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Zeekr 001 FR: 930 kW und 1265 cv für den elektrischen Shooting Brake

Grauer elektrischer Limousinenwagen steht in modernem, lichtdurchflutetem Raum neben Ladestation.

Während sich in München alles um die dortigen Neuheiten drehte, wurde am anderen Ende der Welt in China der Zeekr 001 FR vorgestellt – eine neue, besonders leistungsstarke Variante des elektrischen shooting brake.

Die Abkürzung selbst weckt zunächst kaum Neugier, selbst dann nicht, wenn klar ist, dass „FR“ für Future Roads steht. Umso mehr Aufmerksamkeit ziehen jedoch die dazugehörigen Kennzahlen auf sich.

Zeekr 001 FR: 930 kW und 1265 cv im Fokus

Denn die vier Elektromotoren (je einer pro Rad) des Zeekr 001 FR liefern zusammen maximal 930 kW oder 1265 cv. Damit liegt er deutlich über den 1020 cv des Tesla Model S Plaid und übertrifft auch knapp die 1250 cv des Lucid Air Sapphire – wohin soll das noch führen?

Entsprechend spektakulär fallen die Fahrleistungen aus. Der Sprint auf 100 km/h dauert lediglich 2,07s – allerdings nur, „se a medição for feita como nos Tesla“. Gemeint ist ein rollout-Szenario, bei dem die Trägheit beim Anfahren teilweise herausgerechnet wird, indem die ersten 30 cm (wie bei drag races) ignoriert werden. Wird korrekt gemessen, steigt der Wert auf 2,36s.

Die Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch bei 280 km/h begrenzt – 322 km/h beim Tesla und 330 km/h beim Lucid. Dafür betont die Marke, der 001 FR könne in Kurven mit nur wenigen mithalten und Querbeschleunigungen von 1,4 G verkraften.

Auch das Setup für die Strasse unterstreicht den Performance-Anspruch: Neben einem von KW entwickelten Fahrwerk gibt es besonders griffige, gross dimensionierte Bereifung – 265/40 R22 vorn und 295/40 R22 hinten.

Das Verzögern dieses „Geschosses“ übernimmt eine Bremsanlage mit Brembo-Carbokeramikscheiben sowie AP-Racing-Bremssätteln mit 10 Kolben vorne und vier hinten.

Ein Motor pro Rad

Grundlage dieser „verrückten“ Leistungsvariante des Zeekr 001 ist eine 800-V-Architektur in Kombination mit vier Elektromotoren.

An der Vorderachse arbeiten zwei Aggregate mit jeweils 155 kW Maximalleistung (211 cv). Hinten kommen zwei Motoren zum Einsatz, deren Rotoren in Kohlefaser eingebettet sind; sie steuern jeweils 310 kW (422 cv) bei.

In Summe ergeben sich damit die genannten 1265 cv – und wie leicht zu erkennen ist, wird der Grossteil davon über den hinteren „Achs“-Bereich auf die Strasse gebracht.

Ein Vorteil dieses Konzepts ohne mechanische Verbindung zwischen den vier Rädern: Jedes Rad kann unabhängig angesteuert werden – sogar so, dass sich die Räder der rechten Seite in eine Richtung drehen, während die der linken Seite gleichzeitig in die entgegengesetzte Richtung laufen.

Das ermöglicht dem Zeekr 001 FR eine 360º-Drehung auf der Stelle – ähnlich wie beim Rivian R1T (siehe Video unten). Gerade beim Rangieren und Einparken wirkt diese Lösung ausgesprochen praktisch.

Batterie, Reichweite und Laden

Versorgt wird dieses „Monster“ von einer CATL-Batterie mit 100 kWh maximaler Kapazität. Die Reichweite liegt bei 580 km (WLTP) – wobei dieser Wert kaum erreichbar sein dürfte, wenn das volle Performance-Potenzial des Zeekr 001 FR regelmässig abgerufen wird.

Als Ausgleich verspricht der Hersteller kurze Ladezeiten: Von 10% auf 80% soll der Akku in nur 15 Minuten geladen werden können.

Von 0 auf 99 Einheiten in 15 Sekunden

Der Zeekr 001 FR wird auf 99 Einheiten pro Monat begrenzt; die ersten Auslieferungen sollen bereits im Oktober starten.

Obwohl der Preis des Zeekr 001 FR offiziell noch nicht genannt wurde – in China wird ein Betrag nahe 130.000 Euro vermutet –, öffnete die Marke die online-Bestellung am 1. September. Nur fünfzehn Sekunden später waren die ersten 99 verfügbaren Einheiten ausverkauft.

Offen bleibt, wann es zum ersten echten Direktvergleich „auf Augenhöhe“ mit den Rivalen Tesla Model S Plaid und Lucid Air Sapphire kommt, die er nun zumindest bei der Leistung übertroffen hat. Auf wen würdet ihr setzen?


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