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Skoda Fabia vRS: Klon von Polo GTi und Ibiza Cupra

Grüner Skoda Fabia fährt auf Landstraße bei bewölktem Himmel, grüne Landschaft im Hintergrund.

Wäre da nicht das Thema Klonen, könnte dieser Fabia vRS leicht als kleinwüchsiges, etwas unerquicklich zusammengesetztes Geschöpf enden – festgenagelt auf die unerquicklichsten Teile aus dem VW-Regal. Technisch ist er nämlich praktisch deckungsgleich mit dem Polo GTi und dem Ibiza Cupra. Und würdest du alle drei direkt hintereinander fahren – mit verbundenen Augen und den Fingern in den Ohren –, du würdest kaum auseinanderhalten können, welches Auto gerade unter dir arbeitet.

Technik: 1,4-Liter-Motor mit Turbo und Kompressor

Im vRS steckt derselbe 1,4-Liter-Benziner wie in Polo und Ibiza: Turbo plus Kompressor, 177bhp, und der Sprint auf 100 km/h gelingt in 7,3 Sekunden. Dazu kommt das identische Grundlayout beim Fahrwerk samt direkter Lenkung; ein elektronisch geregeltes Differential hilft dabei, das Auto in Kurven förmlich einzuhaken.

Am wohlsten fühlt sich dieses Paket mit einem munteren Fahrer – besonders mit jemandem, der spät bremst und früh wieder aufs Gas geht. Unterhalb von etwa 75 Prozent Einsatz wirkt der Fabia ein wenig träge und unbeteiligt; wer eher bummelt, sollte sich besser woanders umsehen.

Getriebe: DSG mit guter Laune, aber ohne Handarbeit

Auch das Doppelkupplungsgetriebe will beschäftigt werden, wobei es sich im Stadtverkehr kooperativer gibt als das im Ibiza Lifer, den wir gerade verloren haben (siehe S. 174). Dort war es stur; hier zeigt es sich williger und hält dich oft bewusst in einem niedrigeren Gang, damit du zügig in Lücken im Verkehr hineinspritzen kannst.

Wie bei Seat hat Skoda allerdings die Erlaubnis gestrichen, mit dem linken Fuß an der Gangwahl mitzuwirken: Eine Handschaltung wird gar nicht angeboten. Schade – sie würde dir das lebhafte Fahrwerk noch ein Stückchen direkter in die Hände geben.

Alltag: fünf Türen, kürzer – und doch mehr Gepäckraum

Wer schnellen, unkomplizierten Zugriff auf die Rücksitze sucht, freut sich über die fünf Türen. Trotzdem ist der Fabia 6 cm kürzer als der dreitürige Ibiza, vor allem wegen der kurzen Überhänge. Und dennoch fällt der Kofferraum größer aus. Er ist also kleiner und irgendwie … gleichzeitig größer.

Genau hier sammelt der vRS Punkte gegenüber seinen weniger vielseitigen Geschwistern – und es wird bald noch luftiger: Als Kombi-Version soll er noch mehr Platz bieten, die fahren wir nächsten Monat.

Optik und Individualisierung: nützlich, aber am ungelenksten

Nur erkauft sich der Fabia diese Praktikabilität mit der unbeholfensten Erscheinung des Trios. Die Seiten wirken wie Platten, die Fensterfläche ist schmal, und die 17-Zoll-(43-cm)-Räder gehen darunter beinahe verloren.

Ausgleichen kannst du das mit Farbe: Ein Dach in Kontrastlack lässt es wirken, als würde es über dem Auto schweben – ähnlich wie bei einem Mini oder Citroen DS3. Dazu schwarze Räder und eine erbsengrüne Karosserie; das alles hilft dabei, die etwas eigenwilligen Proportionen zu kaschieren.

Preis und Ausstattung: Skoda bleibt der günstigste Weg in dieses Paket

Weitere Kompensation liefert der Preis. Weil es ein Skoda ist – und Skoda weiterhin der günstig(ere) und gutgelaunte Arm im VW Group-Kosmos bleibt –, ist er der billigste der drei: £15,700, gegenüber £17,020 für den Ibiza und £18,275 für den Polo.

Die Serienausstattung liegt jeweils sehr dicht beieinander. Der Polo bringt allerdings minimal anders abgestimmte Federung, Lenkung und Abgasgeräusch mit (der vRS klingt einen Tick zu brav und könnte die tiefere, sattigere Wucht des Polo gut gebrauchen). Im Kern bekommst du aber dieselben mechanischen Bausteine, dasselbe quirlige Fahrwerk und dasselbe Qualitätsgefühl.

Wenn sie ihm nur ein manuelles Getriebe geben und den Preis um rund tausend Pfund senken würden. Dann wäre das ein richtig guter kleiner Pfundstrecker.

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