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Volkswagen: Werk Dresden wird zum Technologiezentrum für KI, Robotik und Halbleiterdesign

Weißes VW Future Elektroauto in modernem Ausstellungsraum mit Industrierobotern im Hintergrund.

Kurswechsel beim Volkswagen-Werk in Dresden

Zu Beginn des Jahres sah der Plan des Volkswagen-Konzerns noch vor, das Werk in Dresden zu schliessen – zwischenzeitlich stand sogar ein Verkauf an chinesische Hersteller im Raum. Inzwischen hat der Konzern seine Strategie jedoch deutlich angepasst.

Die Fahrzeugproduktion endet zwar bereits zum Monatsende, doch der Standort wird nicht endgültig dichtmachen. Stattdessen soll die Anlage in ein Technologiezentrum umgewandelt werden, das sich auf Künstliche Intelligenz, Robotik und das Design von Halbleitern konzentriert (Quelle: Reuters).

Produktion läuft aus – Werk wird umgebaut

Grundlage für diese Entscheidung ist eine Vereinbarung zwischen dem Volkswagen-Konzern, dem Freistaat Sachsen und der Technischen Universität Dresden, die Volkswagen am 4. Dezember bestätigt hat. Geplant ist der Aufbau eines Innovations-Hubs, in dem Forschungsprogramme sowie die Inkubation von Start-ups angesiedelt werden.

Nach Angaben von Volkswagen wird die gemeinsame Investition mit der Universität innerhalb der kommenden sieben Jahre mehr als 50 Millionen Euro betragen.

Parallel dazu wird die Automobilfertigung schrittweise heruntergefahren und endet noch in diesem Monat. In diesem Zuge sollen 50 bis 60 der derzeit 225 Beschäftigten eingeladen werden, in andere Konzernprojekte zu wechseln oder Angebote zur Frühverrentung zu nutzen. Mitarbeitende, die einen Wechsel nach Wolfsburg akzeptieren, können laut Unternehmen eine einmalige Ausgleichszahlung von 30.000 Euro erhalten.

Unabhängig davon sichern die von Volkswagen abgeschlossenen Vereinbarungen zur Beschäftigungsstabilität zu, dass bis zum Ende des Jahrzehnts niemand gezwungen wird, Dresden zu verlassen. Auch wenn die aktuelle Stelle wegfällt, bleibt das Arbeitsverhältnis bestehen.

Ziel des Konzerns ist es, die technologische Infrastruktur der Region gezielt zu nutzen. Dresden zählt inzwischen zu den bedeutendsten europäischen Zentren der Halbleiterindustrie und zieht Investitionen von Unternehmen wie Bosch, Infineon und TSMC an.

Technologiezentrum nimmt bereits 2026 Gestalt an

Volkswagen geht davon aus, dass die Nähe zu diesem Cluster den Aufbau strategischer Kompetenzen für die Mobilität der Zukunft beschleunigen kann. Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen Sachsen, Thomas Edig, erklärte, er sei „überzeugt“, dass das Vorhaben Dresden zum „Stanford des Ostens Deutschlands“ machen könne, und betonte dabei insbesondere das Potenzial, internationales Talent anzuziehen.

Die Technische Universität Dresden soll nahezu die Hälfte der Flächen nutzen; gemeinsame Projekte sollen bereits im kommenden Jahr starten. Im Mittelpunkt steht, die Voraussetzungen für anwendungsnahe Forschung zu schaffen und kritische Technologien zu entwickeln, die mit dem digitalen Wandel der Automobilindustrie verbunden sind.

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