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IMT im Visier der APDCA: 179% mehr Beschwerden, Verzögerungen bei Homologation und Kennzeichen importierter Gebrauchtwagen

Blauer Elektro-Limousine steht in modernem Autohaus mit großem Fenster und Tageslicht.

Nachdem die Zahl der gegen ihn gerichteten Beschwerden zwischen Januar und September 2021 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2020 um 179% gestiegen war, gerät das Instituto da Mobilidade e dos Transportes (IMT) nun ins Visier der Associação Portuguesa do Comércio Automóvel (APDCA).

IMT im Visier der APDCA wegen Verzögerungen

Im Mittelpunkt stehen laut APDCA die Verzögerungen bei den Dienstleistungen des IMT – vor allem bei den Homologationsverfahren und der Zuteilung von Kennzeichen für importierte Gebrauchtwagen. Die APDCA ist nach eigenen Angaben der einzige Verband in Portugal, der sich speziell dem Sektor des Handels mit Gebrauchtwagen widmet.

Wie der Verband in einer Mitteilung erläutert, bleibe es nicht nur bei langen Wartezeiten: Das IMT gebe zudem keinerlei „Hinweise auf voraussichtliche Fristen zur Erledigung der Verfahren“. Darüber hinaus seien auch die von der APDCA im Oktober an das IMT übermittelten Fragen unbeantwortet geblieben.

Welche Fragen die APDCA an das IMT richtete

Damals wollte die APDCA vom IMT unter anderem wissen, ob die Behörde sich der Probleme bewusst sei, die die Verzögerungen für die Branche verursachen; ob Massnahmen zur Lösung vorgesehen seien (und ob diese bereits einen Termin für die Umsetzung hätten); ob eine Stärkung der Kapazitäten zur Bearbeitung der Anträge erwogen werde; und ab wann mit einer Entlastung der langsamen Abläufe zu rechnen sei.

„Erneut haben wir keinerlei Antwort oder Klarstellung erhalten – eine Haltung, die wir bei einer staatlichen Stelle mit zusätzlichen Verantwortlichkeiten in dem von uns vertretenen Bereich als noch verwerflicher erachten. Wir erinnern daran, dass die genannten Verzögerungen die finanzielle Gesundheit unserer Mitglieder (und nicht nur dieser) sowie die Interessen der Verbraucher selbst erheblich beeinträchtigen“, erklärt die APDCA in ihrer Mitteilung.

Das Ausmass des Problems

Um die Tragweite dieser Situation und ihre Auswirkungen auf den Kfz-Handel besser einzuordnen – die inzwischen auch einige in Portugal offiziell vertretene Marken im Neuwagengeschäft betrifft –, hat Razão Automóvel bei der APDCA nachgefragt, wie lange Homologationen und Kennzeichenzuteilungen derzeit dauern. Das Bild fällt dabei deutlich negativ aus.

So verlängert sich etwa das Homologationsverfahren: Während es zuvor meist innerhalb von zwei bis drei Wochen abgeschlossen wurde, zieht sich der Prozess aktuell über sechs bis acht Wochen hin.

Noch gravierender: Die APDCA teilte uns mit, dass einige ihrer Mitglieder bei einem Homologationsverfahren bis zu sechs Monate warten mussten.

Bei der Zuteilung von Kennzeichen ist die Lage kaum besser. Wenn ein Vorgang früher üblicherweise 24 bis 48 Stunden in Anspruch nahm, kann er inzwischen zwei bis drei Wochen dauern.

Angesichts dieser Verzögerungen fragte wir die APDCA, ob für eines dieser Verfahren eine gesetzliche Ausführungsfrist existiert. Der Verband erläuterte dazu, dass es, weil das IMT eine staatliche Stelle sei, „keine gesetzliche Frist“ für den Abschluss von Homologations- und Kennzeichenzuteilungsverfahren gebe.

Zum Schluss baten wir die APDCA, zu benennen, welche Reaktionszeiten aus Sicht der Branche ideal wären. Offenbar bereits mit den üblichen Verzögerungen im öffentlichen Dienst rechnend, nannte der Verband eine Frist von „ein bis zwei Wochen“, jedoch „einschliesslich Homologation und Kennzeichen, also das Auto fahrbereit“.

Obwohl die APDCA einräumt, dass dies dennoch ein langer Zeitraum sei (1–2 Wochen), hält sie ihn „zum jetzigen Zeitpunkt für akzeptabel“.


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