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Skoda Vision O: Ein kombistarker Prototyp mit klarer Zukunftsrichtung

Weißer Škoda Vision 0 Kombi steht in modernem Showroom mit Glasfront und Pflanzen im Hintergrund.

Während viele Hersteller den Kombis den Rücken kehren, schlägt Skoda bewusst den gegenteiligen Kurs ein: Mit dem Vision O zeigt die Marke einen grosszügig dimensionierten Prototypen, der klar macht, dass diese Karosserieform noch längst nicht verschwunden ist – zumindest nicht bei den Tschechen.

Seine Premiere feierte der Skoda Vision O 2025 auf der IAA Mobility in München. Erst jetzt, im Rahmen des Car Design Event 2026, konnten wir ihm jedoch wirklich direkt gegenüberstehen – und live wirkt er kaum weniger als beeindruckend.

Auch wenn einige Lösungen am Fahrzeug mit hoher Wahrscheinlichkeit nie in Serie gehen werden, finden sich zahlreiche Details, die sehr gut den Weg in die nächste Generation des Skoda Superb Combi schaffen könnten. Gerade weil viele dieses Segment bereits abgeschrieben haben, ist das womöglich der spannendste Aspekt dieses Concept Cars. Ein Blick darauf lohnt sich:

Fällt sofort ins Auge

Am Skoda Vision O stechen zuerst die Proportionen hervor: Er ist lang, flach und hat eine Präsenz, die man so nicht automatisch mit Modellen des tschechischen Herstellers verbindet – jener Marke, die Porsche als profitabelste Marke im Volkswagen-Konzern abgelöst hat.

Kurz darauf ziehen die Feinheiten die Aufmerksamkeit auf sich. Die neu gestaltete Front, die als Tech-Loop mask bezeichnet wird (erkennt sonst noch jemand Anklänge an den E5 Sportback, das erste Modell der chinesischen AUDI?), bündelt Sensorik und Leuchteneinheiten in einem dunklen Rahmen in „O“-Form. Das verleiht dem Fahrzeug einen futuristischen und zugleich edlen Auftritt.

In der Seitenansicht dominiert vor allem die kräftiger ausgeführte B-Säule in Wagenfarbe. Es ist kein vordergründiges Stilmittel, erinnert aber – wenn auch sehr subtil … – an den früheren Skoda Yeti. Dazu kommen gegenläufig angeschlagene Türen, die dem Prototypen jene Extraportion Drama geben, die einem Concept Car fast immer gut steht.

Am Heck fallen die „T“-förmigen Rückleuchten auf, die sich in die Flanken hineinziehen. Sie bleiben nicht unbemerkt und unterstreichen zusätzlich den Eindruck von Breite.

Funktionales Interieur

Trotz des aufsehenerregenden Exterieurs bleibt der Vision O dem praktischen Skoda-Anspruch treu: Für Passagiere und Gepäck steht sehr viel Platz zur Verfügung – das Kofferraumvolumen liegt bei rund 650 Litern.

Ausserdem ist Skoda nicht der Versuchung erlegen, ein rein digitales Bedienerlebnis zu inszenieren. Stattdessen gibt es bewusst weiterhin einige physische Bedienelemente (in der Mittelkonsole und am Lenkrad), mit denen sich zentrale Funktionen direkt steuern lassen.

Dieses ausgewogene Konzept zeigt sich besonders beim horizontalen Display an der Basis der Windschutzscheibe, das über die physischen Tasten am Lenkrad bedient wird. Auf Fotos wirkt das möglicherweise ungewohnt – vor Ort ergibt es jedoch ein stimmiges Bild: Es liegt im Blickfeld des Fahrers, ohne den Innenraum optisch zu dominieren.

Auch dem Thema Nachhaltigkeit hat Skoda viel Raum gegeben. Im Innenraum des Prototyps kommen mehrere recycelte Materialien zum Einsatz – von Sitzen aus recyceltem Polyester bis hin zum Bodenbelag aus NABORE, einem Material, das aus Lederresten hergestellt wird.

Ein Prototyp als Richtungsweiser

Der Vision O versteht sich nicht nur als Vorschau auf eine neue Designsprache, sondern deutet auch an, welchen technischen Weg Skoda künftig einschlagen könnte – falls daraus einmal ein seriennaher Superb Combi oder ein vergleichbares Modell hervorgeht.

Wenn es so weit ist, dürfte ein solches Fahrzeug zu den ersten innerhalb der Marke gehören, die auf der neuen SSP-Plattform des Volkswagen-Konzerns basieren. Diese soll die aktuelle MEB ersetzen und ebenso die PPE (die beispielsweise im Porsche Macan und im Audi Q6 e-tron genutzt wird).

Ursprünglich war die Plattform ausschliesslich für vollelektrische Antriebe vorgesehen. Inzwischen kursieren jedoch bereits Gerüchte, wonach der Volkswagen-Konzern erwägen könnte, sie auch für EREV-Lösungen (Elektrofahrzeuge mit Verbrenner-Reichweitenverlängerer) oder Plug-in-Hybride zu adaptieren.

Offen bleibt, wann sich all das tatsächlich realisieren lässt – das weiss derzeit vermutlich nur Skoda selbst. Eine vorsichtige Prognose ist jedoch möglich: Vor dem Ende des Jahrzehnts dürfte es kaum so weit sein.

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