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AMG: Der elektrische Super-SUV nach dem GT XX

Silberner Mercedes-AMG-E Hyper Elektro-Sportwagen in moderner Ausstellung mit Ladestation im Hintergrund.

Wenn die elektrische Super-Limousine GT XX als Visitenkarte für den Start einer neuen Ära bei AMG dienen soll, muss der danach folgende elektrische Super-SUV vor allem die nötigen Verkaufsvolumen absichern.

Denn SUVs bleiben die gefragteste Fahrzeugklasse. Auch wenn die Karosserieform eine andere ist, dürfte der künftige AMG-Super-SUV unter dem Blech technisch nahezu alles mit dem GT XX teilen – und damit wird klarer, was zu erwarten ist.

Wir haben das kommende Modell erneut bei Testfahrten erwischt, nachdem die Marke aus Affalterbach es bereits offiziell angeteasert hatte. Wie die Limousine wird auch dieses Fahrzeug nicht klein ausfallen – der GT XX lag bei über fünf Metern Länge und kündigte mehr als zwei Meter Breite an. Entsprechend wird sich das neue Modell an der Spitze des AMG-Portfolios positionieren.

Plattform und Abmessungen des AMG-Super-SUV

Dass AMG den Super-SUV eng an den GT XX anlehnt, deutet auf eine gemeinsame technische Basis hin. Dadurch ist davon auszugehen, dass auch beim SUV die Priorität klar auf höchster Performance und einer entsprechend ambitionierten Positionierung im Modellprogramm liegt.

Technologiekonzentrat

Der AMG GT XX hat vor allem mit seiner Technik überrascht: Axialfluss-Elektromotoren (kompakter, leichter und leistungsstärker), ölgekühlte zylindrische Batteriezellen sowie eine Ladeleistung, die doppelt so hoch sein soll wie bei den stärksten Ladepunkten.

Dieses komplette Technikpaket soll auch in den elektrischen AMG-Super-SUV einziehen. Fixe Serienwerte gibt es noch nicht, doch das Konzept nannte eine Leistung von über 1000 kW (1360 PS) – realisiert über drei Motoren, zwei an der Hinterachse und einen an der Vorderachse. Sollten diese Eckdaten in die Produktion übernommen werden, ist absehbar, dass AMG sowohl bei Limousinen als auch bei SUVs zu den Modellen mit der höchsten Beschleunigungsstärke am Markt zählen dürfte.

Zur Batterie ist die Kapazität weiterhin nicht bekannt, klar ist jedoch: Sie nutzt ein zylindrisches Format und eine NMCA-Chemie (Nickel, Kobalt, Mangan und Aluminium).

AMG betont, diese Chemie sei die richtige Wahl, um dauerhaft hohe Leistung abgeben zu können – ein entscheidender Punkt, um die von einem Modell der Marke erwarteten Fahrleistungen zu erreichen. Dazu trägt auch die Ölkühlung bei, die gerade über längere Phasen sportlicher Fahrt eine optimierte Temperatur sicherstellen soll.

Laden und Reichweite

Zusätzlich soll das System Ladevorgänge mit einer maximalen Leistung von 850 kW ermöglichen. Zum Vergleich: Die derzeit stärksten IONITY-Ladepunkte liefern 400 kW, und eine neue Generation mit 600 kW wird ab diesem Jahr schrittweise installiert. Sofern passende Ladeinfrastruktur verfügbar ist, sollen sich 400 km Reichweite in nur fünf Minuten nachladen lassen.

Der erste SUV der AMG

SUVs mit AMG-Label gibt es bereits mehrere – dieses Modell ist jedoch das erste, das in Affalterbach von Grund auf entwickelt wird. Es leitet sich nicht von einem „Benz“-Modell ab. Als Rivalen gelten unter anderem der kommende Porsche Cayenne als 100% Elektroauto oder der Lotus Eletre, der in einigen Märkten bereits verkauft wird.

Konkrete Termine für den Marktstart stehen noch aus, doch wir gehen das Risiko einer Prognose ein: Der Launch könnte erst 2027 erfolgen, während die Premiere bereits im nächsten Jahr stattfinden dürfte.


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