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Neuer Toyota Aygo: Manga-Design, Komfort und Fahrspaß

Roter Toyota Kleinwagen mit schwarzem Detail fährt auf einer Landstraße bei sonnigem Himmel.

Markt und Konkurrenz

Als der erste Toyota Aygo 2005 an den Start ging, musste er sich mit gerade einmal neun Rivalen messen. Für dieses Jahr rechnet Toyota damit, dass es bereits 20 direkte Gegenspieler sein werden. Das sagt zweierlei aus: Erstens, wie lange der Aygo schon auf dem Markt ist – und zweitens, wie viel härter der Kampf für den kleinen Toyota inzwischen geworden ist.

Designidee: Toyota Aygo als Manga-Superroboter

Umso besser, dass der neue Aygo sich anfühlt, als sei er einem japanischen Manga entsprungen – wie ein Superroboter. Kein Witz. Chefingenieur David Terai erklärte uns, er sei mit Astro Boy aufgewachsen und habe ein Auto entwickeln wollen, das genauso ikonisch und unkompliziert ist wie sein Roboterheld aus Kindertagen. Wenn das nicht grossartig ist, fressen wir unsere Comics.

Auch die markante X-Front steht sinnbildlich für Toyotas Abschied von beigem Konservatismus: Sie zeigt die neu gewonnene Philosophie, lieber aus der Masse herauszustechen, ohne dabei Angst zu haben, ältere Kundschaft zu verschrecken. Toyota will wieder sexy sein. Und ja – es gibt sogar ein Doppelblasen-Dach.

Innenraum, Individualisierung und Konnektivität

Im Innenraum setzt sich die verspielte, frische Linie fort. Zierelemente lassen sich individualisieren – und nicht nur drinnen: Auch der Einsatz im hinteren Stossfänger sowie das X an der Front sind konfigurierbar. Ja, wirklich.

Dazu kommt ein Touchscreen, der zügig reagiert und mit Android- sowie Apple-Handys kompatibel ist.

Fahrwerk, Komfort und Handling

Unter der Karosserie geht es weniger revolutionär zu: Der Aygo übernimmt die Vorderradaufhängung des Vorgängers. Allerdings wurden Federn und Dämpfer vorn wie hinten neu abgestimmt, zudem hat Toyota die Steifigkeit des Stabilisators erhöht, damit Federung und Handling harmonischer ausfallen. Die hintere Torsionsbalken-Konstruktion ist ausserdem 3.3kg leichter als zuvor.

Was beim neuen Aygo als Erstes auffällt, ist der Zugewinn an Komfort und Ruhe. Bei Autobahntempo braucht man weder Megafon noch Hörgerät, um sich normal zu unterhalten – und nach wiederholten Ausflügen über kurvige Landstrassen ist ein Besuch beim Osteopathen ebenfalls nicht mehr Pflicht.

Und auf diesen Landstrassen macht er weiterhin richtig Laune, weil sich der Aygo mit Vergnügen herumwerfen lässt. Die Lenkung arbeitet direkt (die elektrische Servolenkung ist jetzt sogar 14 per cent schneller), und das Fahrwerk bewegt sich nachvollziehbar unter einem. Die Vorderreifen quietschen bei hartem Kurvenfahren dann sinngemäss: „Nee, wird nichts“ – herrlich.

Motor, Effizienz und Sicherheit

Der 1.0-litre 3cyl bleibt ein kleines Charakterstück, das in seinem eigenen Takt vor sich hin brummelt. Am Aggregat selbst wurde nichts Grundlegendes geändert; an Bord sind Start-Stopp, Abgasrückführung, eine reibungsarme Steuerkette und ein Hauch mehr Drehmoment. Verbrauch und Emissionen fallen beide minimal besser aus (beim Handschalter rund 3mpg mehr und 4g/km CO2 weniger).

Unterm Strich ist der neue Aygo ein starkes Auto: fahrdynamisch im Kern auf Augenhöhe mit C1 und 108, mit denen er sich die Basis teilt (Toyota sagte uns, Antrieb und Fahrwerk seien von Toyota entwickelt worden) – und mit einer prognostizierten vier-star NCAP-Bewertung zudem sicherer. Trotzdem: Der Wettbewerb ist gnadenlos. Vergesst alle 20 – eigentlich gibt es nur einen, den der Aygo wirklich im Blick haben muss: den heckmotorigen, heckgetriebenen und zum Niederknien niedlichen Twingo. Astro Boy vs Asterix?

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