Der Lada Niva bekommt die bislang tiefgreifendste Modellpflege und tritt dabei spürbar dynamischer auf, ohne seine bekannte Robustheit aufzugeben. Technisch baut die Neuauflage auf dem Niva Legend auf, wurde aber an vielen Stellen von Lada Sport überarbeitet und neu abgestimmt.
Der Niva wird seit 1977 gebaut – und erhält nun eine neue, sportlich ausgerichtete Version: Willkommen beim Lada Niva Sport.
Technik-Update beim Lada Niva Sport: Motor und Antrieb
Als jüngste Entwicklungsstufe des Niva Legend kommt der Niva Sport mit zahlreichen Modifikationen aus dem Hause Lada Sport. Die wichtigste Änderung steckt unter der Motorhaube: Statt des bisherigen 1,7-Liter mit 83 PS arbeitet nun ein 1,6-Liter mit 122 PS und 151 Nm.
Der Leistungszuwachs von 40 PS wirkt sich direkt auf die Fahrleistungen aus: Der Sprint von 0 auf 100 km/h verkürzt sich von 19 Sekunden auf 11,8 Sekunden – damit ist er der neue Ampel-Champion … unter den Niva, versteht sich.
Beim Getriebe bleibt es bei einer manuellen Fünfgang-Schaltung, allerdings wurde die Einheit für höhere Belastbarkeit verstärkt. Auch der permanente Allradantrieb mit Untersetzungsgetriebe bleibt in seiner Grundkonfiguration nahezu unverändert.
Fahrwerk, Bremsen und Karosserie: gezielte Verstärkungen
Vorn erhält das Fahrwerk neue Federn und Dämpfer sowie ein widerstandsfähigeres Differential. Hinten wurde dagegen fast alles erneuert: Anstelle der bisherigen Panhard-Stange kommt ein neues System aus Lenkstreben zum Einsatz, das die Stabilität erhöhen soll; das Hinterachs-Differential ist dabei sehr ähnlich zu dem an der Vorderachse.
Auch die Bremsanlage wurde aufgerüstet: Vorn kommen 300-mm-Bremsscheiben (innenbelüftet) zum Einsatz, hinten 284-mm-Scheiben (voll), beides Komponenten aus dem Vesta. Zusätzlich wurden Lenkung und Fahrwerk neu abgestimmt. Laut Hersteller führt das zu einem ruhigeren Fahrverhalten, besserem Ansprechen auf der Straße und weniger Korrekturen in Kurven.
Karosserieseitig orientiert sich der Niva Sport weiterhin am Lada Niva Legend, ergänzt aber strukturelle Verstärkungen, neue Befestigungspunkte sowie weitere Anpassungen an den Radhäusern und im unteren Karosseriebereich.
Auffällig: Die Bodenfreiheit steigt beim Niva Sport auf 220 mm – unter anderem durch die neuen Reifen im Format 215/60 R17. Die Stoßfänger sind neu und schwarz ausgeführt, zudem gibt es zusätzliche Fernscheinwerfer. Der Unterfahrschutz für den Motor besteht nun aus 3 mm Stahl.
Mehr Komfort und dynamischere Abstimmung
Im Innenraum fällt vor allem die neue Lenksäule auf: Sie ist höhenverstellbar und stärker auf die Fahrerposition zentriert. Die Mittelkonsole bekommt einen neuen Bedienhebel für das Getriebe sowie einen neuen Schalter für das Untersetzungsgetriebe.
Die Sitze bieten ausgeprägteren Seitenhalt und eine verbesserte Polsterung. Beim Komfort halten zudem Lederbezüge Einzug, außerdem gibt es einen neuen schwarzen Dachhimmel.
Lada Sport hat ein Video (auf Russisch) veröffentlicht, in dem die vorgenommenen Änderungen am Niva Sport detailliert erklärt werden – und in dem man ihn auch in Fahrt sieht.
Marktstart und Preis
Der Marktstart ist für dieses Jahr in ausgewählten Märkten vorgesehen – sehr wahrscheinlich wird man ihn nicht in Portugal sehen. Preislich liegt der Niva Sport über den anderen Niva-Varianten und startet bei 17 840 Euro.
Der kompakte Geländewagen positioniert sich damit als seltene Alternative: ein 4×4 der „alten Schule“ mit einfacher Technik, die dort weiterentwickelt wurde, wo es zählt – und der trotzdem seinen Wurzeln treu bleibt. Ohne unnötige Raffinessen, dafür mit mehr Fähigkeiten, um genau das zu liefern, was man von ihm schon immer erwartet hat.
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