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Stellantis prüft Leapmotor-Technologie für Opel, Peugeot und FIAT

Weißes Elektro-Sportauto an Ladestation in modernem Autohaus mit großen Fenstern und weiteren Fahrzeugen.

Nach einem besonders schwierigen Jahr, in dem Stellantis in seiner noch jungen Geschichte erstmals einen Nettoverlust verbuchen musste, sucht der Konzern weiter nach Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Im Bereich der Elektroautos könnte dabei die chinesische Marke Leapmotor eine wichtige Rolle spielen.

Nach Angaben von mit dem Konzern vertrauten Personen prüft der Hersteller, die Elektrofahrzeug-Technologie von Leapmotor in Marken des eigenen Portfolios einzusetzen – darunter Opel, Peugeot und FIAT.

Stellantis und Leapmotor: Einsatz von Plattform und Software für Elektroautos

Dass es zwischen der chinesischen Marke und den europäischen Konzernmarken zu Synergien kommen könnte, wurde nicht zum ersten Mal diskutiert. Bereits Ende des vergangenen Jahres kursierten Spekulationen, Stellantis könne den Leapmotor C10 unter dem Logo einer seiner Marken vermarkten – möglicherweise als Opel. Bestätigt ist ein solcher Schritt bislang jedoch nicht.

Hinter einer möglichen Zusammenarbeit stünde das Ziel, die Entwicklungskosten für Elektroautos zu drücken und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber chinesischen wie auch europäischen Herstellern zu erhöhen. Das gilt insbesondere in einer Phase, in der chinesische Fahrzeuge effizienter produziert werden und schneller bei den Kundinnen und Kunden ankommen.

Regulatorik und Datenschutz: Hürden für die Kooperation

Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium und sind mit regulatorischen sowie datenschutzrechtlichen Herausforderungen verbunden. Besonders ins Gewicht fallen dabei die US-Beschränkungen – die USA sind für Stellantis der zweitgrösste Markt – für vernetzte Fahrzeuge mit chinesischer oder russischer Technologie ab 2027.

Trotzdem wollen beide Unternehmen die Partnerschaft noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen, wie dieselbe Quelle gegenüber Bloomberg erklärte.

Beteiligung an Leapmotor und „Leapmotor International“

Stellantis hält 20% an Leapmotor und hat zudem ein Joint Venture namens Leapmotor International gegründet, an dem der europäische Konzern 51% besitzt. Dieses Unternehmen verfügt über die exklusiven Rechte, Leapmotor-Modelle ausserhalb Chinas zu vermarkten und zu produzieren.

Laut Stellantis war „2025 ein Jahr der strategischen Umsetzung, das den Boden für eine tiefere Integration bereitet“.

Auch wenn ähnliche Ansätze in China bereits üblich sind – etwa eine neue Modellgeneration von Volkswagen für China auf Basis von XPeng-Plattformen oder Audi-Modelle auf SAIC-Technologie –, wäre dies das erste Mal, dass ein westlicher Autobauer für seine Modelle in Europa auf Plattform und Software eines chinesischen Unternehmens zurückgreift.

Der CEO Antonio Filosa dürfte die Strategie beim Capital Markets Day im Mai genauer erläutern. Für den europäischen Markt sind die Entscheidungen derzeit jedoch noch offen.

In den USA sind unterdessen bereits positive Effekte im Vertrieb zu erkennen, nachdem bei mehreren Modellen von Jeep, Ram und Dodge Anpassungen sowohl bei den Varianten als auch bei den Preisen vorgenommen wurden.


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