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Stellantis: In Mangualde im Juni keine Elektroautos trotz Serienstart

Automobilmontage mit weißen Fahrzeugkarossen und gelben Industrierobotern in moderner Fabrikhalle.

Ende 2024 kündigte Stellantis an, in seinem Werk in Mangualde die Serienfertigung von 100% elektrischen Fahrzeugen aufgenommen zu haben – und damit ein Ziel vorgezogen zu haben, das ursprünglich erst für 2025 vorgesehen war.

Knapp 10 Monate nach dem Produktionsstart zeigte sich im Juni jedoch ein auffälliger Bruch: In Mangualde lief in diesem Monat kein einziges Elektrofahrzeug vom Band – weder im Pkw- noch im Nutzfahrzeugbereich.

Produktion im Juni in Mangualde: Stückzahlen und Antriebe

Laut den Zahlen des Branchenverbands ACAP wurden im Juni 8073 Fahrzeuge (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) in Mangualde produziert. Das entspricht einem Plus von 24,6% gegenüber dem gleichen Monat 2024. Trotz dieses Produktionsanstiegs war unter den gebauten Modellen kein einziges elektrisches Fahrzeug.

Die Fertigung wurde weiterhin deutlich von Dieselmotoren geprägt: 2490 Einheiten von Citroën, 1238 Einheiten von FIAT, 1025 Einheiten von Opel und 2709 Einheiten von Peugeot. Insgesamt waren 92% der im sechsten Monat des Jahres produzierten Fahrzeuge Diesel. Die übrigen 6% entfielen auf Benziner.

Im selben Zeitraum erreichte die nationale Automobilproduktion 32 829 Einheiten – 27% mehr als im Vorjahr.

Und im ersten Halbjahr?

Von Januar bis Juni stellte das Stellantis-Werk in Mangualde 47 842 Fahrzeuge her (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge). Gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 ist das ein Zuwachs von 26,7%. Davon waren lediglich 611 Fahrzeuge elektrisch, was nur 1,2% der gesamten Werkproduktion ausmacht.

Geplante 100% elektrische Modelle aus dem Werk in Viseu

Zur Erinnerung: Aus der Produktionsstätte in Viseu sollten acht 100% elektrische Versionen kommen – der Citroën ë-Berlingo (als Pkw- und als Nutzfahrzeugvariante), der FIAT e-Doblò, der Opel Combo-e sowie der Peugeot e-Partner und e-Rifter.

Für die 611 im Halbjahr in Mangualde produzierten Elektrofahrzeuge weist die ACAP eine Aufschlüsselung nach Marke und Fahrzeugtyp aus.

Wie bereits im Juni beobachtet, dominieren auch im bisherigen Jahresverlauf die Dieselmotorisierungen: 43 519 Einheiten (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge), was fast 91% der gesamten Produktion des Werks entspricht.

Warum dieser Rückgang?

Stellantis hat keine offiziellen Gründe dafür genannt, warum im Juni in Mangualde keine Elektrofahrzeuge produziert wurden. Vieles deutet jedoch auf eine geringere Nachfrage als erwartet hin – insbesondere in den Segmenten der leichten Nutzfahrzeuge.

Offen bleibt damit, ob die E-Abwesenheit im Juni in Mangualde ein einmaliger Ausreißer war oder bereits auf eine erneute industrielle Anpassung an die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hindeutet.

Zur Einordnung: Insgesamt ging die nationale Automobilproduktion leicht um 0,8% auf 177 825 Fahrzeuge zurück. Auslöser dafür war vor allem der negative Wert von 5,9% (124 759 Fahrzeuge) bei Volkswagen Autoeuropa. Mehr zur nationalen Automobilproduktion finden Sie im folgenden Artikel:


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