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Hyundai Motor Group stoppt die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren und setzt auf Elektroautos

Blauer Elektro-Sportwagen mit futuristischem Design steht in modernem Raum neben Ladestation an der Wand.

Der Hyundai Motor Group wird die Entwicklung neuer Motoren mit Verbrennungstechnologie einstellen und seine Ressourcen auf den Umbau zu einem Konzern ausrichten, der künftig ausschliesslich Elektroautos baut.

Auslöser ist der weltweit schneller als erwartete Wandel der Automobilbranche hin zur Elektrifizierung.

Wie die Zeitung The Korea Economic Daily berichtet, geht dies aus einer E-Mail an die Belegschaft hervor, in der der neue Forschungs- und Entwicklungschef Chung Kook Park - der erst vor Kurzem Albert Biermann abgelöst hat - den Kurswechsel erläutert: „Jetzt ist es unvermeidlich, auf Elektrifizierung umzustellen. Die Entwicklung unserer eigenen Motoren war eine grosse Leistung, aber wir müssen das System ändern, um künftige Innovationen zu schaffen(…)“.

Strategiewechsel des Hyundai Motor Group: Schluss mit neuen Verbrennungsmotoren

Laut dem Bericht, der sich auf Branchenkreise stützt, wurde die Motoren-Entwicklungsabteilung des Hyundai Motor Group mit Sitz im Forschungs- und Entwicklungszentrum Namyang in Südkorea am 23. Dezember geschlossen.

Die Teams, die bisher Antriebe mit Verbrennungsmotor entwickelt haben, sollen künftig elektrische Antriebsketten entwickeln. Da die bestehenden Verbrennungsmotoren während der Übergangsphase jedoch weiter verbessert werden müssen, um die Emissionsvorschriften weiterhin zu erfüllen, bleibt ein kleines Team bestehen, das die aktuellen Verbrennungsmotoren aktualisiert und weiterentwickelt.

Umstrukturierung in Namyang und Perspektive für die N-Division

Auch die Einheit, die bislang Hochleistungs-Verbrennungsmotoren entwickelt hat, wird in Zukunft an Hochleistungs-Elektromotoren arbeiten. Das deutet darauf hin, dass die von Albert Biermann aufgebaute N-Division auch künftig weitergeführt wird - dann allerdings ausschliesslich „elektronengetrieben“.

Das erste Modell dieser neuen Generation soll der IONIQ 5 N sein; er wurde bereits bei Tests auf dem Nürburgring gesichtet.

Elektrifizierung beschleunigen

Der Hyundai Motor Group hat seine Verkaufsziele für Elektrofahrzeuge kürzlich nach oben angepasst. Während zuvor eine Million Elektrofahrzeuge pro Jahr bis 2025 angepeilt waren, lautet das neue, deutlich ambitioniertere Ziel: 1,7 Millionen Fahrzeuge pro Jahr im Jahr 2026 - über alle drei Konzernmarken hinweg, also Hyundai, Kia und Genesis.

Das ist ein grosser Sprung, insbesondere im Vergleich zum erwarteten Elektro-Absatz 2021 von 140.000 Einheiten. Gegenüber 2020 entspricht das einem Plus von 50.000 verkauften Fahrzeugen (damals insgesamt 90.000 Einheiten). Für 2022 wurde als Ziel ein Absatz von 220.000 Einheiten festgelegt, was einem deutlichen Zuwachs von 57% entspricht.

Neue Elektro-Modelle von Hyundai, Kia und Genesis bis 2030

Das geplante Wachstum soll durch die Einführung von 13 neuen Elektro-Modellen bis 2026 getragen werden. Bei Hyundai steht 2022 der IONIQ 6 an, die Serienversion des Prophecy; zudem hat die Marke mit dem Seven bereits ein Konzeptfahrzeug für ein grosses SUV gezeigt.

Auch Kia hat kürzlich ein Konzept für ein grosses SUV vorgestellt, den EV9, und ausserdem die neue Generation des Niro präsentiert. Genesis wiederum hat nach der Vorstellung des GV60 - einem elektrischen Crossover, der technisch eng mit IONIQ 5 und EV6 verwandt ist - ebenfalls eine Strategie für den laufenden Umstieg auf Elektroantriebe definiert. Bis 2030 sind acht neue Elektrofahrzeuge auf Batterie- und Brennstoffzellenbasis (Wasserstoff) angekündigt.

Quellen: Automotive News, The Korea Economic Daily

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