Der Mercedes-Benz GLS erhält in der aktuellen Generation - der dritten, die 2019 debütierte - bereits zum zweiten Mal ein Update. Dieses Mal fallen die Eingriffe jedoch spürbar umfassender aus als bei den üblichen Modellpflegen.
Optisch zeigt sich der überarbeitete GLS mit neu gestalteten Stossfängern und Scheinwerfern sowie mit einem deutlich grösseren Kühlergrill, ähnlich wie es bereits beim GLE zu sehen war. Und wie bei den jüngsten Neuheiten der Marke tauchen Sterne praktisch überall auf: entweder als Teil der Lichtsignatur oder als Muster im Grill.
Am Heck verbindet nun eine schwarze „Maske“ die beiden Rückleuchten miteinander. In der Mitte sitzt das Stern-Emblem - ganz in der Art, wie man es auch beim neuen, vollelektrischen GLC gesehen hat.
Grössere Unterschiede im Innenraum
Die markantesten Änderungen betreffen den Innenraum des GLS 2026. Das Armaturenbrett wurde neu gezeichnet und wird serienmässig vom MBUX Superscreen geprägt - einer durchgehenden Glasfläche über die gesamte Breite, in der drei 12,3-Zoll-Displays integriert sind. Ebenfalls an Bord ist ein 18-Zoll-Head-up-Display mit Augmented Reality.
In der zweiten Sitzreihe liegt die wichtigste Neuerung bei zwei Full-HD-Touchscreens im Format 11,6 Zoll, jeweils einer pro Passagier. Darüber lassen sich Filme ansehen oder Entertainment-Apps nutzen. Das Panorama-Glasdach gehört künftig ebenfalls zur Serienausstattung. Wie bisher kann der GLS mit bis zu sieben Sitzplätzen (und drei Sitzreihen) konfiguriert werden.
Vom Diesel bis zum V8
Auch unter der Haube gibt es Änderungen. Den Einstieg bildet der GLS 350 d 4MATIC mit einem 3,0-Liter-Diesel-Reihensechszylinder, der 313 PS (230 kW) leistet. Darüber positioniert sich der GLS 450 d 4MATIC, der auf derselben Grundarchitektur basiert, aber stärker ausfällt: 367 PS (270 kW).
Eine der technischen Neuerungen betrifft den Benzin-Reihensechszylinder im GLS 450 4MATIC. Der M 256 Evo ist - wie der Zusatz bereits signalisiert - eine Weiterentwicklung des bisherigen Aggregats und kommt mit einem neuen Zylinderkopf, einer vergrösserten Lufteinlassführung sowie einer überarbeiteten Abgasanlage. Während die Leistung unverändert bei 381 PS bleibt, legt das Drehmoment gegenüber dem Vorgänger um 12% zu - von 500 Nm auf 560 Nm.
Die grösste Neuerung ist dem Topmotor vorbehalten: dem 4,0-Liter-Biturbo-V8. Er arbeitet im GLS 580 4MATIC und trägt die Bezeichnung M 177 Evo, wie er bereits in der S-Klasse 2026 eingeführt wurde. Kennzeichnend ist der Einsatz einer Flatplane-Kurbelwelle … genauso, wie Ferrari sie in seinen Motoren verwendet. Das Triebwerk liefert 537 PS und 750 Nm (+20 PS und +20 Nm im Vergleich zum bisherigen M 176), benötigt dabei (etwas) weniger Benzin und soll zugleich bessere Fahrleistungen ermöglichen. Den Sprint von 0–100 km/h absolviert der GLS in 4,7 s (-0,2 s gegenüber zuvor).
Im Unterschied zum GLE wird der GLS nicht mit Plug-in-Hybridantrieben angeboten. Beim grössten SUV mit Stern beschränkt sich die Elektrifizierung auf die mildeste Form: ein 48-V-Mild-Hybrid-System, das in sämtlichen Motorisierungen verfügbar ist.
Hier finden Sie die vollständige Tabelle der Motorisierungen:
Wann kommt er?
Der Mercedes-Benz GLS 2026 soll in den kommenden Monaten bei den Händlern eintreffen. Preise für den portugiesischen Markt sind bislang nicht bekannt - allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass sie unter den 154.000 Euro liegen werden, die für die Einstiegsvariante des aktuellen Modells aufgerufen werden.
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