2021 geht zu Ende – und damit heißt es auch Abschied nehmen von einer Reihe von Fahrzeugen, deren Laufbahn aus unterschiedlichen Gründen endet, ohne dass ein direkter Nachfolger bereitsteht.
Wir haben rund anderthalb Dutzend Modelle gezählt, die nicht mehr gebaut werden – ungefähr so viele wie schon 2020. Tatsächlich sind es noch deutlich mehr, aber wie üblich konzentrieren wir uns auf die Fahrzeuge, die in Europa und damit auch in Portugal angeboten wurden.
Sportwagen: Abschiede ohne Nachfolger
Vorweg starten wir mit einem „Nachzügler“: dem Nissan 370Z.
Obwohl sein Nachfolger, schlicht „Z“ genannt, erst 2021 vorgestellt wurde, lief die Produktion des 370Z bereits Ende 2020 aus. Und weil der neue Nissan Z nicht nach Europa kommt, ist das zugleich das Ende der Nissan-Tradition sportlicher Coupés auf dem „alten Kontinent“.
Bei den Sportwagen bleibt es nicht bei Nissan: Lotus hat im letzten Monat des Jahres 2021 gleich drei Baureihen auf einmal eingestellt – Elise, Exige und Evora. An ihre Stelle tritt nun der Emira, das letzte Modell der Marke mit Verbrennungsmotor. Er ersetzt allerdings keines der drei Fahrzeuge 1:1. Für Lotus markiert das einen klaren Epochenwechsel.
Einen weiteren Sportler, der 2021 endgültig verschwindet, stellt Mercedes-AMG ein: den AMG GT Roadster. Mit der Enthüllung des neuen Mercedes-AMG SL verlässt der offene GT die Bühne.
Während der GT – trotz seines Namens – als echter Sportwagen galt, bleibt der SL auch in seiner aktuellen Generation (R 232) grundsätzlich stärker auf Komfort und Anspruch ausgerichtet, selbst wenn er in dieser Auslegung die sportliche Note stärker betont („carregar“ na tónica desportiva). Der Mercedes-AMG GT Coupé könnte dem Roadster in absehbarer Zeit folgen – ebenfalls ohne erkennbaren direkten Nachfolger.
Weniger Citycars
Auch bei den Citycars endet 2021 für mehrere Modelle die Karriere. Gerade in diesem Segment sind die Umbrüche der Branche besonders spürbar: Emissionsvorgaben und Elektrifizierung sorgen dafür, dass etliche Angebote verschwinden – oft ohne Nachfolgeplan.
Mit der Vorstellung des Toyota Aygo X und dem Produktionsstart ist für die bisherigen „Brüder“ des Aygo Schluss: Peugeot 108 und Citroën C1 laufen aus. Nachfolger gelten als unwahrscheinlich – obwohl beide Marken inzwischen Teil des neuen Stellantis-Konzerns sind, in dem mit Fiat zugleich der unangefochtene Segmentführer sitzt.
Nachdem wir 2020 bereits das Ende des kleinen Škoda Citigo festgehalten hatten, scheint 2021 nun das Aus für den SEAT Mii zu bringen – auf der Website der spanischen Marke ist er nicht mehr zu finden. Vom ursprünglichen VW-Dreierpack im Kleinstwagensegment bleibt damit nur noch der Volkswagen up! übrig. Die Frage ist: wie lange noch?
Unerwartet ist in dieser Gruppe der Abschied vom Smart forfour – zumal er zuletzt ausschließlich als Elektroauto verkauft wurde. Umso erstaunlicher, weil der fortwo weiterhin produziert und angeboten wird, auf derselben Fertigungslinie, Seite an Seite mit seinem „Bruder“ Renault Twingo.
Kompakt- und SUV-Modelle: Mazda CX-3
Unter den weiteren kompakten Modellen, die 2021 aus Europa verschwinden, findet sich auch der Mazda CX-3, das kleinste SUV der Marke. Für andere Märkte läuft die Produktion zwar weiter, doch in Europa ist seine Laufbahn beendet.
Und sonst noch?
Ebenfalls 2021 verabschieden sich das BMW 2er Cabrio, der Ford Edge und der Nissan Navara.
Beim 2er Cabrio hängt das Aus mit dem neuen 2er Coupé G42 zusammen – zugleich steht fest, dass dieses Coupé nicht von einem neuen 2er Cabrio ergänzt wird.
Der Ford Edge, ein mittelgroßes SUV, blieb in Europa stets eher ein Randthema. Entsprechend nachvollziehbar ist das Ende hierzulande, auch wenn der Verkauf in anderen Regionen – etwa in Nordamerika – weitergeht.
Der Nissan Navara schließlich wird Ende 2021 nicht nur eingestellt, sondern sein Produktionsende fällt auch mit der Schließung des Werks in Barcelona zusammen, in dem er gebaut wurde. Trotzdem soll er 2022 noch verkauft werden – solange Fahrzeuge im Lagerbestand verfügbar sind.
Im Raum stand, den in Thailand gebauten Navara zu importieren. Nissan hat diese Option jedoch verworfen, da die japanische Marke darauf verweist, dass der Pick-up-Markt in Europa schrumpft.
Zuletzt bleibt noch das Ende des Verkaufs der kurzen Version des Jeep Wrangler in Europa. Der US-Hersteller hat entschieden, auf dem „alten Kontinent“ ausschließlich die Plug-in-Hybrid-Version (4xe) seines ikonischsten Modells anzubieten.
Dieser Antrieb ist nur für die viertürige Variante erhältlich – nicht für die zweitürige –, weil sie zu kurz ist und der Platz für die Integration des Hybridantriebsstrangs fehlt. Damit bleibt hier nur die lange, viertürige Version, die wir bereits getestet haben:
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