Ein Herbie als Cabrio!
Genug davon. Vor dir, lieber TopGear.com-Leser, steht nämlich erst das dritte Serien-Exemplar eines Volkswagen Beetle Cabriolet überhaupt. Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass der Modellname Volkswagen seit 1949 durch die Konzernflure geistert.
Design des Volkswagen Beetle Cabriolet: Schau dir dieses Gesicht an
Ja, genau das solltest du tun – denn bei einem Auto wie diesem machen Optik und Ausstrahlung locker 90 Prozent des Reizes aus. Zum Glück verhilft dem Cabrio die dritte Beetle-Generation als Hatchback mit ihren sportlicheren, gedrungeneren und weniger comicartigen Proportionen zu echten Chancen. Unseren Augen nach sieht das Ganze nicht schlecht aus. Wobei man das eigentlich nicht laut sagen wollte. Ups.
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Retro-Konzept: Bleibt es nicht doch nur eine Kopie?
Und wie. Volkswagen setzt beim Beetle ganz bewusst auf seine Historie – deshalb gibt es dieses neue Cabrio in drei Ausstattungslinien, die gezielt an den Nostalgie-Nerv gehen und die frühere Glanzzeit wieder aufleben lassen sollen: Du wählst zwischen drei Sondereditionen namens „50s“, „60s“ oder „70s“.
Die „50s“-Version bringt monochromes Schwarz, schicke Räder und Chromdetails mit. Die „60s“ ist in Denim-Blau und Candy-Weiss zu haben. Und die „70s“ setzt auf ein beiges Verdeck und einen beigen Innenraum. Beige!
Fahreindruck: Lastwechsel-Übersteuern und Scheitelpunkte? Eher nicht
Für dieses Auto solltest du die Fahrhandschuhe lieber wieder weglegen. Als entspannter Cruiser ist es völlig in Ordnung – für eine engagierte Diskussion über Einlenkpunkte, Kurveneingang und -ausgang aber eher nicht gemacht.
Auf gut asphaltierten Strassen – also genau der Sorte, die wir in Grossbritannien eher nicht bekommen – lässt sich das Cabrio noch ganz zufriedenstellend umherwerfen. Allerdings ist die Lenkung etwas zu leichtgängig, und trotz Mehrlenker-Hinterachse wird der Federungskomfort auf holprigeren Strassen schnell nervig. Von A nach B kommt es problemlos, besonders mit dem durchaus leckeren 2,0-Liter-TSI mit 200 PS – nur eben nicht besonders sauber oder präzise.
Innenraum und Verdeck: Sonnenhut statt Fahrhandschuhe?
Wenn du willst. Denn vermutlich hast du dich beim Gedanken an so ein Auto längst entschieden. Innen trifft aktueller VW-Stil auf Retro-Zitate, dazu gibt es ausreichend Platz für vier Personen. Etwas schräg wirken allerdings die drei Zusatzinstrumente oben auf dem Armaturenbrett (Ladedruck, Stoppuhr, Öltemperatur).
Praktisch: Das Dach verschwindet in nur 9,5 Sekunden und schliesst wieder in 11 – und das bis zu 50 km/h. Mit geschlossenem Dach isoliert der dreilagige Stoff zudem ordentlich.
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Preise und Fakten zum Nacherzählen
Genug von der ganzen Fahrbericht-Spielerei: Zahlen und harte Fakten, bitte. Der Einstieg gelingt mit dem 1,2-Liter-TSI – ein spritziger, motivierter kleiner Motor – ab £18,150; das sind £3,000 weniger als beim Golf Cabrio.
Am oberen Ende steht die „60s“-Edition als 2,0-Liter-Diesel mit 135 PS und Sechsgang-DSG für £28,095. Und falls du noch Trivia brauchst: Vom ursprünglichen Beetle Cabriolet entstanden von 1949 bis 1980 über 330.000 Exemplare. Ausserdem haben mehr als 230.000 von euch da draussen – und ihr wisst, wer gemeint ist – das New Beetle Cabriolet der zweiten Generation gekauft. Offenbar gilt: Wenn man’s mag, dann mag man’s.
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