch bringen sie – je nach Ausführung – zwischen 23 kg und 29 kg auf die Waage. Praktisch für Familien: Jeder Sitz verfügt über Isofix-Befestigungen.
In der Mitte sitzt auf einer weiteren Schiene ein Multifunktionstisch, der sich bei Bedarf auch als schlichte Mittelkonsole nutzen lässt. Er verbirgt mehrere Ablagefächer und kann den Multivan in einen mobilen Arbeitsplatz verwandeln.
Digitalisierung als Leitmotiv
Durch den Wechsel auf den MQB-Baukasten erhält der neue Volkswagen Multivan die neuesten technischen Lösungen, die man von anderen MQB-Modellen kennt – insbesondere bei Konnektivität, Digitalisierung und Fahrerassistenz.
Entsprechend findet sich – ähnlich wie etwa im Volkswagen Golf – ein digitales Kombiinstrument mit 10,25” sowie Assistenztechnik, mit der er autonomes Fahren auf Level 2 für sich beanspruchen kann.
Und die Motoren?
Bei den Antrieben setzt der Volkswagen Multivan auf Benziner, Diesel und zusätzlich auf einen Plug-in-Hybrid.
Den Einstieg bei den Benzinmotoren bildet der 1.5 TSI mit 136 PS und 220 Nm, gekoppelt an ein 7-Gang-DSG. An der Spitze der Benziner steht der 2.0 TSI mit 204 PS und 320 Nm, ebenfalls in Kombination mit einem DSG mit sieben Gängen.
Beim Diesel kommt der bekannte 2.0 TDI mit 150 PS zum Einsatz, verbunden mit einem 7-Gang-DSG. Diese Variante soll allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar sein.
Das von uns getestete Fahrzeug war der eHybrid: Hier arbeitet ein 1.4 TSI-Benziner zusammen mit einem Elektromotor, was eine kombinierte Maximalleistung von 218 PS (160 kW) ergibt.
In dieser Version übernimmt ein 6-Gang-DSG die Kraftübertragung. Der Elektromotor wird von einer 13-kWh-Batterie versorgt, die eine rein elektrische Reichweite von rund 50 km ermöglicht.
Und die Preise?
Preislich geht es bei 50 051 Euro für die 1.5-Benzinversion mit 136 PS los. Das hier getestete Energetic-Modell, das ausschliesslich mit Plug-in-Hybridantrieb angeboten wird, liegt bei 59 680 Euro.
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