Die erste, vollständig elektrische Generation des Renault Megane ist vor fast vier Jahren auf den Markt gekommen. Damit verabschiedete sich das Modell von Verbrennungsmotoren und setzte konsequent auf Elektroantriebe. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass sich das in rund drei Jahren erneut ändern könnte.
Die nächste Generation des kompakten französischen Familienmodells, die noch vor Ende des Jahrzehnts erwartet wird, könnte wieder auf einen Benzinmotor zurückgreifen. Ins Spiel gebracht wurde diese Möglichkeit von François Provost, dem neuen CEO der Renault Group, im Rahmen der Twingo-Präsentation in der vergangenen Woche.
Renault Megane EREV ist eine Option
Der Megane soll dadurch nicht aufhören, als 100%iges Elektroauto angeboten zu werden. Im Gegenteil: Seine Attraktivität soll durch eine breitere Auswahl an Antriebsvarianten steigen, um auch Kundinnen und Kunden zu erreichen, die bei reinen Elektroangeboten noch zögern.
Im Gespräch mit Auto Express erklärte Fabrice Combolive, CEO von Renault, dass „wenn die Akzeptanz (der Elektroautos) nicht so schnell steigt wie erwartet, wir das Angebot vielleicht mit einigen Optionen ergänzen können, etwa mit einem Reichweitenverlängerer oder einem Plug-in-Hybrid - und daran arbeiten wir“.
Reichweitenverlängerer für den Renault Megane statt Plug-in-Hybrid
Laut dem Manager dürfte von diesen beiden Varianten eher ein Reichweitenverlängerer den Vorzug bekommen: Dabei dient der Verbrennungsmotor ausschließlich dazu, die Batterie zu laden, ohne irgendeine mechanische Verbindung zu den Rädern.
Horse-System mit kompaktem 1,5‑Liter-Vierzylinder
Zur Einordnung: Die Renault-Sparte Horse, die Antriebe mit Verbrennungsmotor liefert, hat kürzlich einen besonders kompakten Reichweitenverlängerer vorgestellt. Das Modul kombiniert einen 1,5 l großen Vierzylinder mit Generator und Wechselrichter - wahlweise mit 94 PS oder 161 PS (mit Turbo) - und soll mit den kommenden Euro-7-Emissionsvorgaben kompatibel sein.
Nach Angaben des Unternehmens lässt sich dieses System auch zur Hybridisierung bereits existierender Elektrofahrzeuge einsetzen, indem es mit den vorhandenen Elektromotoren zusammenarbeitet.
Sollten sich diese Pläne bestätigen, ist damit allerdings erst gegen Ende des Jahrzehnts zu rechnen. Bis dahin bleibt der Renault Megane E-Tech Electric aktuell: Ein Facelift steht bevor, und erste Prototypen wurden bereits bei Erprobungsfahrten gesichtet.
Was ändert sich?
Neue Batterien: LFP als Preishebel
Zu den wichtigsten erwarteten Neuerungen zählt der Einsatz neuer Batterien, auch wenn die Kapazitäten bislang nicht bekannt sind. Spekuliert wird jedoch, dass der Renault Megane 2026 günstigere LFP-Batterien (Lithium-Eisenphosphat) erhalten könnte, was den Modellpreis senken dürfte.
Größere Akkus und deutlich mehr Reichweite
Am anderen Ende der Bandbreite ist ebenfalls denkbar, dass er einen Akku mit höherer Kapazität bekommt - etwa die 87 kWh-Batterie aus dem Scenic oder die 75 kWh-Batterie, die im neuen Nissan Leaf steckt. Damit wären Reichweiten möglich, die klar über den bisherigen bis zu 468 km (WLTP kombiniert) liegen.
Innenraum: mehr Digitalisierung und bessere Konnektivität
Im Innenraum wird ein spürbarer Schritt nach vorn bei Digitalisierung und Konnektivität erwartet. Die Einbindung von Google-Diensten soll erhalten bleiben, zugleich wird die Benutzeroberfläche für eine flüssigere Bedienung überarbeitet. Doch die Neuerungen des Megane 2026 könnten damit noch nicht erschöpft sein:
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