Zum Inhalt springen

Leapmotor B10: Schlüsselmodell für die Europa-Expansion

Weißes Elektroauto Leap 810 in moderner Ausstellungshalle mit Glasfront und digitaler Präsentation im Hintergrund.

Der neue Leapmotor B10 ist für die chinesische Marke, die erst seit Kurzem in Europa vertreten ist, ein entscheidender Baustein ihrer globalen Expansion.

Stellantis und Leapmotor International als Wachstumstreiber

Dabei stützt sich die Internationalisierung auf einen starken Partner: Stellantis. Der Automobilkonzern ist im vergangenen Jahr ein Joint Venture mit Leapmotor eingegangen (mit Mehrheitskontrolle durch Stellantis). Daraus entstand Leapmotor International.

Mit der industriellen Schlagkraft des von Carlos Tavares geführten Konzerns verschafft sich Leapmotor einen klaren Vorteil beim Ausbau in Europa und darüber hinaus – vor allem durch den Zugriff auf das weit verzweigte Vertriebsnetz des Partners.

Start in Europa mit T03 und C10

Der operative Start in Europa erfolgte vor wenigen Wochen mit zwei Elektro-Modellen: dem City-Car T03 und dem Familien-SUV C10 – beide wurden bereits von Razão Automóvel gefahren.

Der kleinere T03 soll sogar in Europa montiert werden, genauer gesagt im Stellantis-Werk in Tychy (Polen). Damit umgeht Leapmotor die zusätzlichen, besonders belastenden EU-Zölle.

Leapmotor B10: Was wir bereits wissen

Auf dem Pariser Autosalon erweitert Leapmotor die Modellpalette nun um ein für die Marke besonders wichtiges Segment: das Segment C der kompakten Familienfahrzeuge – mit dem genannten B10. Wie groß die Bedeutung dieses Modells für den weltweiten Erfolg eingeschätzt wird, ist nachvollziehbar: In vielen Regionen, darunter Europa, zählt dieses Segment zu den volumenstärksten Märkten.

Marktstart 2025 und Konkurrenz im Segment C

Nach Europa kommt er 2025 – und trifft dort auf eine starke Konkurrenz: Kia Niro, Hyundai Kauai, Renault Scenic, BYD Atto3 oder, konzernintern bei Stellantis, den Peugeot e-3008. Leapmotor kündigt jedoch ein schlagkräftiges Argument an: den Preis.

Wenn der größere C10, der eine Klasse darüber positioniert ist, bei 36 400 euros startet – und damit günstiger liegt als viele Angebote aus dem darunterliegenden Segment – ist zu erwarten, dass der B10 in ähnlicher Weise kalkuliert wird und mit einem sehr wettbewerbsfähigen Preis antritt.

LEAP 3.5, Technikfokus und offene Daten

Trotz der Weltpremiere in Paris sind zum B10 bislang nur wenige Details bekannt. Optisch wirkt er wie ein kompakterer C10; bestätigt ist derzeit vor allem, dass er auf der LEAP-3.5-Architektur aufbaut.

Die Marke stellt einen hohen Technologieumfang in Aussicht – sowohl bei Fahrassistenzsystemen als auch bei der Digitalisierung. Fast alles Weitere ist noch offen, darunter Antrieb(e), Batterie und Reichweite.

„Der B10 verkörpert unsere Vision für eine elektrische Zukunft - er bietet nicht nur überlegene Leistung und intelligente Konnektivität, sondern macht diese Zukunft auch für Verbraucher auf der ganzen Welt erschwinglich“.

Zhu Jiangming, Gründer und CEO von Leapmotor

Weitere Neuheiten

In Paris war der B10 zwar die wichtigste Neuheit von Leapmotor, aber keineswegs die einzige. Zunächst wurde bekannt, dass das SUV B10 2026 von einem weiteren Modell der Serie B begleitet wird. Dieses soll als fünftürige Schrägheck-Limousine (zwei Volumen) auf den Markt kommen.

Außerdem war in Paris eine weitere Neuheit zu sehen: der C16. Er wird vorerst das größte Leapmotor-Modell sein und entspricht im Kern der Langversion des C10. Vorgesehen sind drei Sitzreihen und eine Sechssitz-Konfiguration (2+2+2). Dank einer 800 V-Architektur stellt das Modell ultraschnelles Laden in Aussicht.


Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!

Kommentar hinterlassen