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Mercedes C-Klasse Modellpflege: Kompakte Business-Limousine mit 2.000 Änderungen

Schwarzer Mercedes-Benz auf Küstenstraße zwischen Felsen und Meer bei Sonnenschein fahrend.

Mercedes beherrscht die Modellpflege, die man im Vorbeigehen übersieht. Diesmal allerdings nicht: Die Überarbeitung zur Halbzeit hat die C-Klasse als kompakte Business-Limousine spürbar verändert. Mit typisch deutscher Gründlichkeit spricht Mercedes davon, dass 2.000 Bauteile ersetzt oder angepasst wurden.

Mercedes C-Klasse Modellpflege: Exterieur und Design

Optisch rückt die C-Klasse mit dem Update näher an den Rest der Mercedes-Palette heran. Das Ergebnis überzeugt: Neben einer älteren C-Klasse geparkt wirkt das neue Modell deutlich präziser gezeichnet und erinnert im Auftritt stärker an E-Klasse und S-Klasse.

Innenraum der Mercedes C-Klasse: mehr Qualität und modernere Bedienung

Auch im Cockpit hat Mercedes nachgelegt. Wer Leder bestellt (995 Pfund), bekommt davon mehr an den Türen. Das frühere, ausklappbare Navigationssystem ist einem eleganter integrierten Gerät gewichen, und die Tastenlandschaft im Armaturenbrett wirkt zeitgemässer.

Die bisherige C-Klasse sah innen zwar nicht wirklich alt oder billig aus, doch diese Version macht einen sichtbar hochwertigeren Eindruck: prestigeträchtiger, markenwürdiger und insgesamt einfach angenehmer, um Zeit darin zu verbringen.

Antrieb und Effizienz: Start-Stopp, 7-Gang-Automatik und Verbrauch

Damit sind längst nicht alle der 2.000 Änderungen abgehakt. Jedes Triebwerk – einschliesslich der V6 – verfügt nun über ein Start-Stopp-System. Ausserdem sind die volumenstarken Vierzylinder-Diesel erstmals optional mit einer 7-Gang-Automatik erhältlich.

Mercedes ist auf dieses Getriebe besonders stolz (es soll 80 Prozent aller C-Klasse-Verkäufe ausmachen), weil es bei den Dieselvarianten genauso effizient sein soll wie die Handschaltung – vor allem dank eines lang übersetzten siebten Gangs.

Je nach Ausstattung und Motor variieren die Werte, doch unser C250 CDI Elegance kommt auf nur 131 g/km und erreicht starke 58,9 mpg (umgerechnet ca. 4,8 l/100 km) – unabhängig davon, ob man das 6-Gang-Schaltgetriebe wählt oder die 1.500-Pfund-Automatik.

Das ist beachtlich, aber nicht ganz so unangreifbar, wie Mercedes es gern erscheinen lässt: BMW kündigt an, dass die 8-Gang-Automatik, die in die neue 3er-Reihe ab 2012 einzieht, bessere Werte liefern werde als das jeweilige Schaltgetriebe.

Fahrgefühl: komfortabel, aber zu rau im Klang

Trotzdem ist die geliftete C-Klasse in weiten Teilen eine interessante Alternative zum 3er. Das Start-Stopp-System arbeitet hervorragend, weil der Motor extrem schnell wieder anspringt (auch bei den Automatikmodellen). Und der 250 CDI mit 201 bhp und 369 lb ft (rund 500 Nm) schiebt kräftig an – lange Autobahnetappen und das zügige Vorbeiziehen an langsameren Fahrzeugen gelingen dadurch sehr leicht.

Am Fahrwerk wurde sinnvollerweise nichts Grundlegendes verändert, denn die C-Klasse fuhr schon bisher ziemlich gut. Zusammen mit dem aufgewerteten Innenraum sorgt das dafür, dass sich der C zunehmend wie eine kleine S-Klasse anfühlt.

Allerdings – und das ist ein grosses Allerdings – läuft der Motor zu grob. Für ein Auto für 30.000 Pfund, erst recht mit Mercedes-Stern, gibt es deutlich zu viel Dieselklappern. Das passt nicht zur gelassenen, gehobenen Grundstimmung der C-Klasse. Das ist schade: Die aktuelle C-Klasse ist keine Sportlimousine, aber sie ist clever gemacht und fährt sich mühelos. Solange die Laufkultur nicht besser wird, bleibt der BMW 3er dennoch der Massstab.

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