Polestar treibt seine Elektrifizierungsstrategie weiter voran und hat den Polestar 3, das SUV-Topmodell der Marke, umfassend überarbeitet. Zu den Neuerungen zählen eine 800-Volt-Elektroarchitektur, spürbar mehr Leistung sowie Upgrades beim Zentralrechner.
Obwohl es sich formal um ein Update handelt, bezeichnet Polestar-CEO Michael Lohscheller die Überarbeitung als „so umfangreich, dass es fast ein komplett neues Auto ist“.
„Wir halten weiterhin an unserem Versprechen fest, den Kundinnen und Kunden durch Over-the-Air-Updates (OTA) für Software und Hardware einen Mehrwert zu bieten“, erklärte er.
800-Volt-Elektroarchitektur
Eine der wichtigsten Änderungen betrifft die Umstellung auf eine neue elektrische Architektur: Statt 400 Volt setzt der Polestar 3 nun auf 800 Volt. Im Alltag bedeutet das vor allem kürzere Ladezeiten, mit DC-Ladeleistungen von bis zu 310 kW in der Einstiegsvariante und bis zu 350 kW in der Topversion.
Damit reichen 22 Minuten, um den Akku von 10 % auf 80 % zu laden – das entspricht einer Verbesserung um 25 % gegenüber dem Vorgänger.
Während die bisherige Version nur mit einem Akkupaket (111 kWh) angeboten wurde, unterstützt die neue 800-Volt-Architektur zwei Batteriegrößen: 92 kWh in der Einstiegsversion und 106 kWh in den übrigen Varianten.
Bei der Reichweite gibt es allerdings einen Rückschritt. Gegenüber den 706 km (WLTP) des Pre-Facelift nennt Polestar für den neuen Polestar 3 nun bis zu 635 km pro Ladung. Die minimale Reichweite steigt hingegen von 567 km (WLTP) auf 593 km – ermöglicht durch eine um 6 % höhere Effizienz dieser Architektur.
Zusätzlich erhält das SUV einen neuen Prozessor: NVIDIA DRIVE AGX Orin ersetzt die bisherige Xavier-Einheit. Dadurch wächst die Rechenleistung von 30 auf 254 Milliarden Operationen pro Sekunde, was unter anderem aktive Sicherheitssysteme, das Batteriemanagement und die Verarbeitung von Sensordaten schneller macht.
Mehr Leistung und Performance
Nicht nur die Elektrik wurde modernisiert: Der Polestar 3 bekommt zudem einen neuen permanentmagneterregten Synchronmotor an der Hinterachse. In Kombination mit dem asynchronen Frontmotor sind in der Performance-Version bis zu 500 kW (680 PS) möglich.
Auch die Höchstgeschwindigkeit wurde nach oben korrigiert: In der Einstiegsversion steigt sie von 180 km/h auf 210 km/h, bei den übrigen Versionen von 210 km/h auf 230 km/h.
Künftig wird der Polestar 3 in drei Versionen angeboten – Rear Motor, Dual Motor und Performance. Damit ersetzt Polestar die bisherigen Bezeichnungen und trennt die Ausstattungs- und Leistungsstufen klarer voneinander. Hier die Unterschiede:
Wann kommt er?
Der Polestar 3 startet zunächst im Vereinigten Königreich – sowohl wegen der hohen Nachfrage als auch, weil die MY25-Version dort bereits ausverkauft ist. Für die weiteren Märkte gibt es bislang keine bestätigten Termine, zudem wurden noch keine offiziellen Preise genannt.
Zum Vergleich: In Portugal beginnt die aktuelle Polestar-3-Version bei 84.000 Euro.
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