Die Herausforderungen waren erheblich, dennoch hat die Gruppe Renault ihre Widerstandsfähigkeit erneut unter Beweis gestellt: Im dritten Quartal legten sowohl Absatz als auch Erlöse gegenüber 2024 zu – getragen unter anderem von Modellen wie dem Dacia Bigster und dem Renault 5.
Absatz und Umsatz im dritten Quartal
Zwischen Juli und September setzte der französische Konzern 529 486 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von 9,8% im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Parallel dazu stiegen die Einnahmen auf 11,426 mil milhões de euros, was einem Wachstum von 6,8% entspricht.
Jahresverlauf bis September und Position in Europa
Auf Jahressicht bleibt die Entwicklung positiv, wenn auch weniger dynamisch. Von Januar bis September erzielte die Gruppe einen Umsatz von 39,66 mil milhões de euros (+3,7%). Im selben Zeitraum wurden 1 698 964 Fahrzeuge verkauft (+3,8%). Damit festigt Renault seine Stellung als drittmeistverkaufter Automobilhersteller in Europa.
Europa als wichtigster Markt: Länder und Elektrifizierungsquote
Getragen wird das Ergebnis von der kommerziellen Strategie „value over volume“, also einer Ausrichtung auf Wert (etwa Restwert) statt auf reines Verkaufsvolumen.
Die konsequente Elektrifizierung (Hybrid und Elektro) spiegelte sich im dritten Quartal in einem Anteil von 44% wider (+10,8 Punkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Im bisherigen Jahresverlauf liegt der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge bei 43,9% (ein Wachstum von 58,6% gegenüber 2024).
Da Europa die wichtigste Region für die Gruppe Renault ist, überrascht es nicht, dass die drei größten Einzelmärkte im Jahresverlauf (Januar–September) ausschließlich europäische Länder sind: Frankreich (392 802 verkaufte Einheiten), Italien (144 349 un.) und Spanien (127 731 un.). Portugal ist für den Konzern der 14.-größte Markt, mit 28 560 verkauften Einheiten.
Nach Marke
Die Marke Renault kam im dritten Quartal auf 361,6 mil Fahrzeuge – ein Zuwachs von 6,6% gegenüber 2024. Impulse lieferten dabei unter anderem Deutschland (+27,9%), Spanien (+11,9%), Südkorea (+54,7%) und Marokko (+42,6%). In den ersten neun Monaten des Jahres summierten sich die weltweiten Renault-Verkäufe auf 1,17 milhões Fahrzeuge (+3,8%).
Dacia setzte ihren Wachstumskurs fort und verkaufte im dritten Quartal 165,4 mil Einheiten (+16,2%). Hervorgehoben werden der Bigster mit mehr als 39,7 mil Verkäufen seit Januar sowie der Sandero als Europas Verkaufsführer, der allein im dritten Quartal 66,2 mil Einheiten erreichte. Im bisherigen Jahresverlauf liegt Dacia bei 521,3 mil verkauften Fahrzeugen, was einem Plus von 4,1% gegenüber 2024 entspricht.
Bei Alpine wurden im dritten Quartal 2344 Fahrzeuge verkauft, maßgeblich angeschoben vom A290, dem zu 100% elektrischen pocket rocket, von dem 1845 Einheiten abgesetzt wurden. Auf Jahressicht hat die Marke ihren Absatz im Vergleich zu 2024 mehr als verdoppelt und kommt insgesamt auf 7394 Fahrzeuge.
Prognosen für 2025
Die Gruppe Renault hält an den im Juli aktualisierten Prognosen fest und rechnet für 2025 weiterhin mit einer operativen Marge von rund 6,5%.
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