Stellantis und die Dongfeng Group haben Ende der vergangenen Woche eine strategische Kooperationsvereinbarung bekannt gegeben. Sie ebnet den Weg für eine gemeinsame Fahrzeugproduktion der Marken Peugeot und Jeep in China – und baut damit eine Partnerschaft aus, die seit mehr als drei Jahrzehnten besteht.
Kernstück der Vereinbarung ist das Joint Venture Dongfeng Peugeot Citroën Automobile Co., Ltd. (DPCA). Ab 2027 soll DPCA im Werk des chinesischen Konzerns in Wuhan zwei neue Peugeot und zwei neue Jeep fertigen. Sämtliche Modelle werden im chinesischen NEV-Segment (New Energy Vehicles) positioniert – also als 100 % Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride oder als Elektrofahrzeuge mit Range-Extender (EREV).

© Stellantis – Unterzeichnung der strategischen Kooperationsvereinbarung zwischen Stellantis und der Dongfeng Group.
Bei Peugeot wurden die kommenden Modelle bereits durch die Concept 6 und Concept 8 auf der Automesse in Peking im April vorweggenommen. Welche Jeep-Modelle geplant sind, ist bislang hingegen nicht bekannt.
Gemeinsam steht dieses Viererpaket für eine erneuerte China-Strategie von Stellantis im grössten Automobilmarkt der Welt – nach Jahren rückläufiger Entwicklung, in denen sogar ein kompletter Rückzug aus China im Raum stand. Und ähnlich wie bei Volkswagen und Audi stützt sich die neue Offensive von Stellantis in China unmittelbar auf die technologische Basis des lokalen Partners Dongfeng.
Die neuen Fahrzeuge sollen auf Plattformen des chinesischen Konzerns aufbauen und dessen elektrische sowie digitale Technologien nutzen. Anders als bei den deutschen Wettbewerbern ist diese neue Generation von Peugeot- und Jeep-Modellen voraussichtlich nicht ausschliesslich für China gedacht: Eine Ausfuhr in weitere Märkte – einschliesslich Europa – ist vorgesehen.
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Partnerschaft könnte vertieft werden
Die geplanten Gesamtinvestitionen für das Projekt liegen bei über 8 Milliarden Yuan, was ungefähr 1 Milliarde Euro entspricht. Stellantis beteiligt sich dabei mit rund 130 Millionen Euro. Zusätzlich profitiert das Vorhaben von industriepolitischen Rahmenbedingungen, die den Automobilsektor in der Provinz Hubei und in der Stadt Wuhan begünstigen.
Der CEO von Stellantis, Antonio Filosa, betonte die Chancen dieser Allianz und erklärte, dass beide Unternehmen „bereit sind, ihre Stärken noch stärker zu nutzen und vollständig neue Fahrzeuge mit Spitzentechnologien für Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen – von Marken, denen Kundinnen und Kunden auf der ganzen Welt vertrauen und die sie lieben“.
Spotify-Video (Embed): „Fahrzeuginspektionen werden sich ändern. Europa ändert Regeln – und Portugal ebenfalls“
Qing Yang, Präsident der Dongfeng Group, hob seinerseits die Ergänzung der jeweiligen Stärken hervor: die industrielle Basis in Hubei, die internationale Präsenz von Stellantis sowie die chinesischen Technologien für intelligente Elektrofahrzeuge.
Über die eigentliche Kooperationsvereinbarung hinaus unterzeichneten beide Unternehmen zudem ein unverbindliches strategisches Memorandum of Understanding. Ziel ist es, die Zusammenarbeit künftig weiter auszubauen und dabei die Grösse sowie die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten beider Seiten stärker zu nutzen.
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Die Umsetzung des Projekts hängt noch von der Unterzeichnung der endgültigen Durchführungsvereinbarungen sowie von den üblichen regulatorischen Genehmigungen ab.
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Autorin: Mariana Teles
Die Welt der „vier Räder“ hat durch Razão Automóvel Einzug in ihr Leben gehalten. Es ist ihre erste Runde im Journalismus – und sie hat nicht vor, damit aufzuhören.
Schlagwörter: Dongfeng, Industrie, Jeep, Peugeot, Stellantis
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